Verband fordert bundesweit einheitliche Regel für Hotel-Übernachtungen

Reuters

Berlin (Reuters) - Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert in der Frage von familiären Übernachtungen über die Weihnachtszeit in allen Bundesländern die gleichen Vorgaben.

"Es wäre gescheit, das bundesweit einheitlich zu regeln und es nicht in den Ländern eigene Schmankerl gibt", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. "Da sollte so schnell wie möglich Klarheit geschaffen werden, damit der Familienbesuch auch jetzt geplant werden kann."

Hartges bezog sich auf die Ankündigung Hessens, Nordrhein-Westfalens und Berlins, familiäre Hotelübernachtungen über die Weihnachtszeit zuzulassen. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, zeigte sich irritiert über das Vorgehen: "Es ist nicht Teil der Beschlüsse von Bund und Ländern, solche Übernachtungen zu ermöglichen", sagte er in Berlin. Es müsse allen klar sein, dass es jetzt vor allem um die Reduzierung von Kontakten gehe. "Das ist eines unserer stärksten Instrumente im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie."

Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Hartges sagte demgegenüber zu privaten Hotelübernachtungen in der Weihnachtszeit: "Fakt ist aber, es gibt eine Nachfrage dafür." Dies betreffe etwa auch Menschen, die sich über die Feiertage um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern müssten. Aus Sicht der Hotels sei die Frage dagegen differenziert zu betrachten: "Für unsere Betriebe ist das sehr stark abgängig vom Standort", sagte Hartges. "In den Städten wird es eher eine Nachfrage geben als im ländlichen Raum, die Öffnung wird sich für viele Hotels wirtschaftlich nicht lohnen."  

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