Festgeld-Vergleich 2020: Trotz Niedrigzinsen Geld anlegen. So geht’s mit dem Festgeldkonto!

Wenn es um die Sicherheit geht, gehören Festgelder zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Über die Laufzeit ist der Zins garantiert. Umso wichtiger ist es, die Festgeldangebote der Banken zu vergleichen.

Festgeld - gut zu wissen

  • In Zeiten volatiler Märkte sind Festgeldkonten eine sehr gute Alternative, um Geld sicher anzulegen
  • Früher galt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Festgeldzins. Heute sind es oft mittelfristige Laufzeiten ab 3 Monate bis hin zu 5 Jahre
  • Wer Geld auf einem Festgeldkonto parkt sollte sicher gehen, während der Laufzeit nicht darauf angewiesen zu sein. Wählen Sie im Zweifel besser eine kürzere Laufzeit für mehr Flexibilität

Ausführliche Informationen zum Festgeld finden Sie weiter unten.

Schnellübersicht Festgeldkonto mit ausgewählten Laufzeiten und den entsprechenden Zinssätzen:

Annahme: Anlagebetrag = 15.000 Euro; n.a. = not available (Stand: November 2020). Werbung:

Zinssatz p.a. (eff.)LaufzeitenEinlagensicherungBank / RatingAktionAnbieter
0,50 %3 MonateBelgienaion / n.a.Bis zu 125 Euro StartguthabenZum Anbieter (via Zinspilot)
0,63 %6 MonateBelgienaion / n.a.Bis zu 125 Euro StartguthabenZum Anbieter (via Zinspilot)
1,00 %1 JahrTschechienJ&T Banka / dürftige BonitätBis zu 50 Euro WillkommensprämieZum Anbieter (via weltsparen)
1,27 %2 Jahre PortugalBanco BAI Europa / n.a.Bis zu 50 Euro WillkommensprämieZum Anbieter (via weltsparen)
1,40 %3 JahrePortugalBanco BAI Europa / n.a.Bis zu 50 Euro WillkommensprämieZum Anbieter (via weltsparen)
1,50 %5 JahreLettlandRietumu Bank / n.a.Bis zu 125 Euro StartguthabenZum Anbieter (via Zinspilot)

Für eine größere Auswahl an Produkten nutzen Sie gerne unseren detaillierten Festgeld-Vergleich. Übrigens: Derzeit erhalten Sie für Tagesgelder mit 6 Monate Zinsgarantie sehr ähnliche Zinsen bei voller Flexibilität. Schauen Sie hier im Tagesgeld-Ratgeber.

Hossain Mosharaf

Alles wissenswerte zum Thema Festgeld haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt.

Im Überblick:  

  • Welche Punkte sprechen für ein Festgeld? 
  • Auf was Sie beim Festgeld-Vergleich achten sollten 
  • Festgeld eröffnen. So einfach geht's
  • Welchen Zins bekomme ich aufs Festgeld?
  • Wie sicher sind Festgelder?
  • Wie funktionieren Festgelder bei Weltsparen oder Zinspilot?
  • Was ist besser: Festgeld, Tagesgeld oder Aktien?
  • Welche Steuern müssen Sie auf Festgeldzinsen zahlen?
  • Sonstige Fragen und Antworten rund ums Festgeld

Welche Punkte sprechen für ein Festgeld?

Sie möchten Geld sicher über eine feste Zeitspanne zu einem fixen Zinssatz anlegen? Dann könnten Festgelder genau die richtige Anlage für Sie sein. Auf einem Festgeldkonto legen Sie Ihre Mittel für eine vorab vereinbarte Laufzeit an. Sie können dabei aus verschiedenen Laufzeiten auswählen. Auf das Guthaben schreibt Ihnen die Bank die vereinbarten Zinsen gut. Vorzeitige Kündigungen oder Verfügungen von Festgeldkonten sind im Normalfall nicht möglich, es sei denn, es handelt sich um ein sogenanntes Flexgeld (siehe auch: Was ist der Unterschied zwischen einem Festgeld und einem Flexgeld?).

