Zahl der Erwerbstätigen sinkt erstmals seit mehr als zehn Jahren

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist im April wegen der Corona-Krise erstmals seit mehr als zehn Jahren gesunken.

44,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland waren erwerbstätig - das ist ein Rückgang von 210.000 oder 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Damit entwickelte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr erstmals seit März 2010 rückläufig", wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Vormonat März hatte es noch ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent gegeben.

"Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ab der zweiten Märzhälfte haben sich mittlerweile deutlich auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt", betonte das Statistikamt. Wegen der restriktiven Maßnahmen mussten viele Geschäfte, Restaurants und Fabriken schließen. "Normalerweise steigt die Erwerbstätigkeit im April eines Jahres im Zuge der üblichen Frühjahrsbelebung kräftig an", so das Statistikamt. Diese fiel diesmal wegen der Corona-Krise aus.

Auch im Vergleich zum Vormonat sank die Erwerbstätigenzahl. Saisonbereinigt - also nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen - nahm sie um 271.000 oder 0,6 Prozent ab.

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