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Vorbörse: Verkaufswelle geht weiter - Dax auf tiefstem Stand seit Anfang 2017 erwartet

dpa-AFX
Vorbörse: Verkaufswelle geht weiter - Dax auf tiefstem Stand seit Anfang 2017 erwartet

Die Angst vor steigenden Kapitalmarktzinsen treibt die Anleger am Donnerstag weiter in Scharen in die Flucht. Am Tag nach dem größten Kursrutsch seit mehreren Monaten taxierte der Broker IG den Dax zwei Stunden vor Handelsbeginn nochmals 1,8 Prozent tiefer mit 11 501 Punkten. Er bewegt sich damit auf dem tiefsten Stand seit Februar 2017.

Zuvor war der Kursrutsch in New York weitergegangen und über Nacht nach Asien übergeschwappt. Verglichen mit seinem Stand, als der Dax am Vortag den Xetra-Handel beendete, hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial im späteren Verlauf nochmals fast 3 Prozent an Wert verloren. Mit dem herben Verlust in New York fiel Händlern zufolge eine in den vergangenen Wochen wesentliche Stütze auch für den deutschen Markt weg.

Marktexperte Maneesh Deshpande von der britischen Bank Barclays sieht derzeit zwei große Belastungsfaktoren für die zuletzt gut gelaufenen US-Börsen: Einerseits die Sorge vor noch stärker steigenden Zinsen in den USA. Andererseits der Druck, den US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit auf China ausübt. Weltweit anziehende Volatilitätsindizes sind der Ausdruck dessen. "Die Bären haben die Bullen erst mal in die Flucht geschlagen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

USA: - HERBER RÜCKSCHLAG - Der New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch einen seiner bisher schlimmsten Tage im Jahr 2018 hinter sich gebracht. Bei den Standardwerten und noch mehr im Technologiesektor standen die Zeichen auf Ausverkauf. Der sich fortsetzende Handelsstreit zwischen den USA und China und die Furcht vor weiter steigenden Zinsen am US-Anleihemarkt setzten den Kursen zur Wochenmitte erneut zu und verstärkten damit die seit einigen Tagen zu beobachtende Abwärtsdynamik.

ASIEN: - TIEFROT - Nach den schweren Verlusten an der Wall Street sind auch die Börsen in Asien abgesackt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong, der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten an den Handelsplätzen des chinesischen Festlands und der japanische Leitindex Nikkei 225 sackten zwischen 3,5 und 4 Prozent ab.

DEVISEN - EURO STEIGT

Der Euro hat am Donnerstag an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft und ist weiter gestiegen. Die Gemeinschaftswährung profitierte von einer breitangelegten Dollar-Schwäche. Am frühen Morgen stieg der Kurs des Euro zeitweise bis auf 1,1572 US-Dollar und wurde zuletzt wieder etwas tiefer bei 1,1555 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1500 Dollar festgesetzt.

Trotz massiver Kursverluste an den US-Aktienmärkten am Vorabend haben die Anleger den Dollar nicht wie gewöhnlich als sicheren Anlagehafen genutzt. Marktbeobachter verwiesen auf jüngste Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, der die Geldpolitik der US-Notenbank Fed in ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert hatte.

"Ich denke, dass die Fed einen Fehler macht", hatte Trump in der Nacht zu Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street gesagt. Die Notenbank fahre geldpolitisch einen zu straffen Kurs. "Ich denke, dass die Fed verrückt geworden ist", fügte der US-Präsident hinzu. Zuvor hatte Trump bereits mehrfach die seiner Meinung nach zu schnell steigenden Zinsen in den USA kritisiert.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, kritisierte die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten. Lagarde betonte, dass Zentralbanken ihre Zinsentscheidungen entsprechend ökonomischen Indikatoren treffen müssten. Wenn das Wachstum stark und die Arbeitslosigkeit extrem niedrig sei, müssten die Zentralbanken "die Entscheidungen treffen, die sie treffen", sagte die IWF-Chefin.

Termine für den 11. Oktober:

TERMINE UNTERNEMEN
07:00 F: Faurecia Q3 Umsatz
07:00 D: Südzucker Q2-Zahlen (endgültig)
07:30 D: Gerresheimer Q3-Zahlen (Call 10.00 h)
09:30 D: Laudamotion Präsentation Sommerflugplan 2019
13:00 USA: Walgreens Boots Alliance Q4-Zahlen
14:00 D: Deutsche Telekom "Netztag" u.a. mit CEO Höttges, Berlin

TERMINE UNTERNEMEN OHNE ZEITANGABED: SGL Carbon Capital Markets DayUSA: Delta Air Lines Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR
01:50 J: Erzeugerpreise 09/18
03:45
USA: Eröffnung der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank IWF-Chefin Christine Lagarde gibt mit einer Pressekonferenz den Startschuss für die Tagung
08:45 F: Verbraucherpreise 09/18 (endgültig)
09:00 E: Verbraucherpreise 09/18 (endgültig)
12:00 P: Verbraucherpreise 09/18 (endgültig)
12:00 D: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt neue Konjunkturprognose der Bundesregierung vor
13:30 EU: EZB Sitzungsprotokoll 13.9.18
14:30 USA: Verbraucherpreise 09/18
14:30 USA: Realeinkommen 09/18
14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
17:00 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE
EU: EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hält eine Rede zur Zukunft Europas. Die Rede ist Teil einer Konferenz der Universität Lüttich
09:00
A: Diskussion zum Thema "Wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Stabilität als Mittel gegen die EU-Skepsis?" Im Rahmen einer Sondersitzung der Gruppe III (Vielfalt Europa) des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (Montforthaus Feldkirch)
09:00 D: BGH setzt Verhandlung zur Vermittlung von Mietwagen samt Fahrer durch Uber fort, Karlsruhe
09:45 D: Verhandlung in einem Rechtsstreit um die Suchfunktion bei Amazon Eine Kosmetikfirma klagt, weil der Online-Händler Amazon bei der Suche nach "Dr. Hauschka"-Produkten auch auf Konkurrenzprodukte verweist. Es geht um die sogenannte "Lotsenfunktion" der Marke.
10:00 D: Pk Commerzbank: Vorstellung einer Studie zum Anlageverhalten deutscher Unternehmen, Frankfurt
13:00 D: IV. Deutsch-Chinesischer Wirtschaftsdialog des Wirtschaftsrat der CDU
13:00 D: Erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn
D: Eröffnung der Deutschen Gründer- und Unternehmertage 2018 (bis 13.10.)
18:00 Rede Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) + Auszeichnung der Preisträger des "KfW Awards Gründen" 2018

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Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com

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