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Wirecard: Nächster Nackenschlag – Analyst verliert den Glauben an das Unternehmen und stuft auf „Sell“

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Wirecard: Nächster Nackenschlag – Analyst verliert den Glauben an das Unternehmen und stuft auf „Sell“

Die Aktie des Bezahldienstleisters hat kein leichtes Leben. In dieser Woche gab es schon wieder zwei Artikel aus renommierten Quellen zu verarbeiten. Anfang der Woche berichtete die Financial Times das Wirecard den Kontakt zu dem in Singapur beurlaubten Mitarbeiter verloren hätte und dann vermeldete das Handelsblatt Donnerstagabend, dass sich Ermittlungen der Behörden in Singapur mittlerweile auch auf eine Tochterfirma in Indien erstrecken.

Wirecard zwar hat den „FT-Bericht“, wie gewohnt, dementiert und die Ausweitung der Ermittlungen auf Indien als „nicht neu und bereits widerlegt“ runtergespielt, allerdings scheint das den Anlegern heute nicht mehr zu reichen. Zudem hat auch der erste Analyst die Geduld mit dem Mobile-Payment-Spezialisten aus Aschheim wohl endgültig verloren und sowohl Kursziel als auch Empfehlung gesenkt.

Citigroup sagt verkaufen

Die US-Bank hat Wirecard angesichts der Vorwürfe in diversen Presseberichten gegen das Unternehmen von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 144 auf 100 Euro gesenkt. Sein Blick auf Wirecard sei nun deutlich vorsichtiger geworden, schrieb Analyst Josh Levin in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er geht davon aus, dass der Markt angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit den Vorwürfen die im Business Modell immanenten Risiken nun höher einkalkuliert. Deswegen stufte er die Aktie jetzt ab. Auch wenn die Dementis von Wirecard gegen die angeblichen Bilanzunregelmäßigkeiten in Teilen des Asien-Geschäfts „robust“ gewesen seien, scheint eine zeitnahe Lösung nicht in Sicht.

Kepler Cheuzvreuz geht ebenfalls etwas auf Distanz.

Die Einstufung für Wirecard wird zwar auf „Buy“ belassen und auch an dem bisherigen Kursziel von 225 Euro wird nicht noch nicht gerüttelt, allerdings fliegt die Aktie aus den „German Top Picks“.

Experten werden misstrauischer

Bislang waren die vielen positiven Analysten-Studien ein guter Rückhalt für das Wirecard-Papier. Die meisten Experten sehen immer noch Kursziele rund um die Marke von 200 Euro. Nach dem heutigen Rücksetzer hätte die Aktie damit immer noch das Potenzial sich zu annähernd zu verdoppeln. Sollte diese Fantasie jetzt Analyse für Analyse weichen, dann könnte auch ohne negative Berichterstattung eine schwere Zeit auf die Wirecard-Aktie zukommen.

Von Markus Weingran

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Bild: Denys Prykhodov / Shutterstock.com

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