Vorbörse: Dow dreht gegen Handelsende ins Minus – Dax beendet seinen Höhenflug – Trump will sich heute äußern

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Vorbörse: Dow dreht gegen Handelsende ins Minus – Dax beendet seinen Höhenflug – Trump will sich heute äußern

DEUTSCHLAND: – IM MINUS ERWARTET – Dem Dax gehen nach seinem jüngsten Höhenflug scheinbar zunächst die Kräfte aus: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Freitag gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start rund 0,86 Prozent tiefer auf 11.680 Punkte. Tags zuvor hatte der Dax mit 11.813 Punkten den höchsten Stand seit Anfang März erreicht nach seiner Erholungsrally um bis zu 8,7 Prozent seit dem Tief vom Freitag. Mit Blick auf die Hongkong-Krise und den Konflikt zwischen den USA und China zeichnen sich Gewinnmitnahmen ab. An der Wall Street wurden zwischenzeitliche Gewinne im späten Handel bereits ausradiert.

USA: – IM MINUS – Dem US-Aktienmarkt ist am Donnerstag in den letzten beiden Handelsstunden die Luft ausgegangen. Die Kurse bröckelten peu a peu ab, der Leitindex Dow Jones Industrial verlor am Ende 0,58 Prozent auf 25.400,64 Punkte. US-Präsident Donald Trump will sich am Freitag zum Konflikt mit China äußern. Das könnte den sich immer mehr zuspitzenden internationalen Streit um das Hongkong-Gesetz Chinas an den Börsen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,21 Prozent auf 3.029,73 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,27 Prozent auf 9.416,71 Punkte.

ASIEN: – LEICHTE VERLUSTE – In Asien sind die Aktienmärkte am Freitag wegen des Hongkong-Konflikts größtenteils unter Druck. In Japan steht der Leitindex Nikkei-225 rund eine halbe Stunde vor Handelsende mit 0,2 Prozent im Minus. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab ebenfalls leicht nach. Der Hang Seng büßte rund ein halbes Prozent ein.

DAX 11781,13 1,06%

XDAX 11692,07 -0,25%

EuroSTOXX 50 3094,47 1,42%

Stoxx50 2935,66 1,61%

DJIA 25400,64 -0,58%

S&P 500 3029,73 -0,21%

NASDAQ 100 9416,71 -0,27%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 172,23 +0,10%

DEVISEN: – EURO STÄRKER – Der Euro hat am Freitag weiter zugelegt und ist auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1101 US-Dollar und damit so viel wie seit Ende März nicht mehr. Der Dollar stand dagegen zu vielen Währungen unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1016 Dollar festgelegt.

Vor dem Wochenende stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. In der Eurozone werden unter anderem neue Inflationsdaten erwartet. Wegen der niedrigen Ölpreise wird mit einem Rückgang der Inflationsrate knapp über die Nulllinie gerechnet. In den USA wird Notenbankchef Jerome Powell an einer Diskussionsrunde teilnehmen. Eine vorbereitete Rede wird jedoch nicht erwartet.

Euro/USD 1,1094 0,15%

USD/Yen 107,22 -0,38%

Euro/Yen 118,95 -0,23%

ROHÖL: – RÜCKGANG – Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel einen kleinen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder abgegeben. Händler begründeten dies mit den anhaltenden Sorgen vor einer Verschlechterung der US-chinesischen Beziehungen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 34,96 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 53 Cent auf 33,18 Dollar nach.

Inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China will sich US-Präsident Donald Trump an diesem Freitag zum weiteren Vorgehen äußern. „Wir werden bestimmte Entscheidungen treffen und sie morgen diskutieren“, sagte er, ohne jedoch Details zu nennen. „Wir sind nicht glücklich mit China“, beklagte Trump. Washington hatte sich zuletzt angesichts eines von Peking geplanten restriktiven Sicherheitsgesetzes für Hongkong sehr kritisch geäußert.

Die Spannungen zwischen den USA und China haben sich zuletzt deutlich verschärft – auch wegen der Corona-Krise. Trump wirft China vor, das Coronavirus nicht an der Quelle eingedämmt zu haben. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt lasten bereits seit einigen Tagen tendenziell auf den Ölpreisen.

In den vergangenen Wochen aber haben sich die Ölpreise deutlich von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise erholt. Denn mit dem Wegfall von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern könnte die Nachfrage wieder anziehen.

Brent 34,96 -0,33 USD

WTI 33,19 -0,52 USD

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR ROCKET INTERNET AUF 22,10 (21,25) EUR – ‚EQUAL WEIGHT‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR GRAND CITY PROPERTIES AUF 23 (24) EUR – ‚BUY‘

CITIGROUP HEBT ZIEL FÜR VOLKSWAGEN VORZÜGE AUF 155 (120) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR ZALANDO AUF 64 (57) EUR – ‚NEUTRAL‘

HSBC SENKT RATIONAL AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 497 EUR

– JEFFERIES SENKT ENCAVIS AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 13,50 (11) EUR

– JEFFERIES SENKT HUGO BOSS AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 27 EUR

