Von der Leyen - Deutschland muss bei Klimazielen für Sektoren nicht warten

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung muss nach Ansicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Festlegung neuer Klimaschutzauflagen für einzelne Sektoren nicht auf die im Sommer geplanten neuen Vorschläge der Brüsseler Behörde warten.

"Die europäischen und nationalen Vorhaben zum Erreichen der Klimaschutzziele ergänzen sich", sagte von der Leyen der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Das Spektrum sei breit und reiche vom Emissionshandel über Vorgaben für erneuerbare Energien bis zur Speicherung von CO2 in mehr Wald- und Feuchtgebieten. "Wir müssen nur ehrgeiziger werden. Deshalb sind die Schritte, die Deutschland jetzt geht, sehr wichtig für die Dynamik in Europa", betonte die Kommissionspräsidentin.

Die EU-Kommission wolle etwa den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten ausbauen. "Und wir kommen nach umfänglichen Machbarkeitsstudien zu dem Schluss, dass das größte Einsparpotenzial nach wie vor im Energiebereich liegt", betonte sie. Auch die Bundesregierung plant, dass der Energiesektor den größten Beitrag zum Erreichen der verschärften Klimaschutzziele beisteuern soll. "Wir planen einen zweiten europäischen Zertifikate-Handel für Straßenverkehr und Gebäude", sagte von der Leyen. "Was mir dabei sehr wichtig ist: Wenn der CO2 Preis steigt, muss es einen sozialen Ausgleich für untere Einkommensgruppen geben." Mehrkosten für CO2-Einsparungen müssten von den "breiteren Schultern" getragen werden.

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