Auf einem Festgeldkonto erhalten Sie für eine fix vereinbarte Laufzeit einen über den gesamten Zeitraum garantierten Zins.

Nur in bestimmten Ausnahmen dulden Banken bei einer Festgeldanlage eine vorzeitige Auszahlungen (siehe auch: Sind vorzeitige Verfügungen beim Festgeld möglich?). Festgelder sind daher nicht ganz so flexibel wie Tagesgeldkonten. Dafür erhalten Sie Zinserträge, die in der Regel höher sind als die Zinsen auf andere Bankeinlagen, wie zum Beispiel auf Tagesgelder oder Sparkonten. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Zins ist für die gesamte Laufzeit des Festgeldes garantiert. Ein plötzlicher „Zinsschwund“ ist während der Laufzeit also ausgeschlossen. 

Zum Festgeldvergleich

Auf was Sie beim Festgeld-Vergleich achten sollten

Festgeldanlagen gibt es bei nahezu jeder Bank und Sparkasse. Hinzu kommen die zahlreichen Angebote von Online-Banken, ausländischen Instituten und Anlageplattformen. Mit einem Satz: Die Auswahl ist riesig. Wer den Durchblick behalten möchte, sollte sich regelmäßig die Zeit für einen Festgeldvergleich nehmen. Denn die Konditionen unterscheiden sich zum Teil sehr deutlich. Folgenden Fragen sollten Sie dabei besondere Beachtung schenken: 

  1. Wie hoch ist der Zins? 
  2. Für welche Laufzeit gilt der Zins? 
  3. Für welchen Anlagebetrag gilt der Zins (Mindest- und Maximaleinlage)? 
  4. Ist die Kontoführung über kostenloses Online-Banking möglich? 
  5. Ist das Guthaben über eine Einlagensicherung geschützt? 

Festgeld eröffnen. So einfach geht's

Wer ein Festgeld anlegen will, muss dazu ein entsprechendes Festgeldkonto eröffnen. Das geht vergleichsweise unproblematisch. Bei Neukunden ist lediglich eine Legitimationsprüfung erforderlich, das heißt, der Anleger muss sich beim Bankmitarbeiter über einen gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Handelt es sich beim Anbieter um eine Direkt- beziehungsweise eine Online-Bank, so erfolgt die Legitimationsprüfung in der Regel über zwei Wege: dem Post-Ident- oder dem Video-Ident-Verfahren.

Denkbar einfach: Angebote vergleichen, Antrag stellen und Legitimation durch Post- oder Video-Ident durchführen - fertig!

Beim Post-Ident-Verfahren wird zunächst auf der Internetseite der Direktbank der Kontoeröffnungsantrag ausgefüllt, den der Anleger dann direkt ausdrucken kann oder per Mail zugesandt bekommt. Dieser Kontoeröffnungsantrag wird im Anschluss bei der nächsten Postfiliale mit einem gültigen Ausweisdokument vorgelegt und durch den Postmitarbeiter legitimiert.

Noch schneller ist ein Festgeld über das Video-Ident-Verfahren eröffnet. Alles was es dazu braucht ist ein internetfähiges Endgerät mit Webcam (PC, Laptop oder Smartphone) und eine stabile Onlineverbindung. Die Legitimation erfolgt nach Ausfüllen des Online-Kontoeröffnungsantrags über eine Videoübertragung, bei der der Kunde durch einen geschulten Ansprechpartner aufgefordert wird, ein gültiges Ausweisdokument in die Webcam zu halten. Nach erfolgter Prüfung erhält der Kunde noch einen Sicherheitscode oder eine Transaktionsnummer (TAN) per SMS oder Mail übermittelt, der in das entsprechende Online-Formular eingegeben wird – und schon ist das Konto eröffnet. Bei manchen Banken wird der Sicherheitscode bzw. die TAN auch per Briefpost zugesandt.

Wie Festgeldvergleiche zeigen, bieten die meisten Online-Institute beide Verfahren an. 

Zum Festgeldvergleich

Welchen Zins bekomme ich aufs Festgeld?

Die Höhe des Festgeld-Zinses hängt vom jeweiligen Anbieter ab und kann sehr unterschiedlich sein. Wo es den jeweils aktuell besten Zins auf ein Festgeld gibt, lässt sich also nicht pauschal sagen. Deshalb ist ein in regelmäßigen Abständen wiederkehrender Vergleich der Festgeldangebote nach Laufzeit und Anlagebetrag empfehlenswert. Grundsätzlich sind es aber vier Faktoren, an denen sich die Höhe des Festgeldzinses orientiert beziehungsweise ableitet:

  • die Höhe der Geldmarktzinsen (allgemeines Zinsniveau) 
  • die Laufzeit des Festgelds 
  • die Höhe des Anlagebetrags 
  • die Bonität des Anbieters 

Wie wird der Zins bei Festgeldern berechnet und wann wird er gutgeschrieben?

Die Zinsen auf Festgeldanlagen werden von den Banken üblicherweise als Zins pro Jahr beziehungsweise als Zins p. a. angegeben. Das vereinfacht den Vergleich verschiedener Angebote. Die Berechnung der Zinsen erfolgt in der Regel auf den Tag genau nach der kaufmännischen Zinsformel. 

Zinsertrag = (Anlagesumme x Zinssatz x Anlagedauer in Tagen) / (100 x 360) 

Dazu ein Beispiel: Ein Festgeld über 100.000 Euro mit einer Laufzeit von 3 Monaten (90 Tage) und einem vereinbarten Zins von 0,5 Prozent pro Jahr würde am Laufzeitende einen Zinsertrag von 125 Euro einbringen (125 = [100.000 x 0,5 x 90] / [100 x 360]). 

Die Zinsgutschrift erfolgt im Regelfall bei Fälligkeit des Festgelds. Es gibt aber Ausnahmen, bei denen die Zinsen erst später verbucht werden. So kann bei einem zu Jahresbeginn eröffneten 3-Monats-Festgeld die gesammelte Gutschrift erst zum Jahresende erfolgen. 

Für welchen Anlagebetrag gibt es die besten Zinsen?

Lange Zeit galt bei Festgeldern der Grundsatz: Je höher die Anlagesumme, umso bessere Zinsen räumt die Bank dem Kunden ein. Diese Regel gilt heutzutage nur noch eingeschränkt. Vielfach hat sich dieser Zusammenhang sogar ins Gegenteil verkehrt. Gerade besonders lukrative Festgeldangebote sind häufig dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagesumme auf einen Maximalbetrag begrenzt ist. In diesem Fall kann es Sinn machen, das Anlagevolumen auf mehrere attraktive Festgelder aufzuteilen. Ein Punkt, der auch hinsichtlich des Kriteriums Sicherheit empfehlenswert ist. 

TIPP: Nutzen Sie unseren Schnellvergleich und klicken Sie im Feld der Anlagedauer auf den Pfeil. So erhalten Sie alle Top-Zinsen zu den jeweiligen Laufzeiten direkt angezeigt. 

Wie sicher sind Festgelder?

Festgelder zählen zu den besonders sicheren Anlagen. Zum einen steht die Bank mit ihrem Eigenkapital für das angelegte Guthaben ein. Zum anderen – sollte die Bank in eine finanzielle Notlage geraten – springt innerhalb der Europäischen Union die jeweilige Einlagensicherung des Landes bis zu einem Betrag von mindestens 100.000 Euro pro Kunde und Bank für die Erfüllung der Ansprüche ein.

Einlagen sind bis mind. 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Wer größere Summen anlegen möchte, sollte die Einlagen auf mehrere Banken verteilen.

Bei vielen Banken in Deutschland existiert neben der gesetzlichen Einlagensicherung eine erweiterte (freiwillige) Einlagensicherung. Über diese zusätzlichen Sicherungssysteme sind Einlagen von Privatkunden oft in Millionenhöhe oder sogar unbegrenzt abgesichert. Dennoch ist es empfehlenswert, die gesetzliche Einlagensicherung immer zu beachten. Das heißt, bei einer Bank, egal ob es sich dabei um eine deutsches oder ein Institut innerhalb der EU handelt, sollten nicht mehr als 100.00 Euro angelegt werden. Bei höheren Beträgen ist es sinnvoll, das Geld auf mehrere Institute zu verteilen.

