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Vorbörse: Wall Street und Italien drücken die Stimmung – Dax gibt wieder ab

onvista

Nach dem Stabilisierungsversuch vom Vortag dürfte sich der Daxam Mittwoch zunächst wieder nach unten bewegen: Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn ein Drittelprozent tiefer auf 11 433 Punkte.

Vorbörse: Wall Street und Italien drücken die Stimmung – Dax gibt wieder ab

An der Wall endete eine wechselvolle Sitzung mit weiteren Verlusten. Im Fokus stand dabei vor allem der im freien Fall befindliche Ölpreis. In der Nacht ließ dann die italienische Regierung die Frist der EU verstreichen und rückt entgegen der Forderung Brüssels nicht von ihren Schuldenplänen im kommenden Jahr ab.

„Der schnellste Richter über den italienischen Haushalt ist nicht die EU, sondern die Börse“, kommentierte dies Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. „An den Kreditaufschlägen für Italien ist abzulesen, was die Anleger vom Vorgehen Roms halten.“

Wirtschaftsdaten aus China fielen derweil durchwachsen aus. An den chinesischen Börsen ging es am Morgen etwas abwärts.

USA: – SCHWÄCHER – Der Dow Jones Industrial  hat sich am Dienstag nur mit wenig Überzeugung gegen den jüngsten Abwärtstrend gestemmt. Folgerichtig stand zum Schluss des Handels ein Minus zu Buche. Zuvor hatte der Index mehrmals einen kleinen Ausflug in die Pluszone gewagt, war aber jedes Mal schnell wieder zurückgeschreckt. Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit hätten im Verlauf an Strahlkraft verloren, sagten Marktteilnehmer. Zudem habe der deutliche Ölpreisrückgang belastet.

ASIEN: – UNEINHEITLICH – Durchwachsene Konjunkturdaten aus China haben zur Wochenmitte die Aktienbörsen des Landes belastet. Zudem standen die Ölpreise weiter unter Druck. Während Industrie und Investitionen positiv überraschten, enttäuschte der Einzelhandel. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands fiel zuletzt um fast 1 Prozent. Die japanischen Börsen schafften derweil kurz vor Handelsende knapp den Sprung in die Gewinnzone.

DEVISEN: – BREXIT UND ITALIEN AUSGEBLENDET- Der Kurs des Euro hat sich am Mittwochmorgen weiter stabilisiert. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1296 US-Dollar gehandelt. Anfang der Woche war der Euro noch unter Druck geraten, am Montagabend war der Kurs zeitweise bis auf 1,1216 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2017.

Der Eurokurs wird neben makroökonomischen Daten aktuell durch zwei große politische Themen bestimmt: der Haushaltsstreit mit Italien und der Brexit. Der Streit zwischen der EU-Kommission und der Regierung in Rom steht vor der Eskalation. Bei den Brexit-Verhandlungen soll es hingegen laut britischen Angaben einen Durchbruch gegeben haben. Von der Europäischen Union gibt es hierzu allerdings noch keine Bestätigung. Heute Nachmittag trifft sich das britische Kabinett, um über den Entwurf des Austrittsabkommens zu entscheiden.

Auf der Terminseite werden vor allem erste Daten aus Deutschland und der Eurozone zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im Fokus stehen. Am frühen Nachmittag könnten außerdem Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA für Bewegung am Devisenmarkt sorgen.

Euro/USD 1,1293 0,07%

USD/Yen 113,88 0,09%

Euro/Yen 128,60 0,16%

 ROHÖL: – WEITER ABWÄRTS – Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Nach starken Verlusten am Vortag gaben die Notierungen am Morgen aber nur noch vergleichsweise leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 65,12 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 47 Cent auf 55,22 Dollar.

Am Vortag war der US-Ölpreis in der Spitze um etwa sieben Prozent eingebrochen. Dies ist der stärkste Verlust innerhalb eines Tages seit mehr als drei Jahren. Marktbeobachter erklärten den starken Preisrückgang mit der jüngsten Nachfrageprognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec).

In dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht rechnet das Kartell im kommenden Jahr mit einer Nachfrage nach Opec-Öl in einem Volumen von etwa 31,5 Millionen Barrel pro Tag. Im Vergleich zu einer zwei Monate alten Prognose ist dies ein Rückgang um 500 000 Barrel pro Tag. Außerdem liegt das in der aktuellen Prognose angegebene Volumen etwa 1,4 Millionen Barrel unter der derzeitigen Fördermenge. Zuvor hatte Opec-Generalsektretär Mohammad Barkindo von der Notwendigkeit einer Kürzung der Fördermenge gesprochen. Das zunehmende Angebot von Förderländern außerhalb des Kartells beginne „alarmierende“ Züge anzunehmen, sagte Barkindo.

Seit Beginn des Monats sind die Ölpreise auf Talfahrt. Als Ursache gilt die Sanktionspolitik der USA gegen das Opec-Land Iran. Zunächst waren die Ölpreise mit der Aussicht auf die US-Sanktionen noch stark gestiegen. Dann setzte allerdings eine Gegenbewegung ein, nachdem klar wurde, dass die US-Regierung zahlreichen Staaten Ausnahmeregelungen für Öllieferungen aus dem Iran zugestanden hatte.

