US-Währungshüter denkt über Zinspause nach einer Erhöhung im März nach

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Washington (Reuters) - US-Währungshüter Neel Kashkari hält nach einer für März signalisierten Zinswende eine Pause im Erhöhungszyklus für denkbar.

Er erwarte, dass der geldpolitische Schlüsselsatz auf der Sitzung Mitte März angehoben werde, sagte der Chef des Fed-Bezirks Minneapolis am Freitag. Danach sei es vorstellbar, je nach Konjunkturlage zunächst eine Pause einzulegen: "Das ist denkbar, ich will es nicht vorwegnehmen." US-Notenbankchef Jerome Powell hat eine Zinswende für März angedeutet und die Finanzmärkte auf weitere Schritte nach oben vorbereitet. Die Volkswirte der Bank of America gehen mittlerweile von sieben Zinserhöhungen im laufenden Jahr um jeweils einen Viertelprozentpunkt aus.

Damit würde die Fed bei jeder der kommenden Sitzungen einen Straffungsschritt beschließen. Eine von Kashkari ins Spiel gebrachte Pause wäre somit nicht drin. Der Chef der Fed von Minneapolis erklärte, er sei offen dafür, die Zinsen "ein paar Mal" zu erhöhen. Wegen des unklaren Konjunkturausblicks verbiete es sich, die Gangart der Zinserhöhungen vorab mit Signalwörtern wie "behutsam" oder "schrittweise" zu beschreiben. Er gehe jedoch davon aus, dass der Preisdruck bald nachlasse. Die Verbraucherpreise waren im Dezember mit 7,0 Prozent so rasant gestiegen wie seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr.