Wirecard: Aktie kratzt nach Softbank-Einstieg am März-Zwischenhoch

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Der Einstieg des japanischen Technologie-Investors Softbank beim deutschen Zahlungsabwickler Wirecard hat dessen Aktien am Mittwoch kräftigen Auftrieb gegeben. Aktuell legen sie als Favorit im leicht vorrückenden Dax um knapp 9 Prozent auf 134 Euro zu.

Wirecard: Aktie kratzt nach Softbank-Einstieg am März-Zwischenhoch

Technische Signale sehen gut aus

Auch charttechnisch erhalten die Wirecard-Papiere wieder Unterstützung. Die viel beachtete exponentielle 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt und derzeit bei 130,60 Euro verläuft, haben sie mit dem Kurszuwachs übersprungen. Das diesjährige Zwischenhoch aus der ersten Märzhälfte bei 136,50 Euro rückt nun wieder zunehmend näher. Ein Sprung darüber könnte weitere Kräfte freisetzen.

Wirecard 5-Tageschart (Xetra)

Wirecard stand zuletzt mehrfach wegen negativer Berichten der „Financial Times“ über Gesetzesverstöße und Leerverkaufsattacken enorm unter Druck. Im Tief war der Kurs im Februar bis auf 86 Euro eingebrochen.

Softbank bietet Wirecard neue Möglichkeiten

Mit Softbank hat der Konzern nun einen renommierten Technologie-Investor als Ankeraktionär gewonnen. Sie wollen zudem künftig auch zusammenarbeiten. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Softbank-Partner wie Alibaba und Uber bedeuten bei ohnehin schon starken Wachstumsaussichten von Wirecard weiteres Potenzial, sagte ein Börsianer.

Am Vortag hatten die Wirecard-Anteile nach anfänglich kräftigen Kursverlusten doch noch deutlich höher geschlossen. Das Ende des Leerverkaufsverbots, das die Finanzaufsicht Bafin ausgesprochen hatte, war am Markt zunächst skeptisch gesehen worden, denn Spekulanten können nun wieder auf fallende Kurse wetten.

Ende des Leerverkaufsverbots hat keinen Schrecken mehr

Einige hätten Angst gehabt, dass nach dem Auslaufen des Verbots die Aktie wieder fallen könnte, aber nun bilde die Aktie technisch betrachtet einen Boden aus, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Nachricht über den Einstieg von Softbank dürfte eine mögliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung auch aus fundamentaler Sicht untermauern, erwartet er.

Auch Analyst Knut Woller von der Baader Bank wertet den Softbank-Einstieg bei Wirecard und die vereinbarte strategische Partnerschaft klar positiv. Japan und Südkorea seien im Grunde noch weiße Flecken auf der Landkarte von Wirecard gewesen. In diesen beiden Ländern könne der Dax-Konzern nun mit seinen Produkten vorankommen. Seine starke Umsatzdynamik dürfte Wirecard beibehalten, wenn nicht sogar beschleunigen.

(onvista/dpa-AFX)

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Titelfoto: Travis Wolfe / Shutterstock.com

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