Brent 65,14 -0,33 USD

WTI 55,26 -0,43 USD

UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR BAYER AUF 90 (100) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR STRÖER AUF 67 (69) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BERENBERG BELÄSST LANXESS AUF ‚SELL‘ – ZIEL 55,00 EUR

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR RHÖN-KLINIKUM AUF 23,50 (27,75) EUR – ‚HOLD‘

– BERNSTEIN SENKT ZIEL FÜR BAYER AUF 88 (90) EUR – ‚OUTPERFORM‘

CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR BAYER AUF 77 (95) EUR – ‚OUTPERFORM‘

CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR DIALOG SEMI AUF 31 (32,50) EUR – ‚OUTPERFORM‘

DEUTSCHE BANK HEBT ZIEL FÜR SIEMENS HEALTHINEERS AUF 38 (37) EUR – ‚HOLD‘

DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR BAYER AUF 125 (127) EUR – ‚BUY‘

– DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR CONTINENTAL AG AUF 180 (190) EUR – ‚BUY‘

– DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR UNIPER AUF 28 (29) EUR – ‚BUY‘

HSBC HEBT ZIEL FÜR HANNOVER RÜCK AUF 112 (105) EUR – ‚REDUCE‘

HSBC SENKT THYSSENKRUPP AUF ‚HOLD‘ (BUY) – ZIEL 19 (27) EUR

HSBC SENKT ZIEL FÜR TALANX AUF 38 (40,20) EUR – ‚BUY‘

– KEPLER CHEUVREUX HEBT LUFTHANSA AUF ‚HOLD‘ (REDUCE) – ZIEL 19,30 EUR

– WDH/BAADER BANK HEBT METRO AG AUF ‚HOLD‘ (SELL) – ZIEL 14,50 (10,00) EUR

– WDH/JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR MORPHOSYS AUF 120 (110) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– WDH/LBBW SENKT ZIEL FÜR ELRINGKLINGER AUF 8,00 (11,00) EUR – ‚HALTEN‘

– WDH/WARBURG RESEARCH HEBT AAREAL BANK AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 37,90 (41,00) EUR

– CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR AMS AUF 35 (40) CHF – ‚NEUTRAL‘

– CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR STMICRO AUF 20 (20,50) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR AMS AUF 50 (60) CHF – ‚BUY‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 440 (450) DKK – ‚NEUTRAL‘

 TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 CH: Baloise Q3 Statement07:00 D: RWE Q3-Zahlen07:00 D: Leoni Q3-Zahlen (endgültig)07:00 D: Merck KGaA Q3-Zahlen (Call 9.30 h)07:00 NL: Shop Apotheke Q3-Zahlen (endgültig)07:00 D: Deutsche Wohnen Q3-Zahlen07:00 L: Corestate Capital Q3-Zahlen07:30 D: Zooplus Q3-Zahlen (endgültig)07:30 D: Bechtle Q3-Zahlen07:30 D: Wirecard Q3-Zahlen (endgültig) (Call 13.00 h)07:30 D: Adler Real Estate Q3-Zahlen07:30 D: Indus Holding Q3-Zahlen07:30 D: Salzgitter Q3-Zahlen07:30 D: MLP Q3-Zahlen (Call 10.00 h)07:30 D: Sixt Leasing Q3-Zahlen07:30 A: Raiffeisen International Q3-Zahlen07:30 D: Eon Q3-Zahlen (Call 8.30 h)07:30 F: Alstom Halbjahreszahlen08:00 DK: A.P. Moller-Maersk Q3-Zahlen09:00 D: BMW Absatz 10/1810:00 D: Philip Morris Pk zu Zahlen und Daten von IQOS18:00 D: Deutsche Euroshop Q3-Zahlen

19:00 D: Linde Q3-Zahlen22:05 USA: Cisco Systems Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Borussia Dortmund Q1-ZahlenD: Tele Columbus Q3-ZahlenD: Leifheit Q3-ZahlenD: Biotest Q3-ZahlenD: Patrizia Immobilien Q3-ZahlenD: ProSiebenSat.1 Capital Markets DayE: ACS Q3-ZahlenI: Pirelli Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

D: Bundeswirtschaftsministerium Monatsbericht 11/1800:50 J: BIP Q3/18 (vorläufig)03:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 10/1803:00 CHN: Industrieproduktion 10/1805:30 J: Kapazitätsauslastung 09/1805:30 J: Industrieproduktion 09/18 (endgültig)08:00 RO: BIP Q3/18 (vorab)08:00 FIN: Verbraucherpreise 10/1808:00 D: BIP Q3/18 (vorab)08:45 F: Verbraucherpreise 10/18 (endgültig)09:00 CZ: BIP Q3/18 (vorab)09:00 E: Verbraucherpreise 10/18 (endgültig)09:30 NL: BIP Q3/18 (vorläufig)10:00 PL: Verbraucherpreise 10/18 (endgültig)10:00 PL: BIP Q3/18 (vorläufig)10:30 GB: Verbraucherpreise 10/1810:30 GB: Erzeugerpreise 10/1811:00 EU: BIP Q3/18 (vorläufig)11:00 EU: Beschäftigung Q3/18 (vorläufig)11:00 D: Bundesbank Pk zur Vorstellung Finanzstabilitätsbericht 2018 mit Prof. Dr. Claudia Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, und Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank11:30 D: Anleihen Laufzeit: 30 Jahre Volumen: 1,5 Mrd EUR14:30 USA: Realeinkommen 10/1814:30 USA: Verbraucherpreise 10/18

Onvista/dpaAFX

Foto: Pavel Ignatov

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