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Wirecard: Ein Tag, 3 Kaufempfehlungen, Kursziele zwischen 200 und 230 Euro und was macht die Aktie? – Sie liegt im Minus!

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Wirecard: Ein Tag, 3 Kaufempfehlungen, Kursziele zwischen 200 und 230 Euro und was macht die Aktie? – Sie liegt im Minus!

Gleich drei namhafte Adressen haben heute ihre Analysen zu Wirecard aktualisiert. Alle kommen zu dem selben Ergebnis: Die Aktie ist ein Kauf! Die Anleger scheinen das allerdings heute mal wieder anders zu sehen. Nachdem das Papier des Bezahldienstleisters aus Aschhein am Mittwoch zu den stärksten Werten im Dax gehörte, dreht heute mal wieder der Wind. Mit einem Minus von rund 1,7 Prozent gehören die Wirecard-Titel heute zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex. Das Goldman Sachs den Dax-Konzern von seiner „Conviction Buy List“ gestrichen hat, gibt heute wohl den Ausschlag.

Votum lauten weiterhin „kaufen“

Die amerikanische Investmentbank hat die Anteilsscheine des Zahlungsabwicklers am Donnerstag von ihrer Liste der besonders attraktiven Anlageideen -„Conviction Buy List“- gestrichen. Analyst Mohammed Moawalla begründete diesen Schritt mit attraktiveren Investmentchancen innerhalb dieser Branche. Er blieb aber dennoch bei einer positiven Empfehlung mit „Buy“ und bei seiner Einschätzung, dass der Zahlungsabwickler besser als die Branche insgesamt abschneiden werde. Das Kursziel blieb mit 230 Euro ebenfalls bestehen.

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Deutsche Bank rät ebenfalls zum Kauf

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Wirecard nach dem Kapitalmarkttag in New York ebenfalls aktualisiert. Die Experten aus Frankfurt kommen zu dem selben Votum wie Goldman Sachs – nämlich „Buy“. Das Kursziel wurde bei 200 Euro belassen. Der Zahlungsabwickler habe kühne Ambitionen, schrieb Analystin Nooshin Nejati in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Wie von ihr erwartet, habe der Dax-Konzern den Ausblick für 2025 angehoben. Mit dieser Meinung sind Goldman Sachs und die Deutsche Bank nicht allein. Auch Warburg rät den Anlegern auf die Aktie zu setzen.

Kursziel 230 Euro

Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Wirecard nach dem Kapitalmarkttag des Zahlungsabwicklers auf „Buy“ mit einem Kursziel von 230 Euro belassen. Innovationen trieben das Wachstum weiter an, schrieb Analyst Marius Fuhrberg in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Der Anlagehintergrund sei vollständig intakt.

Dax-Aufstieg keine Erfolgsgeschichte

Viele Anleger würden sich mit Sicherheit wünschen, dass Wirecard nie in den Dax augestiegen wäre. Seit der Mitgliedschaft in der höchsten deutschen Börsenliga hat die rasante Geschichte von Wirecard ein jähes Ende gefunden. In der Spitze hat sich die Aktie seit ihrer Mitgliedschaft im deutschen Leitindex halbiert. Mit einem Kurs von etwas mehr als 192 Euro machte Wirecard den Sprung in den den Dax. Nach den Attacken der Financial Times ging es dann runter bis auf 96 Euro. Und so richtig erholt hat sich die Aktie davon nicht.

Chart Wirecard seit Dax-Aufstieg

Wirecard ist ein beliebtes Opfer – 70 Prozent Verlust bei erster Short-Attacke

Die Anschuldigungen der Financial Times waren nicht der erste Angriff auf das Geschäftsmodell von Wirecard. Im Sommer 2008 gab es die erste Short-Attacke gegen den Bezahldienstleister aus Aschheim. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) warf dem Unternehmen falsche bzw. irreführende Bilanzierung vor. Die Aktie verlor in der Folge 70 Prozent an Wert. Ein Sondergutachten für das Geschäftsjahr 2007 räumte mit diesen Vorwürfen auf und später wurde bekannt, dass Mitglieder der SdK über Differenzkontrakte auf fallende Kurse vor Bekanntmachung der Bilanzdefizite spekuliert hatten.

Im April 2010 sackte das Papier um mehr als 30 Prozent ab. Hintergrund war eine Falschmeldung des Nachrichtendienstes Goldman, Morgenstern & Partners (GoMoPa). Dieser hatte berichtet, dass der in den USA wegen illegalen Online-Glücksspiels verhaftete Deutsche Michael Schütt in einem Geständnis Wirecard schwer belastet habe. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht leitete zwar eine Ermittlung ein, die aber zu keinem Ergebnis führte.

Ende Februar 2016 folgte der nächste Angriff auf den Kurs von Wirecard. Das bis dahin unbekannte Analysehaus Zatarra Research & Investigation veröffentlichte eine „Hochglanz-Annalyse“ und warf Wirecard illegale Praktiken vor. Wieder reagierte die Aktie mit heftigen Kursverlusten. Dabei hatte Zatarra in der Analyse betont Short-Positionen auf Wirecard zu besitzen. Trotzdem verfehlte die Analyse ihre Wirkung nicht.

Fast genau zwei Jahre später legte dann die Financial Times los. Mit einem Bericht zu bilanziellen Unregelmäßigkeiten bei einer Tochterfirma in Singapur begann das Spektakel. Die „FT“ erhob Vorwürfe, Wirecard dementierte. Auch im diesem Fall konnte Wirecard letztendlich keine großartige Verfehlung bewiesen werden und die Aschheimer revanchierten sich, wie schon fast gewohnt, mit einer Klage gegen die veröffentlichten Vorwürfe.

Chart Wirecard seit 1. Januar 2019

Vertrauen ist noch nicht komplett da

Obwohl Wirecard wöchentlich neue Kooperationen veröffentlicht und die Analysten-Gemeinde überwiegend lobende Worte für den Bezahldienstleister findet, kommt der Kurs immer noch nicht wieder auf das Niveau vor der Berichterstattung der Financial Times. Immer wenn die Anlger das Risiko wieder scheuen, dann gehört Wirecard zu den ersten Werten, die aus dem Depot fliegen. Es dürfte daher noch ein Weilchen dauern, bis die Anleger den Aschheimern wieder mehr vertrauen und die Aktie den Kurszielen bei 200 Euro ein gutes Stück näherkommt.

Von Markus Weingran

Foto: Anton Garin / Shutterstock.com

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