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Vor Frankreichs Schicksalswahl: Zurückhaltung unter Dax-Anlegern

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Am Freitag zeichnet sich im Dax zunächst wenig Bewegung ab. Vor der Wahl in Frankreich am Wochenende dürften sich Anleger mit Käufen zurückhalten.

Vor Frankreichs Schicksalswahl: Zurückhaltung unter Dax-Anlegern

Die französische Präsidentschaftswahl am Sonntag überschattet den letzten Tag der Handelswoche. Anleger schalten in den Sicherheitsmodus. Der Dax zeigt sich so den dritten Tag in Folge kaum bewegt. Seit Mittwoch bereits pendelt er mit geringen Ausschlägen um die Marke von 12.000 Punkten. Nachdem der deutsche Leitindex gestern 0,1 Prozent auf 12.027 Punkte zugelegt hatte, startete er heute nahezu unverändert in den Tag.

“Am Montag nach der Frankreich-Wahl werden die Karten neu gemischt”, so Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die französische Präsidentschaftswahl gilt als Schicksalswahl für das Land aber auch für Europa. Der am Vortag starke Pariser Leitindex CAC-40 habe Zuversicht signalisiert, dass es der sozialliberale und proeuropäische Kandidat Emmanuel Macron das Rennen mache.

Kurz vor der ersten Runde der Wahl kann Macron seine Favoritenrolle festigen. In einer aktuellen Umfrage des Instituts Elabe kommt er auf 24 Prozent der Stimmen. Auf seine stärkste Konkurrentin, die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, entfallen lediglich 21,5 Prozent – ein Minus von 1,5 Prozentpunkten. Auf den Kandidaten der Konservativen, Francois Fillon, entfielen 20 Prozent der Stimmen, auf den Bewerber der Linken, Jean-Luc Melenchon, 19,5 Prozent. Demnach würden Le Pen und Macron in die Stichwahl am 7. Mai einziehen, in der sich Macron behaupten dürfte.

Wall Street deutlich im Plus

Positive Impulse erhält der Dax heute von festeren Schlusskursen an der Wall Street vom Vorabend erhalten. Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, wonach die Regierung schon bald die Steuern senken könnte, drängten negative Faktoren wie die insgesamt enttäuschenden Geschäftsberichte der Unternehmen, mäßige amerikanische Konjunkturdaten und die anhaltenden politischen Unsicherheiten in den Hintergrund.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial baute seine Gewinne im Handelsverlauf aus. Zum Schluss stand er 0,9 Prozent im Plus bei 20.579 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,8 Prozent auf 2356 Punkte und der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte um 0,8 Prozent auf 5444 Zähler zu.

Festnahme nach Anschlag auf Mannschaftbus

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Aktien der Software AG vorbörslich unbeeindruckt von guten Quartalszahlen. Ein Händler lobte am Morgen die unerwartet robuste Profitabilität des Unternehmens und das Wachstum der Lizenzerlöse mit Integrationssoftware. Der Umsatz sank im ersten Quartal zwar minimal, Experten hatten jedoch mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Das operative Ergebnis fiel um fünf Prozent. Auch hier hatten Analysten ein schwächeres Ergebnis erwartet.

Für Aufsehen dürfte die Nachricht sorgen, dass die Polizei einen Tatverdächtigen wegen des Sprengstoffanschlags auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund festgenommen hat. Laut Mitteilung der Bundesanwaltschaft scheint der mutmaßliche Täter wohl auf einen durch den Anschlag verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt zu haben, um dadurch einen Millionengewinn einstreichen zu können. Die BVB-Aktien verteuerten sich bei Tradegate zuletzt um rund 1 Prozent, nachdem sie am Vortag wegen des Ausscheidens der Mannschaft aus der Champions League um mehr als 3 Prozent abgesackt waren.

OnVista/dpa-AFX
Foto: Deutsche Börse

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