Vorbörse: Zunehmende Spannung mit China lassen US-Technologiewerte zittern – Dax deutlich tiefer erwartet

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Vorbörse: Zunehmende Spannung mit China lassen US-Technologiewerte zittern – Dax deutlich tiefer erwartet

DEUTSCHLAND: – DEUTLICHE VERLUSTE ERWARTET – Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag wegen schwacher Vorgaben aus den Vereinigten Staaten mit einem deutlichen Minus in den Handel starten. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor dem Xetra-Start auf 12.562 Punkte und damit 1,86 Prozent unter dem Montagsschluss. Damit würde der deutsche Leitindex seine Gewinne vom Montag wieder komplett abgeben und auch wieder unter das Niveau vom Ausklang der vergangenen Woche fallen. Händler begründeten die erwarteten Verluste mit der Schwäche der US-Börse und hier vor allem der Technologietitel am Vorabend. Die US-Märkte litten unter gestiegenen Corona-Sorgen und Spannungen mit China.

USA: – SORGEN ÜBERWIEGEN – Spannungen mit China haben am Montag an den US-Aktienmärkte die zunächst gute Stimmung der Anleger kräftig abgekühlt. Nach deutlichen Anstiegen endeten die wichtigsten Indizes teilweise erheblich tiefer. Auf die Stimmung drückte, dass die US-Regierung nun auch formell Chinas weitgehende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer zurückweist. Pekings Ansprüche auf die Rohstoffe im Großteil des Meeresgebiets seien „völlig gesetzeswidrig“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo. Das gleiche gelte für die Kampagne der Einschüchterung anderer asiatischer Anrainerstaaten. Der Dow Jones Industrial legte nach einem Anstieg um zeitweise mehr als 2 Prozent am Ende des Handelstages nur noch um 0,04 Prozent zu.

ASIEN: – KURSVERLUSTE – Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Dienstag nach dem freundlichen Wochenauftakt schwächer tendiert. Die Spannungen zwischen den USA und China drückten auf die Stimmung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büßte zuletzt 0,94 Prozent ein. In China sank der CSI 300  mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um 1,11 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong gab um 1,44 Prozent nach.

DAX 12799,97 1,32%

XDAX 12560,60 -1,21%

EuroSTOXX 50 3350,00 1,63%

Stoxx50 3059,71 0,89%

DJIA 26085,80 0,04%

S&P 500 3155,22 -0,94%

NASDAQ 100 10602,21 -2,16%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 176,05 0,01%

DEVISEN: – KAUM BEWEGUNG – Der Euro hat sich am Dienstag im frühen Handel nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1345 US-Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1329 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern hat sich der Dollar nach einer Kursschwäche in den vergangenen Handelstagen stabilisiert. Die amerikanische Währung wurde wieder etwas stärker als sicherer Anlagehafen angesteuert, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und China zuletzt verstärkt hatten.

Die US-Regierung hatte chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen. Außerdem hat sich die Entwicklung der Corona-Krise in den USA erneut zugespitzt. Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen wurden im wichtigen Bundesstaat Kalifornien viele Lockerungen der Corona-Auflagen rückgängig gemacht.

Im weiteren Handelsverlauf ist wieder mit stärkeren Impulse am Devisenmarkt zu rechnen. Auf dem Programm stehen einige wichtige Konjunkturdaten. Unter anderem werden Kennzahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone, zur Konjunkturerwartung in Deutschland und zur Preisentwicklung in den USA veröffentlicht.

Euro/USD 1,1345 0,01%

USD/Yen 107,26 -0,04%

Euro/Yen 121,68 -0,05%

ROHÖL: – WEITER SCHWACH – Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken und haben damit an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,91 US-Dollar. Das waren 81 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 87 Cent auf 39,23 Dollar.

Am Markt wurde auf eine trübe Anlegerstimmung an führenden Börsen verwiesen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und China zuletzt verstärkt hatten. Im Zuge der allgemeinen Kursverluste gerieten auch die Ölpreise unter Druck.

Die US-Regierung hatte chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen. Außerdem hat sich die Corona-Krise in den USA erneut zugespitzt. Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen wurden im wichtigen Bundesstaat Kalifornien viele Lockerungen der Auflagen rückgängig gemacht.

Darüber hinaus werden die Ölpreise weiter durch Spekulationen auf die künftige Förderpolitik wichtiger Ölstaaten belastet, die in der sogenannten „Opec+ zusammengefasst sind. Zuletzt hat es Hinweise gegeben, dass die Staaten der Opec+ beginnen könnten, die aktuell geltende Förderbeschränkung wieder ein Stück weit aufzuweichen.