MORGAN STANLEY BELÄSST CONTINENTAL-KURSZIEL AUF 95 EURO

– MORGAN STANLEY HEBT HELLA AUF ‚EQUAL-WEIGHT‘ (UNDERWEIGHT) – ZIEL 37 (38) EUR

– MORGAN STANLEY SENKT CONTINENTAL AG AUF ‚EQUAL-WEIGHT‘ (OVERWEIGHT)

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR A.P. MOLLER-MAERSK AUF 6100 (6300) DKK – ‚UNDERWEIGHT‘

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR ENEL AUF 7,80 (7,40) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR ADYEN AUF 1365 (1000) EUR – ‚CONVICTION BUY LIST‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR ADYEN AUF 1301 (967) EUR – ‚BUY‘

– JPMORGAN SENKT TEMENOS AUF ‚NEUTRAL‘ (OVERWEIGHT) – ZIEL 140 CHF

RBC HEBT ZIEL FÜR AB INBEV AUF 53 (50) EUR – ‚OUTPERFORM‘

SOCGEN SENKT ENI AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 9 (16) EUR

PRESSESCHAU

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

07:15 DEU: Gesco, Q1-Zahlen (detailliert)

08:30 DEU: Brain Technology, Halbjahreszahlen

09:00 DEU: New Work, Hauptversammlung (online)

10:00 FRA: Renault – Online-Pk zu Sparplan

11:00 DEU: Teamviewer, Hauptversammlung (online)

DEU: SDax-Indexänderungen: Raus: Sixt-Leasing / Rein: MLP

TERMINE KONJUNKTUR

00:01 GBR: GfK-Verbrauchervertrauen 05/20

01:30 JPN: Verbraucherpreise 05/20

01:30 JPN: Arbeitslosenquote 04/20

01:50 JPN: Einzelhandelsumsatz 04/20

01:50 JPN: Industrieproduktion 04/20 (vorläufig)

08:00 DEU: Einzelhandelsumsatz 04/20

08:00 DEU: Außenhandelspreise 04/20

08:00 DNK: BIP Q1/20 (vorläufig)

08:00 DNK: Arbeitslosenquote 04/20

08:45 FRA: Verbraucherpreise 05/20 (vorläufig)

08:45 FRA: Erzeugerpreise 04/20

08:45 FRA: BIP Q1/20 (endgültig)

09:00 HUN: BIP Q1/20 (endgültig)

09:00 AUT: BIP Q1/20 (endgültig)

09:30 SWE: BIP Q1/20

10:00 EUR: Geldmenge M3 04/20

10:00 PLD: BIP Q1/20 (endgültig)

10:00 ITA: BIP Q1/20 (endgültig)

10:00 PLD: Verbraucherpreise 05/20 (vorläufig)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 05/20 (vorläufig)

11:00 BEL: BIP Q1/20 (endgültig)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 05/20 (vorläufig)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 05/20 (vorläufig)

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 04/20 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 04/20

15:45 USA: MNI Chicago PMI 05/20

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 05/20 (endgültig)

EUR: S&P Ratingergebnis Bulgarien, Irland, Liechtenstein

EUR: Moody’s Ratingergebnis Belgien, Schweiz

SONSTIGE TERMINE

BEL: Videokonferenz der EU-Außenminister

Thema sind u.a. die Beziehungen der EU zu China und die jüngsten Entwicklungen im Afghanistan

+ 0930 Statement Außenminister Heiko Maas

+ 12:00 DEU: Videokonferenz Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga

CHE: Pharmakonferenz ASCO 2020 (online, bis 31.5.)

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

08.00 Uhr

Deutschland

Einfuhrpreise, April

Monatsvergleich -1,4 -3,5

Jahresvergleich -7,2 -5,5

Einzelhandelsumsatz, April

Monatsvergleich -12,0 -4,0

Jahresvergleich -14,0 -1,2

08.45 Uhr

Frankreich

Verbraucherpreise HVPI, Mai

Monatsvergleich 0,0 0,0

Jahresvergleich +0,3 +0,4

BIP Q1

Quartalsvergleich -5,8 -5,8*

Jahresvergleich -5,4 -5,4*

10.00 Uhr

Italien

BIP Q1

Quartalsvergleich -4,7 -4,7*

Jahresvergleich -4,8 -4,8*

Eurozone

Geldmenge M3 +8,0 +7,5

11.00 Uhr

Italien

Verbraucherpreise HVPI, Mai

Monatsvergleich -0,1 +0,5

Jahresvergleich -0,1 +0,1

Eurozone

Verbraucherpreise, Mai

Monatsvergleich -0,1 +0,3

Jahresvergleich +0,1 +0,4

Kernindex gg VJ +0,8 +0,9

VEREINIGTES KÖNIGREICH

— Keine entscheidenden Daten erwartet —

USA

14.30 Uhr

Private Einkommen, April Monatsvergleich -6,0 -2,0

Konsumausgaben, April Monatsvergleich -12,9 -7,5

PCE-Deflator, April

Jahresvergleich +0,5 +1,3

Kernrate +1,1 +1,7

15.45 Uhr

Chicago-PMI, Mai 40,0 35,4 (in Pkt)

16.00 Uhr

Konsumstimmung

Universität Michigan, Mai 74,0 73,7*°

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB / shutterstock.com

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Kurs zu Dollarkurs Devisen

  • 0,88 EUR
  • 0,00%
04.07.2020, 04:52, außerbörslich
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