Schnellübersicht: Festgelder mit deutscher Einlagensicherung

Annahme: Anlagebetrag = 25.000 Euro (Stand: November 2020); Werbung

Zinssatz p.a. eff.LaufzeitEinlagensicherungBankAktionZum Anbieter
0,20 %3 MonateDeutschlandUnicreditBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)
0,20 %6 MonateDeutschlandUnicreditBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)
0,60 %1 JahrDeutschlandGrenke BankBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)
0,75 %2 JahreDeutschlandGrenke BankBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)
0,85 %3 JahreDeutschlandGrenke BankBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)
0,95 %5 JahreDeutschlandGrenke BankBis zu 50 Euro Willkommensprämiezum Anbieter (via weltsparen)

Wie funktionieren Festgelder bei Weltsparen oder Zinspilot?

Weltsparen ist ein Online-Anbieter für Spar- und Investmentprodukte. Die Plattform bietet Zugang zu attraktiven und einlagengesicherten Tages- und Festgeldern aus ganz Europa sowie zu global diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolios. Der Vorteil liegt darin, dass Anleger mit nur einer Online-Anmeldung alle Anlagen abschließen und verwalten können. Außerdem sind die enthaltenen Angebote hinsichtlich diverser Kriterien wie der Attraktivität der Zinsen und dem Bestehen einer Einlagensicherung vorselektiert.

Hier geht's zu den Angeboten von Weltsparen*

Weltsparen und Zinspilot funktionieren ähnlich wie ein Depot: einmalig anmelden und die Angebote aller Banken zentral verwalten.

Ähnlich verhält es sich bei Zinspilot. Auch bei dieser Online-Plattform erhalten Anleger mit nur einer Registrierung Kontozugriff auf marktführende Tages- und Festgeldangebote zahlreicher europäischer Banken. Die Kontoeröffnung bei dem jeweiligen Anlagepool ist also genauso einfach wie bei einer hiesigen Bank.

Hier geht's zu den Angeboten von Zinspilot*

Festgeldanlagen bei ausländischen Banken - ist das eine gute Idee?

Wie Festgeldvergleiche zeigen, werden attraktive Festgelder derzeit vor allem von ausländischen Instituten offeriert, meistens über die Anlagepools von Zinspilot* oder Weltsparen*. Geschieht dies über deutsche Tochtergesellschaften, ist das in Regel kein Problem, denn dann unterliegt die Niederlassung der strengen deutschen Bankenaufsicht und es greift die gesetzliche Einlagensicherung. Sie gilt für alle Anbieter mit einer Banklizenz in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Institut und Kunde. Berücksichtigt werden dabei sämtliche Einlagen, die ein Sparer bei einem Kreditinstitut hat.

Für alle EU-Mitgliedstaaten gilt eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Außerhalb der EU ist höchste Vorsicht geboten! 

Auch Einlagen bei Banken aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) sind per EU-Richtlinie durch eine Einlagensicherung garantiert. Sie gilt ebenfalls bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Wie die EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde, kann sich jedoch von Land zu Land unterscheiden. Wer auf Nummer sicher gehen will, verteilt Beträge, die über die 100.000-Euro-Grenze hinausgehen, auf mehrere Banken.

Bei Festgeldern von Banken außerhalb der EU gilt es besondere Sorgfalt walten zu lassen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie sich fragen, wie es um die Bonität des Landes und des Anbieters bestellt ist und ob eine nationale Einlagensicherung besteht. Keine Probleme dürfte es in diesem Zusammenhang zum Beispiel mit norwegischen Banken geben. Das Land gehört zwar nicht der EU an, verfügt aber über eine ausgesprochen hohe Bonität und über ein umfassendes Einlagensicherungssystem. 

Gleichwohl gilt: Wer bei einer ausländischen Bank Festgeld anlegen will, sollte sich stets im Vorfeld detailliert über die jeweiligen Einlagensicherungsmechanismen informieren und beachten Sie zusätzlich die ggfs. durch Wechselkurs entstehenden Risiken.

Was ist besser: Festgeld, Tagesgeld oder Aktien?

