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Wirecard: Langfristig hui, kurzfristig „alles beim Alten“ ++ Nordex: Kommt jetzt ein Übernahmeangebot von Großaktionär Acconia?++ Qiagen: Chef und Umsatzprognose sind Geschichte

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Wirecard: Langfristig hui, kurzfristig „alles beim Alten“ ++ Nordex: Kommt jetzt ein Übernahmeangebot von Großaktionär Acconia?++ Qiagen: Chef und Umsatzprognose sind Geschichte

Die Anleger an der Wall Street bleiben kurz vor Beginn der neuen Handelsgespräche lieber in Deckung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits Montag berichtete, hält sich hartnäckig die Vermutung, dass China einem umfassenden Handelsabkommen mit den USA offenbar zunehmend zögerlich und widerwillig gegenüber stehe. Zu diesem Gerücht passt auch die Nachricht, dass die USA ihre schwarze Liste mit chinesischen Unternehmen kurz vor den Gesprächen erweitert haben.

USA erhöhen den Druck auf China

Die Vereinigten Staaten haben 28 chinesische Unternehmen und Regierungsorganisationen wegen des Vorgehens gegen die Uiguren und andere muslimische Minderheiten auf eine schwarze Liste gesetzt.

Die USA würde die „brutale Unterdrückung ethnischer Minderheiten in China“ nicht tolerieren, sagte US-Handelsminister Wilbur Ross am Montag (Ortszeit) in Washington. Betroffen ist beispielsweise die Firma Hikvision, die sich selbst als weltweit größten Hersteller von Video-Überwachungssystemen bezeichnet und einen Börsenwert von etwa 42 Milliarden Dollar hat. Die Aktien des amerikanischen Chip-Hersteller Ambarella, der Hikvision zu seinen Kunden zählt, brachen daraufhin zweistellig ein.

Unternehmen auf der „Schwarzen Liste“ ist es untersagt, Produkte oder Komponenten ohne Zustimmung der US-Regierung an amerikanische Firmen zu verkaufen. Zuletzt hatte das Handelsministerium im August neben weiteren Unternehmen auch Huawei Technologies auf die Liste gesetzt. Dies schadete neben Huawai auch vielen US-Zulieferern, deren Absatz vom weltweit größten Telekommunikationsunternehmen abhängig ist.

Trump wegen Syrien-Entscheidung am Pranger

Mit dem überraschenden Abzug amerikanischer Soldaten aus Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump eine Welle der Empörung ausgelöst. Auch und gerade aus den Reihen von Trumps Republikanern kam ungewöhnlich heftige Kritik. Führende Republikaner warfen Trump vor, die Kurdenmilizen in Nordsyrien im Stich zu lassen und damit ihr Leben angesichts einer erwarteten Militäroffensive der Türken aufs Spiel zu setzen. Die Entscheidung sei ein großer Fehler. Trump verteidigte seinen Vorstoß und drohte zugleich der türkischen Regierung mit schweren Konsequenzen, sollte sie inhuman handeln. Ankara bekräftigte, für eine Operation in Nordsyrien bereit zu sein.

Seit langem wird eine Militäroffensive Ankaras in Nordsyrien erwartet. Das Weiße Haus hatte am Sonntag mitgeteilt, amerikanische Streitkräfte würden sich daran nicht beteiligen und künftig nicht mehr „in der unmittelbaren Region sein“. Am Montagmorgen begannen US-Soldaten dann nach Angaben der von Kurdenmilizen dominierten Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) mit dem Abzug aus dem Gebiet.

Mal positive Konjunkturdaten

Die deutsche Industrie hat sich im August nach dem den jüngsten Produktionsrückgang wieder gefangen. Die Gesamtherstellung sei im Monatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Zuvor war die Produktion in den Monaten Juli und Juni jeweils gesunken.

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten mit einer Stagnation der Fertigung im Monatsvergleich gerechnet. Außerdem war der Produktionsdämpfer im Juli weniger stark als bisher gedacht. Das Bundesamt revidierte den Rückgang von zuvor 0,6 auf nur noch 0,4 Prozent.

Im Jahresvergleich schrumpfte die Herstellung in den Industriebetrieben im August um 4,0 Prozent. In dieser Betrachtung ist dies der zehnte Rückschlag in Folge. Als Hauptgründe für die Flaute in der stark vom Export abhängigen deutschen Industrie gelten die schwächere Weltwirtschaft und internationale Handelskonflikte.

Dax wird auch wieder vorsichtiger

Nachdem es vorbörslich noch nach einer weiteren Erholung aussah, scheint die Anleger ein mögliches Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und China doch zu beunruhigen. Der deutsche Leitindex startet mit 12.092,22 Punkten und den Handelstag – ein Minus von 0,04 Prozent.

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Wirecard: Reichen die Langfristziele für neue Fantasie?

