Vorbörse: Dämpfer für Impfstoff schickt Wall Street ins Minus – Dax zu Handelsbeginn noch unentschlossen

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Vorbörse: Dämpfer für Impfstoff schickt Wall Street ins Minus – Dax zu Handelsbeginn noch unentschlossen

DEUTSCHLAND: – STABIL – Kaum verändert dürfte der Dax zur Wochenmitte in den Handel starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp zwei Stunden vor dem Start des Xetra-Hauptgeschäfts mit minus 0,05 Prozent auf 11.070 Punkten. Damit hält sich der Dax zwar über der runden Marke von 11.000 Punkten, neuer Schwung für weitere Zuwächse bleibt jedoch aus. Wirkten Nachrichten zu einem möglichen Impfstoffkandidaten des Biotech-Konzerns Moderna gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu Wochenbeginn noch als Treiber für die Märkte, gab es hier nun einen Dämpfer. So hatte die US-Nachrichten-Website Stat sich nun kritisch über den Kandidaten geäußert. An der Börse in New York hatte dies am Vortag die Kurse im späten Handel belastet.

USA: – VERLUSTE – Nach kräftigen Gewinnen zum Wochenstart sind die Anleger an den US-Börsen am Dienstag wieder verschreckt worden. Druck kam in der letzten Handelsstunde in den Markt, nachdem die US-Nachrichten-Website Stat kritisch über den Impfstoffkandidaten des Biotech-Konzerns Moderna gegen die Lungenkrankheit Covid-19 berichtete. Nachrichten über positive Zwischenergebnisse in einer frühen Erprobungsstudie hatten zu Wochenbeginn für Euphorie gesorgt und eine Börsenrally ausgelöst. Nun schloss der Dow Jones Industrial mit minus 1,59 Prozent auf 24.206,86 Punkte knapp über Tagestief und gab damit einen Teil seines knapp vierprozentigen Gewinns vom Vortag wieder ab. Der marktbreite S&P 500 schloss 1,05 Prozent tiefer auf 2.922,94 Zähler.

ASIEN: – UNEINHEITLICH – Die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff-Erfolg gegen das neuartige Corona-Virus hat auch an den Börsen Asiens am Mittwoch etwas nachgelassen. So folgten insbesondere die Börsen Chinas den negativen Vorgaben von der Wall Street. Hier drückt zudem der zuletzt wieder stärker schwelende Handelskonflikt mit den USA auf die Stimmung. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen fiel denn auch zuletzt um rund ein halbes Prozent und in Hongkong notierte der Hang Seng leicht im Minus. In Tokio ging es hingegen für den japanischen Leitindex Nikkei-225 zuletzt um rund ein Prozent aufwärts. Hier sorgten Daten zu Maschinenbauaufträgen für etwas Rückenwind. Sie waren im März weniger gefallen als befürchtet.

DAX 11 075,29 0,15%

XDAX 10 959,38 -1,18%

EuroSTOXX 50 2902,58 -0,32%

Stoxx50 2847,82 -0,66%

DJIA 24 206,86 -1,59%

S&P 500 2922,94 -1,05%

NASDAQ 100 9298,54 -0,36%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 172,80 -0,05%

DEVISEN: – EURO HÄLT SICH – Der Kurs des Euro hat am Mittwoch seine jüngsten Kursgewinne weitgehend verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,0947 US-Dollar gehandelt. Am Vorabend hatte der Kurs noch einen guten Teil seiner vorherigen Gewinne eingebüßt, sich in der Nacht dann aber berappelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0950 (Montag: 1,0832) Dollar festgesetzt.

Der Euro profitierte zuletzt von der insgesamt gestiegenen Zuversicht an den Finanzmärkten. Vor allem der von Frankreich und Deutschland am Montag vorgelegte Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft nach der Corona-Krise stützt weiterhin den Euro. Laut Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sei es zwar wahrscheinlich, dass der Plan noch verwässert werde. Mit Deutschland sei aber ein wichtiger Akteur ins Lager derer gewechselt, die nicht mehr nur der EZB den schwarzen Peter zuschieben wolle.

Zur insgesamt positiveren Stimmung trägt nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) auch bei, dass die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen rückläufig sei.

Die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell sorgten für wenig Bewegung am Devisenmarkt. Man sei bereit, alle ihre Instrumente zur Bekämpfung der Corona-Krise einzusetzen. Zugleich unterstrich der Fed-Chef während einer Anhörung vor einem Kongressausschuss am Dienstag, dass der Einsatz der Notenbank nur Teil einer breiten Unterstützung durch öffentliche Institutionen sei. Damit dürfte Powell auch auf sein Plädoyer für zusätzliche Finanzhilfen seitens des Staates angespielt haben.