Brent 41,82 -0,90 USD

WTI 39,14 -0,98 USD

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR AIRBUS AUF 69 (68) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR K+S AUF 4,50 (4,20) EUR – ‚SELL‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR BASF AUF 56 (53) EUR – ‚MARKET-PERFORM‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR EVONIK AUF 33 (32) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR SYMRISE AUF 95 (80) EUR – ‚MARKET-PERFORM‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR COMMERZBANK AUF 4,40 (3,90) EUR – ‚HOLD‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR SALZGITTER AUF 10 (9,50) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR THYSSENKRUPP AUF 5,50 (6) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR PEPSICO AUF 152 (150) USD – ‚CONVICTION BUY LIST‘

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR ANALOG DEVICES AUF 150 (130) USD – ‚OUTPERFORM‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR AIR LIQUIDE AUF 153 (146) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR AKZO NOBEL AUF 92 (89) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR GIVAUDAN AUF 2760 (2410) CHF – ‚UNDERPERFORM‘

– GOLDMAN HEBT SKF AB AUF ‚BUY‘ (SELL) – ZIEL 214 (111) SEK

– GOLDMAN SENKT HSBC AUF ‚BUY‘ (CONVICTION BUY LIST) – ZIEL 565 (695) PENCE

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BARCLAYS AUF 135 (150) PENCE – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR LLOYDS AUF 29 (32) PENCE – ‚SELL‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR ARCELORMITTAL AUF 9 (8,50) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR TELEFONICA SA AUF 3,70 (4,60) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

RBC HEBT ZIEL FÜR ABB AUF 20 (18,50) CHF – ‚SECTOR PERFORM‘

RBC HEBT ZIEL FÜR SCHNEIDER ELECTRIC AUF 95 (90) EUR – ‚OUTPERFORM‘

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Gerresheimer, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 28. Kalenderwoche

10:00 DEU: Continental, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: CropEnergies, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: Centrotherm, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: Koenig & Bauer AG, Hauptversammlung (online)

12:45 USA: J.P. Morgan Chase & Co, Q2-Zahlen

13:00 USA: Fastenal, Q2-Zahlen

13:50 USA: Wells Fargo, Q2-Zahlen

14:00 USA: Citigroup Inc, Q2-Zahlen

19:00 AUT: Telekom Austria, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

CHN: Handelsbilanz 06/20

POL: Zentralbank Zinsentscheid

06:30 JPN: Industrieproduktion 05/20 (endgültig)

06:30 JPN: Kapazitätsauslastung 05/20

07:00 FIN: Verbraucherpreise 06/20

08:00 GBR: Industrieproduktion 05/20

08:00 GBR: Handelsbilanz non-EU 05/20

08:00 DEU: Verbraucherpreise 06/20 (endgültig)

09:00 ESP: Verbraucherpreise 06/20 (endgültig)

11:00 EUR: Industrieproduktion 05/20

11:00 EUR: ZEW-Konjunkturerwartungen 07/20

14:30 USA: Verbraucherpreise 06/20

14:30 USA: Realeinkommen 06/20

20:30 USA: Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, hält eine Rede

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) stellt Studie zur Vorstandsvergütung vor

DEU: Auftakt der zweitägigen Hannover Messe Digital Days

15:00 DEU: Landgericht verkündet Entscheidung über die Klage der Wettbewerbszentrale gegen Tesla wegen „Autopilot“-Werbung

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

08.00 Uhr

Deutschland

Verbraucherpreise HVPI Juni

Monatsvergleich +0,7 +0,7

Jahresvergleich +0,8 +0,8

Verbraucherpreise Juni

Monatsvergleich +0,6 +0,6*

Jahresvergleich +0,9 +0,9*

09.00 Uhr

Spanien

Verbraucherpreise HVPI Juni

Monatsvergleich +0,4 +0,4*

Jahresvergleich -0,3 -0,3*

11.00 Uhr

Eurozone

Industrieproduktion Mai

Monatsvergleich +15,0 -17,1

Jahresvergleich -18,9 -28,0

11.00 Uhr

Deutschland

ZEW-Umfrage Juli (Punkte)

Erwartungen 60,0 63,4

Aktuelle Lage -65,0 -83,1

VEREINIGTES KÖNIGREICH

08.00 Uhr

BIP, Mai

Monatsvergleich +5,5 -20,4

Industrieproduktion, Mai

Monatsvergleich +6,5 -20,3

USA

14.30 Uhr

Verbraucherpreise, Juni

Monatsvergleich +0,5 -0,1

Jahresvergleich +0,6 +0,1

Kernrate

Redaktion onvista / dpa-AFX

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