Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

Wirecard-Aktie: Wieso zum Teufel rudert der Zahlungsdienstleister ausgerechnet hier zurück?!

Fool.de
Wirecard-Aktie: Wieso zum Teufel rudert der Zahlungsdienstleister ausgerechnet hier zurück?!

Die Aktie von Wirecard möchte in diesem Jahr wohl wieder angreifen. Rein kurstechnisch soll mithilfe der Prüfergebnisse der Wirtschaftsprüfer von KPMG der Turnaround angestoßen werden. Das Wachstum soll gleichzeitig deutlich zweistellig bleiben, was unterm Strich erstmalig zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Milliardenhöhe führen soll.

Neben dem normalen Kundenwachstum hat der Zahlungsdienstleister dabei angekündigt, das Privatkundengeschäft in den Fokus zu rücken, davon jedoch wieder ein kleines bisschen zurückgerudert. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zu den aktuellen Meldungen wissen sollten.

Limit für Zinsen eingeführt

Wie aufmerksame Investoren der vergangenen Wochen und Monate mit Sicherheit wissen, hat ein wesentlicher Schritt im Privatkundenbereich in letzter Zeit für reichlich Aufsehen gesorgt. Wirecard hat schließlich angekündigt, im Rahmen seiner Privatkunden-App boon Planet Zinsen zahlen zu wollen. 0,75 % p. a. sollte es dabei auf das Guthaben geben, was gerade in Zeiten der Null- beziehungsweise neuerdings auch Negativzinsen wie ein disruptives Geschäftsmodell erschien.

Knock-Outs zur Wirecard Aktie

Kurserwartung
Wirecard-Aktie wird steigen
Wirecard-Aktie wird fallen
Höhe des Hebels
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Nun scheint der Zahlungsdienstleister hier zumindest quantitativ ein wenig zurückgerudert zu sein. Wie das Unternehmens- und Technologienachrichtenportal it-times berichtet, habe man die unbeschränkte Verzinsung des Guthabens aufgehoben. Demnach gelte dieses Lockangebot nur noch für die ersten 10.000 Euro, die man innerhalb der Finanz-App führe, was einer Limitierung gleichkommt.

Wie das besagte Nachrichtenportal dabei hervorhebt, grenzt der Zahlungsdienstleister sogar noch vor dem Start der App dieses Angebot ein. Gewiss ein bemerkenswerter Schritt, bei dem der DAX-Konzern nun auf die Bremse tritt, was jedoch einige Gründe haben könnte. Oder unterm Strich womöglich auch halb so wild sein könnte.

Das Angebot bleibt weiterhin konkurrenzlos

Die derzeitigen Konditionen von Wirecard bleiben schließlich konkurrenzlos. Auf Tages- oder auch Festgeld zumindest eine zeitlich unbegrenzte Rendite von 0,75 % p. a. zu bekommen, und wenn es bloß auf die ersten 10.000 Euro ist, grenzt in den aktuellen Zinszeiten an ein Wunder. Viele Sparer dürften sogar froh sein, wenn ihre Bank noch keine Negativzinsen auf die Einlagen erhebt, womit Wirecard noch immer ein starkes Angebot besitzt.

Möglicherweise wappnet sich der DAX-Konzern mit einer solchen Maßnahme sogar gegen ein zu teures und zugleich beliebtes Angebot. Gerade zum Neujahr haben schließlich einige Banken weitere Strafzinsen eingeführt, was Sparer womöglich auf die Suche nach Alternativen Ausschau halten lässt. Ein derart attraktives Angebot könnte dabei natürlich relevant sein.

Mit der Beschränkung auf die ersten 10.000 Euro könnte Wirecard dabei sicherstellen, dass dieses Lockangebot kein kostenintensives Experiment wird. Auch der Zahlungsdienstleister muss die Zinsen schließlich zahlen und wird eigentlich auf maximalen Kundenfang aus sein. Wenn jemand mit gewaltigen Geldbeträgen dieses Angebot lediglich nutzt, um sein Geld zu parken und zu verzinsen, könnte dieses Vorhaben möglicherweise zu teuer werden.

Ein logischer Schritt

In meinen Augen ist der Schritt, dieses Angebot zu limitieren, daher bloß logisch. Womöglich hätte das bereits im Vorfeld auf die ersten 10.000 Euro geschehen sollen. Allerdings handelt es sich hierbei noch immer um einen vergleichsweise hohen Betrag, der künftig in dieser Finanz-App eine Rendite abwerfen kann.

Wirecard könnte entsprechend vor einem starken Wachstum um Privatkundenbereich stehen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die ersten Zahlen im Nachgang dieser Einführung wohl aussehen werden.

Ist das die „nächste Netflix“?

Zurzeit nimmt ein Trend Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming. Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen.

Wir möchten dir gerne alle Einzelheiten über dieses Unternehmen an die Hand geben. Klick hier für weitere Informationen zu der Aktie, von denen wir glauben, dass sie von diesem Trend profitieren wird… und die die „nächste Netflix“ werden könnte. Fordere unseren neuen kostenlosen Spezialreport „Die Gaming-Industrie steht vor einem neuen Schub - Das ist unsere Top-Empfehlung“ jetzt an!

Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

Foto: Getty Images

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu Wirecard Aktie

  • 140,60 EUR
  • +4,45%
24.01.2020, 17:35, Xetra

onvista Analyzer zu Wirecard

Wirecard auf übergewichten gestuft
kaufen
86
halten
29
verkaufen
1
74% der Analysen der letzten 6 Monate prognostizieren einen steigenden Aktienkurs von durchschnittlich 139,80 €.
alle Analysen zu Wirecard
Weitere Fool.de-News
alle Artikel anzeigen

Zugehörige Derivate auf Wirecard (28.637)

Derivate-Wissen

Sie möchten die Aktie günstiger erwerben?

Mit Discount-Zertifikaten können Sie die Aktie zu einem niedrigeren Preis erwerben.

Erfahren Sie mehr zu Discount-Zertifikaten