Vorbörse: Wall Street tiefrot – Dax fällt weiter – Ölpreise steigen

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

DEUTSCHLAND: – KURSVERLUSTE ERWARTET – Der Rückschlag an den Aktienmärkten geht zur Wochenmitte weiter: Der Broker IG taxierte den Dax am Mittwoch gut eine Stunde vor dem Xetra-Start 0,6 Prozent tiefer auf 15 674 Punkte. Damit steuert er weiter auf einen Test der einfachen 200-Tage-Linie zu, die bei 15 602 Punkten liegt. Sie gilt als Gradmesser für den längerfristigen Trend. Bereits an der Wall Street war es am Vorabend nach der Feiertagspause weiter bergab gegangen. Diesen schwachen Trend nahmen die asiatischen Börsen am Morgen auf – allen voran Japan mit massiven Verlusten. Zinssorgen hätten den Markt durchgerüttelt, hieß es bei der Commerzbank. „Die Stimmung ist schlecht.“

USA: – DEUTLICHE KURSVERLUSTE – Nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende haben steigende Anleihe-Renditen am Dienstag die US-Aktienmärkte erheblich belastet. Anleger rechnen verstärkt mit Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed wegen der anhaltend hohen Inflation. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg auf den höchsten Stand seit zwei Jahren – und lastete gleichzeitig auf den Aktien, vor allem auf den Technologiewerten an der Nasdaq. Auch der Bankensektor musste kräftig Federn lassen, da die Investmentbank Goldman Sachs mit seinem Quartalsbericht enttäuschte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 1,51 Prozent auf 35 368,47 Punkte.

ASIEN: – SCHWACH – Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch deutliche Kursverluste verzeichnet. Die Sorge vor rasch steigenden Leitzinsen in den USA drückt auch in Asien weiterhin auf die Stimmung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem kräftigen Abschlag von 2,8 Prozent. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland büßte zuletzt gut ein Prozent ein und der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungsregion Hongkong gab um 0,6 Prozent nach.

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 169,41 0,05%

DEVISEN: Der Euro hat zur Wochenmitte weiter bei gut 1,13 US-Dollar notiert. Am Mittwochmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1330 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1367 Dollar festgesetzt.

Zuletzt wurde der Euro vor allem durch den aufwertenden Dollar unter Druck gesetzt. Grund sind steigende Zinserwartungen an die US-Notenbank Federal Reserve. An den Finanzmärkten werden für dieses Jahr bis zu vier Zinsanhebungen durch die Fed erwartet, um der hohen Inflation von zuletzt sieben Prozent zu begegnen. In der Eurozone wird für dieses Jahr hingegen nicht mit Zinsanhebungen gerechnet.

Datenseitig stehen am Mittwoch Inflationszahlen aus Deutschland und Großbritannien zur Veröffentlichung an. In den USA werden Daten vom Immobilienmarkt erwartet.

Euro/USD 1,13291 0,10%

USD/Yen 114,2925 -0,29%

Euro/Yen 129,4790 -0,19%

ROHÖL: Der Höhenflug der Ölpreise setzt sich fort. Am Mittwoch stiegen die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI abermals auf siebenjährige Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Nacht bis zu 89,04 US-Dollar. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) wurde mit bis zu 86,41 Dollar gehandelt. Das sind jeweils die höchsten Niveaus seit Oktober 2014.

Am Morgen gaben die Ölpreise einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge aber ab und notierten etwa einen halben Dollar in der Gewinnzone. Haupttreiber am Ölmarkt war zuletzt eine Explosion an einer wichtigen Erdölpipeline zwischen dem Irak und der Türkei. Der Grund ist bisher unbekannt. Türkische Offizielle gingen jedoch laut der Nachrichtenagentur Bloomberg von einer raschen Wiederinbetriebnahme aus.

Die Explosion fällt in eine Zeit mit angespanntem Angebot. Schon seit Wochen bleibt der Ölverbund Opec+ mit seiner Produktion hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kommen Spannungen zwischen den jemenitischen Huthi und einer gegnerischen Koalition, angeführt von dem Ölriesen Saudi-Arabien. Zugleich wird die Nachfrage durch die Omikron-Welle weniger stark beeinträchtigt als ursprünglich befürchtet.

Brent 88,38 0,87 USD

WTI 86,41 0,98 USD

onvista Mahlzeit: Zinssorgen zurück im Dax – Brainchip, Siemens, Daimler Truck, Curevac und jetzt droht Alibaba Unheil aus den USA

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR HEIDELBERGCEMENT AUF 58 (56) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR RWE AUF 42,50 (38,30) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR ABOUT YOU AUF 33 (32) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR AIRBUS AUF 176 (159) EUR – ‚CONVICTION BUY LIST‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR DAIMLER TRUCK AUF 41 (40) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR DÜRR AUF 40,40 (38,50) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR KION AUF 84 (80) EUR – ‚SELL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR MTU AUF 174 (165) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR TRATON AUF 24 (23) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR SIEMENS AUF 178 (180) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT SILTRONIC AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 160 (150) EUR

– JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR CONTINENTAL AG AUF 125 (155) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR SCHAEFFLER AUF 7,90 (8) EUR – ‚HOLD‘

– RBC HEBT ZIEL FÜR GEA GROUP AUF 40 (36) EUR – ‚SECTOR PERFORM‘

– WDH/MORGAN STANLEY SENKT ZIEL FÜR LANXESS AUF 63 (66) EUR – ‚EQUAL-WEIGHT‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR CRH AUF 47 (45) EUR – ‚EQUAL WEIGHT‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR GIVAUDAN AUF 3750 (3700) CHF – ‚UNDERWEIGHT‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR HOLCIM AUF 58 (56) CHF – ‚OVERWEIGHT‘

– BERENBERG HEBT MORGAN ADVANCED MATERIALS AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 425 PENCE

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR UBS AUF 20,50 (18,50) CHF – ‚BUY‘

– BERENBERG SENKT AB DYNAMICS AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 1850 (2280) PENCE

– CREDIT SUISSE SENKT METSO OUTOTEC AUF ‚NEUTRAL‘ (OUTPERFORM)

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR ABB AUF 53 (51) CHF – ‚CONVICTION BUY LIST‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR KONE AUF 62 (61) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR SAFRAN AUF 152 (140) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR SCHNEIDER ELECTRIC AUF 133 (131) EUR – ‚SELL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR VOLVO B AUF 311 (290) SEK – ‚CONVICTION BUY LIST‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR IBERDROLA AUF 12 (11,30) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR SANTANDER AUF 3,50 (3,30) EUR – ‚HOLD‘

– JEFFERIES STARTET AALBERTS MIT ‚BUY‘ – ZIEL 72 EUR

– JPMORGAN HEBT SEGRO PLC AUF ‚OVERWEIGHT‘ (NEUTRAL) – ZIEL 1450 (1310) PENCE

– MORGAN STANLEY HEBT SAFRAN AUF ‚EQUAL-WEIGHT‘ (UNDERWEIGHT)

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Richemont, Q3-Umsatz

07:00 NLD: ASML Holding, Jahreszahlen

07:05 DEU: Hypoport, vorläufige Jahreszahlen

08:00 GBR: Burberry, Q3-Umsatz

10:30 DEU: Schott, Bilanz-Pk

11:55 USA: UnitedHealth Group, Q4-Zahlen

12:45 USA: Bank of America, Q4-Zahlen

13:00 USA: Fastenal, Q4-Zahlen

13:00 USA: Procter & Gamble, Q2-Zahlen

13:30 USA: Morgan Stanley, Q4-Zahlen

22:10 USA: Alcoa, Q4-Zahlen

22:30 USA: United Airlines, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: U.S. Bancorp, Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 GBR: Verbraucherpreise 12/21

08:00 GBR: Erzeugerpreise 12/21

08:00 DEU: Verbraucherpreise 12/21 (endgültig)

10:00 EUR: EZB Leistungsbilanz 11/21

12:00 IRL: Verbraucherpreise 12/21

14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 12/21

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Online-Mediengespräch von ImmoScout24 zu Entwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt

09:00 DEU: Pk des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zum „Managerinnen-Barometer 2022“

11:00 DEU: Urteil des Europäischen Gerichts zu Folgen der Reduzierung der Bußgelder gegen Deutsche Telekom und Slovak Telekom

11:00 DEU: Vorstellung des Konjunkturbarometers Agribusiness in Deutschland 2022

DEU: Abschluss Hybrider Handelsblatt Energie-Gipfel

CHE: „The Davos Agenda“ – Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums (3. Tag) – u.a. mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

+ 1300 Bundeskanzler Olaf Scholz

+ 1300 «Navigating the Energy Transition»

+ 1600 «Latin America Outlook» u.a. mit Kolumbiens Präsident Ivan Duque

+ 1745 «Accelerating and Scaling Up Climate Innovation» u.a. mit Bill Gates und John Kerry

FRA: Plenarsitzung des Europäischen Parlaments mit Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum französischen Ratsvorsitz

NOR/DEU: Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre zu Gast in Berlin

22:00 USA: Pressekonferenz US-Präsident Joe Biden

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

08.00 Uhr

Deutschland

Verbraucherpreise Dezember

Monatsvergleich +0,5 +0,5*

Jahresvergleich +5,3 +5,3*

Verbraucherpreise HVPI Dezember

Monatsvergleich +0,3 +0,3*

Jahresvergleich +5,7 +5,7

10.00 Uhr

Eurozone

EZB-Leistungsbilanz November (Mrd Euro) — 18,1

GROSSBRITANNIEN

08.00 Uhr

Verbraucherpreise Dezember

Monatsvergleich +0,3 +0,7

Jahresvergleich +5,2 +5,1

USA

14.30 Uhr

Baugenehmigungen Dezember

Monatsvergleich -0,7 +3,9

Baubeginne Dezember

Monatsvergleich -1,7 +11,8

Redaktion onvista / dpa-AFX