Während der Zugriff auf Festgeldguthaben nur bei Fälligkeit möglich ist, kann über die Guthaben von Tagesgeldern jederzeit verfügt werden. Der Punkt Flexibilität geht also ans Tagesgeld. Auf der anderen Seite sind die Zinsen bei Festgeldkonten über die jeweils vereinbarte Laufzeit garantiert, während sich die Zinsen bei Tagesgeldern täglich verändern können. Festgelder bieten daher eine bessere Kalkulationsgrundlage. Wie Zinsvergleiche zeigen, sind die Festgeldzinsen meist höher als die variablen Sätze auf Tagesgelder, da die Bank über die gesamte Laufzeit mit dem angelegten Geld planen kann.

Festgeld und Tagesgeld schließen sich nicht aus, sondern lassen sich ideal kombinieren. Beträge, die der Anleger auf absehbare Zeit nicht benötigt, sollten auf einem attraktiven Festgeldkonto angelegt werden. Für Gelder, über die ad-hoc verfügt werden soll, bieten sich lukrative Tagesgelder an.

Zum Tagesgeldvergleich

Was ist besser: Festgeld oder Aktien?

Ein Kernmerkmal von Festgeldkonten ist die Sicherheit. Das Guthaben unterliegt keinen Kursschwankungen und es gibt immer mindestens den eingesetzten Betrag zurück. Allerdings geht diese Sicherheit zu Lasten der Renditechance. Denn der Ertrag von Festgeldern ist auf die Zinsen begrenzt. 

Festgeld im Portfolio sorgt für Stabilität und Sicherheit 

Bei Aktien hingegen hat der Anleger zwei Ertragsmöglichkeiten: die Vereinnahmung von Dividenden zum einen und die Erzielung von Kursgewinnen zum anderen. Allerdings können Aktien mitunter heftigen Kursschwankungen unterliegen. Viele Bundesbürger meiden daher Aktien oder Aktienfonds. Bei der langfristigen Vermögensanlage, etwa für die Altersvorsorge, ist das allerdings ein Fehler. Die Mittel sollten auf verschiedene Anlageformen gestreut werden. Diversifizierung wird das genannt und funktioniert am einfachsten über die Anlage in Fonds oder ETFs

Aktien sind langfristig, dass haben zahlreiche Untersuchungen gezeigt, die ertragreichste Anlageklasse. Sie sollten in chancenorientierten Portfolios nicht fehlen. Festgeldanlagen eignen sich hingegen perfekt, um in solchen Portfolios die Stabilität zu erhöhen.

Welche Steuern müssen Sie auf Festgeldzinsen zahlen?

In Deutschland unterliegen Kapitalerträge, dazu zählen auch die Zinserträge aufs Festgeld, einer 25-prozentigen Kapitalertragssteuer, zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie einer etwaigen Kirchensteuer. Sie wird im Rahmen der Zinsgutschrift automatisch von der Bank an das Finanzamt abgeführt.

Die gute Nachricht ist: Mit einem Freistellungsauftrag können Sie bei Ihrer Bank Kapitalerträge bis zu 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Ehegatten/Lebenspartner (bei gemeinsamer Veranlagung) von der Steuer freistellen lassen. Diese Freibetragsgrenzen werden auch Sparer-Pauschbeträge genannt.

Zinserträge sind bis 801 Euro (Single) / 1.602 Euro (Paare) steuerfrei. Darüber hinaus gehende Erträge werden mit 25 % Kapitalertragssteuer zzgl. Soli und ggfs. Kirchensteuer angesetzt

Bis zum freigestellten Betrag sind Kapitalerträge steuerfrei. Der Freistellungsauftrag gilt immer für das gesamte Steuerjahr und für alle Konten und Depots bei einer Bank. Bei nachträglicher Erteilung oder Erhöhung des Freistellungsauftrages werden bereits abgeführte Steuern aus dem laufenden Steuerjahr automatisch erstattet, soweit sie durch den Freistellungsauftrag abgedeckt sind.

