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Weltweit Vorletzter: Für Mischfonds müssen die Deutschen besonders hohe Gebühren bezahlen

Fundresearch

Die Deutschen mögen bei Investmentfonds vor allem Mischfonds. Im Unterschied zu reinen Aktien- oder Anleihefonds mischen sie die beiden Anlageklassen und wollen so das Chance-Risiko-Verhältnis verbessern. Bei den Kosten allerdings schneidet der Standort Deutschland sehr schlecht ab. Das zumindest legt eine Studie des Finanzdienstes Morningstar mit dem Namen "Global Investor Experience (GIE)" nahe, für die er die Kosten von Fonds in 26 Ländern weltweit untersucht hat.

Deutschland findet sich darin bei den Mischfonds auf dem vorletzten Platz wieder, nur in Kanada muss noch mehr bezahlt werden. "Besonders krass schlagen die Mischfonds ins Kontor, die in Deutschland aufgelegt wurden. In der Lieblingsfonds-Kategorie der Investoren in Deutschland sind die Kosten besonders hoch. Im vermögensgewichteten Median fallen für Mischfonds deutscher Provenienz Kosten von 1,80 Prozent an", so die Studie. Zum Vergleich: In den USA ist es am günstigsten, dort fallen nur 0,60 Prozent Kosten an, in den zweitplatzieren Niederlanden 0,64 Prozent.

Insgesamt erhält der Fondsstandort Deutschland von Morningstar nur die Note "unterdurchschnittlich". Das liegt neben den hohen Kosten auch am Vertrieb: "Ungünstig auf die Deutschland-Note wirkte sich die Vertriebspraxis aus. In Deutschland mindern typischerweise eine Kombination aus Ausgabeaufschlägen und Vertriebsfolge-Provisionen (Kickbacks) die Anlegerrendite."

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