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WDH: Bekümmerte Brauer sehen keine Trendwende in Deutschland

dpa-AFX

(Im 1. Satz des 2. Absatzes wurde der Name des Hauptgeschäftsführers berichtigt: Ebbertz rpt Ebbertz)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Braubranche sieht auch nach gestiegenem Absatz im vergangenen Jahr keine Rückkehr zu alten bierseligen Zeiten. Bundesweit sei der Bierabsatz 2018 trotz Fußball-WM und guten Wetters nur um 458 000 Hektoliter gestiegen, sagte Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbunds, am Mittwoch in München. Das entspricht einem Plus von einem halben Prozent oder gut 90 Millionen 0,5-Liter-Flaschen. Übertragen auf die deutsche Bevölkerung ist das ein bescheidener Anstieg des Pro-Kopf-Konsums von etwas mehr als einem halben Liter im ganzen Jahr, wie der Chef der Münchner Schneider Weisse Brauerei vorrechnete.

Bundesweites Rekordjahr sei 1976 mit einem Pro-Kopf-Bierverbrauch von 151 Litern gewesen, sagte Hauptgeschäftsführer Lothar Ebbertz. Derzeit seien es noch 101 bis 102 Liter - ein Minus von einem Drittel oder gut 100 Halbliterflaschen. "In den 1970er und 1980er Jahren haben wir den leichten Rückgang des Pro-Kopf-Konsums noch gar nicht so gemerkt, weil die Babyboomer ins trinkfähige Alter gekommen sind und den Verlust leicht weggehauen haben", sagte Ebbertz.

Dementsprechend gibt es einen starken Strukturwandel unter den Brauereien. Deren Gesamtzahl nimmt zwar seit einigen Jahren wieder zu

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- aber nur, weil viele Mikrobrauereien gegründet wurden, die teures

Craft Beer produzieren. 2018 gab es laut Bayerischem Brauerbund 1539 "Braustätten" in der Bundesrepublik, 266 mehr als 1997. "Der Zuwachs erfolgt ausschließlich im Bereich der Klein- und Kleinstbrauereien", sagte Ebbertz. Es dominieren die Großen: "70 Prozent der Brauereien produzieren 0,9 Prozent des Biers." Bayern hält mit 652 Brauereien nach wie vor den bundesweiten Spitzenplatz./cho/DP/jha

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