VIRUS/Allianz: Schwere Rezession weltweit im 1. Halbjahr

dpa-AFX

FRANKFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Corona-Krise wird laut Ökonomen der Allianz im ersten Halbjahr 2020 zu einer schweren Rezession in allen wichtigen Volkswirtschaften führen. Alleine im zweiten Quartal dürfte die Weltwirtschaft im Hauptszenario auf das Jahr hochgerechnet um 15 Prozent schrumpfen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie von Chefvolkswirt Ludovic Subran. Die Berechnungen gehen von den chinesischen Erfahrungen aus. Demnach wird ein Herunterfahren die Wirtschaft in einem Monat um 20 bis 30 Prozent schrumpfen lassen.

Es handle sich um einen von China ausgehenden Angebotsschock, der die weltweiten Lieferketten gestört habe, heißt es in der Studie. Daraus seien angesichts der heftigen Rezession starke Turbulenzen an den Finanzmärkten gefolgt. Dies habe zu einem heftigen Nachfrageschock geführt, der Konsum und Investitionen belaste.

Angesichts der außergewöhnlichen Maßnahmen von Regierung und Notenbank dürfte sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr allerdings wieder erholen. So rechnet die Allianz für die Weltwirtschaft im Gesamtjahr immerhin mit einem Wirtschaftswachstum um 0,8 Prozent. In der Eurozone und Deutschland sollte die Wirtschaft hingegen um jeweils 1,8 Prozent schrumpfen. Die US-Wirtschaft sollte um 0,5 Prozent wachsen. In diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass es ein starkes Herunterfahren der Wirtschaft für einen Monat gebe.

Für viele Unternehmen könnte es laut Allianz jedoch kritisch werden. Eine Insolvenz drohe insbesondere verschuldeten und schlecht kapitalisierten Unternehmen. Die Zahl der Insolvenzen sollte weltweit um Jahr 2020 um 13 Prozent steigen. Die wirtschaftliche Auszeit dürfte laut Allianz dazu führen, dass in der EU 65 Millionen Beschäftige Unterstützung beantragen müssen.

Ganz anders stellt sich laut Allianz die Lage dar, falls die Corona-Krise über 12 bis 18 Monate andauern sollte. Dann sei auch eine schwere Finanzkrise wahrscheinlich. Dies würde eine anhaltende Rezession bis in das Jahr 2021 bedeuten. Es könnte dann schwierig werden, die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen./jsl/jkr/mis

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