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Wirecard legt erneut was oben drauf ++ Henkel zwackt was ab ++ Cevian will Einfluss auf Thyssenkrupp erhöhen

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Wirecard legt erneut was oben drauf ++ Henkel zwackt was ab ++ Cevian will Einfluss auf Thyssenkrupp erhöhen

Aller guten Dinge sind drei. Nachdem der DAX in den ersten beiden Tagen der Woche jeweils sein Plus zu Handelsbeginn nicht halten konnte, könnte der Tag heute anders verlaufen. Nach dem Kursrutsch am Dienstag startet der deutsche Leitindex leicht optimistischer in den Handel. Er liegt 0,29 Prozent im Plus bei 12.193,09 Punkten. Obwohl es gute Gründe für etwas mehr Zuversicht an den Märkten gibt, ist die heutige Gegenbewegung noch recht zaghaft.

Katar springt der Türkei wohl zur Seite und plant 15 Milliarden Dollar am Bosporus zu investieren. Zudem wollen die USA und China noch im August einen neuen Anlauf zur Lösung des Handelsstreits nehmen. Eine chinesische Delegation werde dazu Ende des Monats auf Einladung der Amerikaner in die USA fliegen, teilte das Handelsministerium in Peking mit.

Vielleicht werden die Anleger im Laufe des Tages ja mutiger und heben den DAX auf ein höheres Niveau. Bei Wirecard wird nach den Halbjahres-Zahlen weiter zugegriffen. Die Aktie liegt über 5 Prozent im Plus. Allerdings ist der Bezahldienstleister noch nicht im deutschen Leitindex.

DAX-Kandidat überzeugt weiter

Wirecard hat es schon wieder getan und abermalig den Jahresausblick erhöht. Der Spezialist für den elektronischen Zahlungsverkehr profitiert weiter vom Online-Shoppingboom. Das Management erwartet 2018 nun beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) einen Wert zwischen 530 und 560 Millionen Euro. Das obere Ende der Spanne liegt etwas über der durchschnittlichen Analystenschätzung. Auch mittelfristig gibt sich das Unternehmen beim Umsatz optimistischer als bisher.

Der Ausblick unterstreiche, wie gut die Geschäfte von Wirecard liefen, sagte ein Börsianer. Der Konzern bietet Händlern die Abwicklung von Zahlungen an und kooperiert unter anderem mit Visa und Google. Gut laufende Geschäfte dank des boomenden Online-Handels treiben die Papiere schon lange an. Alleine in diesem Jahr summiert sich das Kursplus bisher auf 73 Prozent. Seit Ende 2016 hat sich der Wert der Aktien vervierfacht.

Rückenwind liefert zudem der wahrscheinliche Aufstieg in die erste Börsenliga Dax, wenn die Zusammensetzung des deutschen Leitindex im September überprüft wird. Wirecard ist an der Börse derzeit mehr als 20 Milliarden Euro und liegt damit auf Augenhöhe mit der Deutschen Bank. Ihren Platz räumen im Dax müsste allerdings nach aktuellem Stand die Commerzbank, die es auf einen Börsenwert von etwas mehr als 10 Milliarden Euro bringt.

Henkel hat einen Fleck auf der Weste

Der Persil-Hersteller bekommt Gegenwind vom starken Euro und den gestiegenen Rohstoffpreisen. Seine Prognose für das Gesamtjahr passte der Dax-Konzern daher heute an:

Weiterhin dürfte der Umsatz 2018 aus eigener Kraft zwar um 2 bis 4 Prozent zulegen. Dafür wird aber das bereinigte Ergebnis je Aktie voraussichtlich nur noch um 3 bis 6 Prozent und nicht mehr wie bisher erwartet um 5 bis 8 Prozent zulegen. Bei der operativen Marge traut sich Henkel auch dank guter Kostenkontrolle nun einen Wert von 18 Prozent zu. Bislang wurden über 17,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Währungseffekte lasteten auch auf dem zweiten Quartal. So stieg der Umsatz zwischen April und Juni um 0,9 Prozent auf 5,14 Milliarden Euro. Organisch also ohne Währungen und den Effekt aus Zu- und Verkäufen belief sich das Plus auf 3,5 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um 1,8 Prozent auf 926 Millionen Euro zu und die entsprechende Marge auf 18 Prozent. Das bereinigte EPS verbesserte sich um 1,9 Prozent auf 1,58 Euro. Beim Ergebnis verfehlte der Konzern die Markterwartungen, beim Umsatz lag er darüber.

Den Anleger sind mit dem Zahlenwerk allerdings nicht zufrieden und schicken die Aktie auf Talfahrt.

Kurz & knapp:

Thyssenkrupp: Beim Industriekonzern will Cevian laut einem Pressebericht seinen Einfluss ausweiten. Der schwedische Finanzinvestor strebe dazu einen zweiten Sitz im Aufsichtsrat an, berichtet heute die „Börsen-Zeitung“ unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen aus dem engen Umfeld des Kontrollgremiums. Voraussichtlich zur nächsten Hauptversammlung des Industriekonzerns im Januar 2019 werde Cevian einen zweiten Vertreter einbringen.

Sixt: Der Mobilitätsdienstleister hat das beste erste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte verzeichnet. Sixt profitierte in den ersten sechs Monaten 2018 und vor allem im saisonal stärkeren zweiten Quartal im In- und Ausland und über alle Kundengruppen hinweg von einer weiter wachsenden Nachfrage. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) entwickelte sich dabei deutlich überproportional zum Umsatz. Es konnte inklusive des im ersten Quartal vereinnahmten Ertrags aus dem Verkauf der Beteiligung an DriveNow auf 326,9 Mio. Euro mehr als verdreifacht werden.

Aumann: Der Automobilzulieferer blickt zufrieden auf die ersten 6 Monate des Jahres zurück. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr auf 133,4 Millionen Euro nach 98 Millionen Euro ein Jahr zuvor, was einem Plus von 36,2 Prozent entspricht. Das wachstumsstarke E-Mobility-Segment verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatzzuwachs von 81,5 Prozent auf 48,8 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im 1. Halbjahr 2018 weiter auf 15,6 Millionen Euro und lag damit 26,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 12,3 Millionen Euro. Mit diesem Ergebnis befindet sich Aumann aktuell deutlich im oberen Bereich ihrer Prognoseerwartung für das laufende Geschäftsjahr.

Von Markus Weingran / dpaAFX

Foto: ricochet64 / Shutterstock.com

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