Sie können Ihren Sparer-Pauschbetrag auf verschiedene Kreditinstitute verteilen. Die gesamte Höhe aller gestellten Freistellungsaufträge ist jedoch auf den gesetzlichen Höchstbetrag (801 Euro bzw. 1.602 Euro) begrenzt. 

Kann ich Festgelder für meine Kinder anlegen und damit Steuern sparen?

Wenn Eltern ein Festgeldkonto für ihr bzw. ihre Kinder eröffnen, dann hat jedes Kind ebenfalls seinen eigenen Freibetrag in Höhe von 801 Euro, vorausgesetzt, es ist als Kontoinhaber eingetragen. Allerdings achtet das Finanzamt sehr streng darauf, dass Geld, das auf Kinderkonten liegt, auch tatsächlich für die Kinder bestimmt ist oder für entsprechende Zwecke verwendet wird. Ansonsten kann der Fiskus einen Missbrauch des Steuervorteils unterstellen.

Zum Festgeldvergleich

Sonstige Fragen und Antworten rund ums Festgeld

Die wichtigsten Fragen zum Thema haben wir bereits ausführlich beantwortet. Nachfolgend ein paar weitere Aspekte auf die Sie achten sollten.

Wo finden Sie die besten Zinsen?

Wo es die attraktivsten Festgeldkonditionen gibt, zeigt ein regelmäßiger Festgeldvergleich. Allerdings sollte der Zins nicht das alleinige Entscheidungskriterium darstellen. Es gilt auch die passende Laufzeit, den gewünschten Anlagebetrag, den Komfort (Online-Banking) und die Sicherheit (Einlagensicherung) zu berücksichtigen.

Ein weiterer Punkt: Häufig werben Banken zwar mit besonders attraktiven Zinsen, allerdings gelten diese dann nur für Neukunden, also für Personen, die noch keine Kontoverbindung bei der Bank unterhalten. In diesem Fall ist es empfehlenswert, sich nach den Sätzen für Bestandskunden zu erkundigen. Denn wird das Festgeld bei einem Neukunden verlängert, tritt in der Regel der entsprechende Satz für Bestandkunden in Kraft.

Welche Rolle spielt die Laufzeit für den Zins?

Bei den meisten Banken sind die Festgeldzinsen hinsichtlich der Laufzeit gestaffelt. Aus der Zinsstaffel lässt sich erkennen, welchen Zins es für welche Laufzeit (zum Beispiel 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr) gibt. Allgemein gilt: Je länger der Anlagezeitraum, umso höher in der Regel der Zins. Das hat damit zu tun, dass die Banken länger mit dem anvertrauten Geld planen und arbeiten können. Diesen Vorteil geben sie für gewöhnlich an die Kunden in Form eines Zinsaufschlags weiter.

Wie die Praxis jedoch zeigt, verpufft dieser Effekt bei sehr langen Laufzeiten von fünf Jahren und mehr. In diesem Fall werden lange Laufzeiten kaum oder gar nicht mehr mit einem Zinsbonus belohnt. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Welche Laufzeiten werden für Festgeldkonten angeboten?

In der Theorie sind den Laufzeiten bei Festgeldanlagen keine Grenzen gesetzt. Sie können für wenige Wochen bis hin zu mehreren Jahren angeboten werden. In der Praxis sind die Laufzeiten aber meistens standardisiert. Die am häufigsten vorkommenden Zeiträume liegen zwischen 6 Monate und 5 Jahre. 

Was ist bei Festgeldern die ideale Laufzeit?

Die ideale Laufzeit richtet sich nach den Bedürfnissen des Anlegers. Wer sein Geld nicht zu lange binden will, sollte kürzere Anlagezeiträume wählen, zum Beispiel 30 Tage. Wer noch schneller an sein Geld kommen will, sollte gleich lieber auf ein Tagesgeld ausweichen.

Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht empfehlenswert Festgeldeinlagen mit sehr langen Laufzeiten von mehreren Jahren zu tätigen. Zum einen, weil entsprechend lange Anlagezeitraume von den Banken in der Regel mit keinem höheren Zins belohnt werden. Zum anderen, weil sich der Anleger die Chance nimmt, von steigenden Zinsen zu profitieren. Zudem kann er zwischenzeitlich keine besseren Zinsangebote von anderen Anbietern nutzen.