Der boomende Online-Handel stimmt den Zahlungsdienstanbieter Wirecard zuversichtlicher. Bis 2025 soll der Konzernumsatz auf mehr als zwölf Milliarden Euro und der Betriebsgewinn (Ebitda) auf mehr als 3,8 Milliarden Euro steigen, wie Wirecard am Dienstag vor einem Kapitalmarkttag mitteilte. Grundlage dafür soll ein Wachstum der abgewickelten Transaktionen auf mehr als 810 Milliarden Euro im Jahr 2025 sein. Bislang hatte sich der Konzern aus Aschheim bei München im Rahmen seiner „Vision 2025“ einen Konzernumsatz von mehr als zehn Milliarden Euro, einen Betriebsgewinn von mehr als 3,3 Milliarden Euro sowie ein Transaktionsvolumen von mehr als 710 Milliarden vorgenommen.

Die Anleger feiern die Aktie für die Anhebung der Langfristziele zwar nicht überschwänglich, trotzdem kann sich die Aktie des Bezahldienstleisters heute in einem schwachen Marktumfeld an die Spitze im Dax setzen.

Neue Kooperation ebenfalls verkündet

Wirecardund SES-imagotag, ein weltweit führender Anbieter von digitalen Lösungen für den stationären Einzelhandel, treiben gemeinsam das reibungslose mobile Bezahlen in Geschäften voran. Damit bieten die beiden Partner eine einzigartige In-Store-Lösung, um das Einkaufserlebnis im Laden zu verbessern.

Mit der neu entwickelten „Pay to Tag“-Lösung wird die mobile Zahlungsplattform von Wirecard automatisch auf allen Cloudbasierten IoT-Preisschildern von SES-imagotag integriert. Die Shopper erwartet dadurch ein reibungsloses Einkaufserlebnis in Geschäften ohne lange Wartezeiten an der Kasse sowie ein einfaches Einlösen von E-Coupons mit sofortiger Geld-zurück-Option. Während Verbraucher dadurch Zeit und Geld im stationären Einzelhandel sparen, können Marken gleichzeitig das Marketing am Verkaufsort effizienter gestalten.

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Nordex: Kommt jetzt ein Übernahme-Angebot?

Nordex hat heute eine 10 prozentige Kapitalerhöhung durch Privatplatzierung an die Ankeraktionärin Acciona durchgeführt und 99 Millionen Euro neues Eigenkapital aufgenommen. Der Anteil von Acciona dürfte so über 30 Prozent steigen. Bislang halten die Spanier 29,9 Prozent an Nordex. Acciona müsste dann ein Pflichangebot an alle Nordex-Aktionäre abgeben. Alternativ könnte der Konzern ein befreiendes freiwilliges Übernahmeangebot vorlegen. In beiden Fällen würde der Vorstand von Nordex die jeweiligen Angebotsunterlagen prüfen und dann eine begründete Stellungnahme abgeben.

Laut der Pressemitteilung ist die Kapitalerhöhung ist Teil des Wachstumspfads der Gesellschaft für 2020 und darüber hinaus und dient der weiteren Stärkung der Kapitalstruktur. Das erwartete Wachstum wird hauptsächlich von der anhaltenden Nachfrage nach der Delta4000-Plattform getragen und spiegelt sich in einem Gesamtauftragsbestand von mehr als 7 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2019 wider. Seit der Einführung im Jahr 2018 wurde das Delta4000-Portfolio um fünf Turbinenvarianten erweitert, die für unterschiedlichste Anforderungen weltweit geeignet sind. Die Kapitalerhöhung vermittelt zusätzliches Eigenkapital, um das starke Auftragsmomentum bedienen zu können.

Kurz & knapp:

Qiagen: Das Gendiagnostik- und Biotechnologieunternehmen verkündete am späten Montagabend nicht nur den Abgang seines Chefs sondern senkte auch seine Umsatzprognose für das dritte Quartal und kündigte Restrukturierungskosten an. Peer Schatz habe dem Unternehmen seinen Rücktritt von der Firmenspitze mitgeteilt, hieß es in einer von mehreren in Venlo verbreiteten Mitteilungen. Der Aufsichtsrat beginne jetzt die Suche nach einem ständigen Vorstandschef. In der Zwischenzeit werde der für das Geschäftsfeld Molekulardiagnostik zuständige Thierry Bernard vorübergehend die Stelle von Schatz einnehmen.

Uniper: Fortum will weitere Anteile des Düsseldorfer Energieunternehmens kaufen. Die Finnen haben sich mit den Investoren Elliott und Knight Vinke über eine Übernahme von deren Anteilen geeinigt. Das teilte Fortum am Dienstag in Espoo mit. Für rund 20,5 Prozent der Uniper-Anteile will Fortum rund 2,3 Milliarden Euro zahlen. Damit würde der Großaktionär mehr als 70 Prozent an Uniper halten. Die Behörden in Russland und den USA müssen der Übernahme allerdings noch zustimmen.

Samsung: Wegen fallender Chip-Preise erwartet der südkoreanische Technologieriese das vierte Quartal in Folge einen Rückgang des operativen Gewinns. Der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern aus Südkorea teilte am Dienstag in seinem Ergebnisausblick für das dritte Quartal 2019 mit, der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 7,7 Billionen Won (etwa 5,9 Milliarden Euro) sinken. Dennoch lagen die Zahlen über den Markterwartungen. Die Aktien gewannen zuletzt etwas mehr als ein Prozent hinzu. Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um 5,3 Prozent auf 62 Billionen Won. Genaue Geschäftszahlen legt der Konzern wie üblich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

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