Euro/USD 1,0940 0,15%

USD/Yen 107,80 0,07%

Euro/Yen 117,93 0,23%

ROHÖL: – LEICHT AUFWÄRTS – Die Ölpreise haben im asiatischen Handel am Mittwoch leicht zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 34,90 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 21 Cent auf 32,17 Dollar.

Am Vortag hatten die Kurse nachgegeben. Händler hatten von einer typischen Gegenbewegung nach einer Erholung gesprochen. Die deutliche Erholung am Ölmarkt im Verlauf des letzten Monats geht im Wesentlichen auf zwei Entwicklungen zurück. Zum einen haben große Produzenten wie das Ölkartell Opec gemeinsam mit verbündeten Förderern ihre Produktion verringert. Zum anderen lässt die abklingende Corona-Pandemie auf ein Anziehen der Nachfrage hoffen. Im März und April waren die Erdölpreise dagegen massiv eingebrochen.

Die Geschwindigkeit der Preiserholung war für Marktbeobachter eine Überraschung. Dennoch sehe er die Chance, dass das Preisniveau über die nächsten Monate gehalten werden kann, hieß es von Vivek Dhar, Rohstoffanalyst der Commonwealth Bank of Australia, aufgrund der sich leerenden Rohöl-Lager könne es sogar noch ein bisschen höher gehen.

Brent 34,93 +0,28 USD

WTI 32,16 +0,20 USD

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR AURELIUS AUF 29,50 (73) EUR – ‚BUY‘

CITIGROUP SENKT ZIEL FÜR THYSSENKRUPP AUF 7,50 (8,50) EUR – ‚BUY‘

HSBC SENKT GEA GROUP AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 24 (21) EUR

– JEFFERIES STARTET MEDIOS MIT ‚HOLD‘ – ZIEL 41 EUR

MORGAN STANLEY HEBT FMC AUF ‚EQUAL-WEIGHT‘ (UNDERWEIGHT) – ZIEL 70 (61) EUR

MORGAN STANLEY HEBT FRESENIUS SE AUF ‚OVERWEIGHT‘ (EQUAL-W) – ZIEL 48 (51) EUR

– JPMORGAN HEBT CREE AUF ‚NEUTRAL‘ (UNDERWEIGHT) – ZIEL 60 (40) USD

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR WALMART AUF 135 (127) USD – ‚OUTPERFORM‘

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR HOME DEPOT AUF 255 (215) USD – ‚OUTPERFORM‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR WALMART AUF 133 (125) USD – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR WALMART AUF 137 (134) USD – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR HOME DEPOT AUF 242 (213) USD – ‚BUY‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR EURONEXT AUF 93 (91) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR RYANAIR AUF 11,60 (12,30) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– GOLDMAN NIMMT JUST EAT TAKEAWAY.COM MIT ‚BUY‘ WIEDER AUF – ZIEL 11500 PENCE

– GOLDMAN SENKT KONECRANES OYJ AUF ‚SELL‘ (NEUTRAL) – ZIEL 15 (18) EUR

– GOLDMAN SENKT VALLOUREC AUF ‚SELL‘ (NEUTRAL) – ZIEL 0,85 (1,30) EUR

HSBC SENKT ZIEL FÜR VIVENDI AUF 26 (26,50) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES STARTET SHOP APOTHEKE MIT ‚BUY‘ – ZIEL 120 EUR

– JEFFERIES STARTET ZUR ROSE GROUP MIT ‚BUY‘ – ZIEL 300 CHF

– JPMORGAN HEBT AB INBEV AUF ‚NEUTRAL‘ (UNDERWEIGHT) – ZIEL 36 EUR

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR VINCI AUF 90 (85) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR ABB AUF 16,50 (17) CHF – ‚UNDERWEIGHT‘

UBS HEBT LOGITECH AUF ‚NEUTRAL‘ (SELL) – ZIEL 53 (40) CHF

UBS SENKT ZIEL FÜR RIO TINTO AUF 4100 (4250) PENCE – ‚NEUTRAL‘

UBS SENKT ZIEL FÜR RYANAIR AUF 13,50 (13,85) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR UNICREDIT AUF 11,30 (11,20) EUR