Was passiert am Laufzeitende des Festgelds?

Am Fälligkeitstag können Sie über Ihr Guthaben in beliebiger Höhe verfügen oder das Konto ganz auflösen. Allerdings gilt das nicht für jeden Anbieter. In bestimmten Fällen kann es sein, dass es am Ende der Laufzeit einer gesonderten Kündigung bedarf. Dieser Punkt sollte vor einer Kontoeröffnung geprüft werden.

Erfolgt am Laufzeitende keine Verfügung, dann werden Festgelder von den meisten Banken automatisch um den ursprünglichen Zeitraum verlängert, allerdings zum dann gültigen Zinssatz. Wer mit einer solchen automatischen Wiederanlage nicht einverstanden ist, sollte sie schon bei Kontoeröffnung ausschließen.

Zum Festgeldvergleich

Was haben Festgeldzinsen mit dem Geldmarkt zu tun?

Banken bestimmen bei Festgeldanlagen die Höhe der Zinsen nicht auf das Geratewohl heraus. Als Kalkulationsgrundlage dienen ihnen die Geldmarktsätze. Das sind die marktüblichen Zinsen, die Banken unter sich für kurz- bis mittelfristige Anlagen gewähren. Zu den bekanntesten Interbankenzinsen zählt die Euro Interbank Offered Rate, kurz Euribor. Dessen Höhe hängt wiederum von den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank ab. Allgemein gilt: Je höher der Geldmarktzins, umso bessere Konditionen können die Banken an ihre Kunden weitergeben – und umgekehrt.

Aktuell befinden sich die Geldmarktzinsen leider auf einem historisch niedrigen Niveau, weshalb auch zahlreiche Festgelder derzeit kaum Erträge abwerfen. Das heißt aber nicht, dass es keine attraktiven Angebote geben würde. Man muss sie nur finden. Der schnellste Weg dafür ist ein Festgeldvergleich übers Internet. 

Beeinflusst die Bonität der Bank den Festgeld-Zins?

Die Bonität des Anbieters, also dessen Kreditwürdigkeit, spielt für den Zins insofern eine Rolle, dass Festgelder von Banken mit hoher Bonität als sicherer gelten als Angebote von Banken mit schwächerer oder mäßiger Bonität. Für dieses Mehr an Sicherheit müssen Kunden häufig Abstriche beim Zins in Kauf nehmen. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Denn wer Festgeld anlegen will und den Markt aufmerksam durchforstet, findet häufig auch beides: Top-Zinsen bei Top-Bonität.

Sind Barabhebungen vom Festgeld möglich?

Bei Festgeldern laufen Transaktionen in der Regel über ein Referenzkonto. Dabei handelt es sich meistens um ein Girokonto. Barabhebungen vom Festgeldkonto sind im Normalfall nicht möglich. 

Sind vorzeitige Verfügungen beim Festgeld möglich?

Grundsätzlich sind vorzeitige Abhebungen oder Kontoauflösungen bei Festgeldanlagen ausgeschlossen. Sie haben also keinen rechtlichen Anspruch darauf, während der Laufzeit an Ihr Geld zu kommen. Allerdings tolerieren einige Banken in Ausnahmefällen eine vorzeitige Verfügung, etwa wenn der Kunde schriftlich darlegt, dass die Mittel für andere Zwecke dringend benötigt werden. Zum Beispiel, weil er infolge von Krankheit oder Arbeitsplatzverlust in eine prekäre finanzielle Situation geraten ist. Letztendlich ist es eine Frage der Kulanz des Anbieters.

Der Haken: Vorzeitige Verfügungen sind meistens mit Nachteilen verbunden. Im besten Fall wird der Anlagebetrag auf das Referenzkonto ohne Gutschrift der bis dato angefallenen Zinsen zurücküberwiesen. Teuer kann es jedoch werden, wenn die Bank dem Anleger Strafzinsen berechnet oder hohe Stornogebühren in Rechnung stellt. Es ist daher empfehlenswert, sich bereits vor Vertragsabschluss über die Möglichkeit von vorzeitigen Verfügungen und deren Modalitäten zu informieren.

