Wall Street: Unruhen werden verdrängt – Nur Tech-Werte haben einen schwereren Stand

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Die US-Aktienindizes haben im frühen Dienstagshandel überwiegend im positiven Terrain notiert. Standardwerte bauten ihr Vortagesplus dabei deutlicher aus als Technologiewerte, die zuletzt gar leicht ins Minus rutschten.

Wall Street: Unruhen werden verdrängt – Nur Tech-Werte haben einen schwereren Stand

So gewann der Leitindex Dow Jones Industrial in der ersten Handelsstunde 0,64 Prozent auf 25 638,07 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,30 Prozent auf 3.064,98 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 indes sank um 0,07 Prozent auf 9.592,52 Punkte.

Die Anleger würden derzeit abwägen, hieß es am Markt. Einerseits werde auf die Erleichterung in Asien und Europa angesichts zunehmender Öffnungen von Volkswirtschaften nach der Corona-Krise sowie der zahlreichen wirtschaftlichen Hilfspakete geschaut. Andererseits bereiteten die Unruhen in den USA Sorgen, hieß es von Händlern.

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz haben die Unruhen weiter zugenommen, weshalb US-Präsident Trump am Montagabend notfalls die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte der Regierung angekündigt hatte.

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„Der Hauptfokus scheint aber einmal mehr auf den längerfristigen Perspektiven der weltweiten Lockerungsmaßnahmen zu liegen“, sagte Michael Hewson, Analyst bei CMC Markets.

Unter den Einzelwerten gewannen im vorderen Dow-Feld die Papiere der Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron zwischen eineinhalb und zwei Prozent. Die Ölpreise bauten ihre Gewinne etwas weiter aus, was Händler auf die Hoffnung auf eine zeitliche Ausweitung der bislang beschlossenen Produktionskürzungen zurückführten. Die im Verbund Opec+ zusammengefassten Förderstaaten hatten sich im April darauf verständigt, im Mai und Juni die tägliche Rohölproduktion zu reduzieren. Diese Regelung könnte nun nach Angaben von Insidern der Opec+ um einen Monat verlängert werden.

Anleger ohne Skrupel greifen zu

Angesichts der Unruhen in vielen Städten der USA und der Drohung von Präsident Trump mit einem Militäreinsatz legten auch Anteile von US-Waffenherstellern zu. American Outdoor Brands sprangen um fast zehn Prozent hoch. Sturm Ruger & Co sowie Vista Outdoor gewannen jeweils mehr als sechs Prozent.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: robert cicchetti / Shutterstock.com

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