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: Tele Columbus, Q1-Zahlen

07:30 FIN: Ferratum, Q1-Zahlen

08:00 GBR: Marks & Spencer, Jahreszahlen

08:00 DEU: Wintershall Dea, Q1-Zahlen

09:30 DEU: CTS Eventim, Q1-Zahlen

10:00 DEU: Deutsche Bank, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: SAP, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Uniper, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Singulus, Hauptversammlung

10:00 DEU: Aixtron, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Pfeiffer Vacuum, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Süss MicroTec, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: PNE, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Telefonica Deutschland, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: Klöckner & Co, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: QSC, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: United Internet, Hauptversammlung (online)

11:00 LUX: SAF Holland, Hauptversammlung (online)

12:00 DEU: Singulus, Hauptversammlung (online)

14:00 USA: Analog Devices, Q1-Zahlen

17:00 DEU: Deutsche Börse – Live-Event: „Menschen. Märkte. Möglichkeiten.“ (im Online-Stream)

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Schoeller-Bleckmann, Q1-Zahlen

NLD: Altice Europe, Q1-Zahlen

USA: Target Corp, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Kernrate Maschinenaufträge 03/20

06:30 NLD: Konsumausgaben 03/20

06:30 NLD: Arbeitslosenquote 04/20

08:00 DEU: Erzeugerpreise 04/20

08:00 GBR: Verbraucherpreise 04/20

08:00 GBR: Erzeugerpreise 04/20

10:00 EUR: EZB Leistungsbilanz 03/20

10:00 DEU: Statistisches Bundesamt zu Kaufverhalten in der Corona-Krise

(einschließlich 20. Kalenderwoche)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 04/20 (endgültig)

11:00 BEL: Verbrauchervertrauen 05/20

11:30 DEU: Anleihe, Volumen 4 Mrd EUR, Laufzeit 10 Jahre

15:30 GBR: Gouverneur der Bank of England, Bailey, und andere Mitglieder des Geldpolitischen Ausschusses geben Antworten zu den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs auf die britische Wirtschaft

16:00 EUR: Verbrauchervertrauen 05/20 (vorab)

16:00 USA: Fed-Präsident von Atlanta, Bostic, hält eine Rede

16:30 USA: EIA Energieministerium, Ölbericht (Woche)

18:00 USA: Fed-Präsident von St. Louis, Bullard, hält eine Rede

20:00 USA: FOMC Sitzungsprotokoll 29.4.20

SONSTIGE TERMINE

DEU: Gesellschafterversammlung Flughafen Berlin-Brandenburg

DEU: Weiteres Treffen von Außenminister Heiko Maas mit neun Nachbarländern zu Öffnungen beim Tourismus

EUR: EU-Kommission stellt Teile des „Green Deal“ für biologische Vielfalt und nachhaltige Lebensmittelproduktion vor

11:00 EUR: EU-Kommission mit wirtschaftlichen Empfehlungen an die EU-Länder

11:00 DEU: Pk Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, zum Aspekt des Umweltschutzes in den Corona-Konjunkturpaketen

14:00 BEL: Videoschalte der für Tourismus zuständigen EU-Minister zur Corona-Krise (Pk 17.00 h)

EUR: Internationale Entwicklung in der Corona-Krise

+ 1000 Regierungssitzung unter Voristz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

+ 1630 Videokonferenz zwischen Frankreichs Präsident Macron, Ministern und Bürgermeistern – anschließend Statement (Minister)

18:30 DEU: Statement Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Videokonferenz mit den Vorsitzenden internationaler Wirtschafts- und Finanzorganisationen (ILO, IWF, OECD, Weltbank und WTO)

USA: US-Präsident Donald Trump empfängt die Gouverneure der Bundesstaaten Arkansas und Kansas im Weißen Haus

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

10.00

Eurozone

Leistungsbilanz März (Mrd Euro)

Saisonbereinigt — 40,2

11.00 Uhr

Eurozone

Verbraucherpreise HVPI April

Monatsvergleich +0,3 +0,3*

Jahresvergleich +0,4 +0,7

Kernrate

Jahresvergleich +0,9 +0,9*

16.00 Uhr

Eurozone

Verbrauchervertrauen

Mai (Punkte) -23,8 -22,7

VEREINIGTES KÖNIGREICH

08.00 Uhr

Verbraucherpreise, April

Monatsvergleich -0,1 unv.

Jahresvergleich +0,9 +1,5

USA

20.00 Uhr

Sitzungsprotokoll US-Notenbank (Fed Minutes)°

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: anathomy / Shutterstock.com

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29.05.2020, 22:56, außerbörslich
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