Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

WDH/RATING: S&P senkt Kreditbewertung Italiens - Nur zwei Stufen über 'Ramsch'

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditbewertung des Euro-Krisenlandes Italien wegen der schwachen Aussichten für die weitere konjunkturelle Entwicklung gesenkt. Das Rating werde von 'BBB+'auf 'BBB' gesetzt, teilte S&P am Dienstag mit. Damit liegt die Kreditbewertung nur noch zwei Stufen über dem sogenannten 'Ramsch-Niveau', mit dem gemeinhin spekulative Anlagen gekennzeichnet werden. Außerdem setzte die Agentur den Ausblick auf 'negativ', so dass in den kommenden Monaten weitere Herabstufungen möglich sind.

Nach Einschätzung der Experten von S&P haben sich die Aussichten für die italienische Wirtschaft zuletzt weiter verschlechtert. Die Wirtschaftsleistung sei im ersten Quartal weiter gesunken und sie befinde sich derzeit unverändert in einem Abschwung. S&P senkte daraufhin die Prognose für das italienische Bruttoinlandsprodukt. Die Experten gehen im laufenden Jahr von einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 1,9 Prozent aus, nachdem sie zuvor nur einen Rückgang um 1,4 Prozent erwartet hatten.

Ein weiteres Problem sehen die S&P-Experten in den vergleichsweise hohen Zinsen, die italienische Firmen für Kredite zahlen müssen. Insgesamt wird die Verschuldung des Landes auf einem gefährlich hohen Niveau verharren, so die Einschätzung. S&P geht davon aus, dass der Anteil der öffentlichen Verschuldung am Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahresende bei 129 Prozent liegen wird.

Mit der neuen Bewertung hat sich S&P den Urteilen anderer führender Agenturen teilweise angepasst. Bei Moody's hat Italien ebenfalls ein Rating, das zwei Stufen über dem Ramsch-Niveau liegt. Bei Fitch liegt das Rating weiterhin noch drei Stufen über Ramsch./jkr/he

Weitere News

Anzeige
weitere News
Expertenprofil
dpa-AFX

Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

CitiFirst Blog

Derivate-Wissen

Mit Kapitalschutz in den "DAX" investieren?

Mit Garantiezertifikaten können Sie ohne Kursrisiko in den "DAX" investieren.

Erfahren Sie mehr zu Garantie-Zertifikaten