Können bei einem Festgeldkonto Kosten entstehen?

Festgeldkonten werden von Banken in der Regel kostenlos angeboten, also ohne Kontoführungs-, Buchungs- oder Abschlussgebühren. Möglicherweise fallen Kosten für eine Zusendung der Kontoauszüge per Post an. Dies ist aber eher die Ausnahme, da die meisten Festgeldkonten bequem online geführt werden können und ein Postversand daher unnötig ist.

Kosten können außerdem dann entstehen, wenn ein Festgeldkonto nur in Kombination mit einem Girokonto angeboten wird und für dieses Girokonto Gebühren fällig werden. Gerade auf diesen Punkt gilt es beim Festgeldvergleich zu achten. 

Zum Festgeldvergleich

Termingeld, Festgeld, Kündigungsgeld – wo ist der Unterschied?

Als Termineinlagen werden Geldanlagen bezeichnet, die eine bestimmte Mindestlaufzeit haben. Zu dieser Familie gehört neben dem Festgeld auch das Kündigungsgeld. Der Unterschied zwischen den beiden Anlagen liegt darin, dass bei Festgeldern die Laufzeit vorgegeben ist, bei Kündigungsgeldern dagegen eine Kündigungsfrist. Kündigungsgelder müssen immer aktiv gekündigt werden. Erst nach Ablauf der Kündigungsfrist, zum Beispiel 60, 90 oder 180 Tage, kann über das Guthaben verfügt werden.

Ein weiterer Unterschied: Die Zinsen sind beim Kündigungsgeld anders als beim Festgeld nicht über die gesamte Laufzeit garantiert, sondern können von der Bank regelmäßig an die Entwicklung am Geldmarkt angepasst werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Festgeld und einem Flexgeld?

Ein Flexgeld ist eine Mischform aus Tagesgeld und Festgeld. Es bietet auf der einen Seite mehr Flexibilität als ein Festgeldkonto und auf der anderen (im Idealfall) eine bessere Verzinsung als bei Tagesgeldern. Die höhere Flexibilität ergibt sich aus der Möglichkeit, Guthaben vorzeitig zu kündigen. Zu beachten ist: Im Fall einer vorzeitigen Kündigung erhält der Anleger meistens einen geringeren Zins (Basiszins).

Sollte man etwaige Zinsvorteile von Fremdwährungsfestgeldern nutzen?

Bei vielen ausländische Banken aber auch bei einigen deutschen Instituten ist es möglich, Festgelder und Tagesgelder in fremder Währung zu eröffnen. Der Vorteil liegt darin, dass Fremdwährungen möglicherweise eine höhere Verzinsung bieten. Beispiel US-Dollar. In den USA beträgt der Geldmarktzins derzeit plus 1,6 Prozent. Das ist ein deutlich höheres Niveau als in der Eurozone (3-Monats-Euribor: minus 0,4 Prozent). Vor diesem Hintergrund bieten Festgeldanlagen auf US-Dollar in der Regel eine höhere Verzinsung als Euro-Anlagen.

Allerdings gibt es dafür Abstriche beim Punkt Sicherheit zu machen, denn Fremdwährungsfestgelder unterliegen einem Wechselkursrisiko. Wertet der Euro gegenüber dem US-Dollar auf, gibt es bei Fälligkeit weniger Geld zurück. Dazu ein Beispiel: Würde ein deutscher Anleger heute ein 90-tägiges US-Dollar-Festgeld in Höhe von 10.000 US-Dollar eröffnen, müsste er bei einem aktuellen EUR/USD-Wechselkurs von rund 1,10 US-Dollar rund 9.090 Euro dafür aufwenden. Angenommen, der Euro hat bei Fälligkeit des Festgelds in 90 Tagen gegenüber dem US-Dollar von 1,10 US-Dollar auf 1,20 USD aufgewertet, dann würde der Anleger nur noch 8.333 Euro zurückerhalten. 

Währungsfestgelder können also zu Verlusten führen, was dem Charakter einer sicheren Anlage zuwiderläuft, zumal Wechselkursentwicklungen nur schwer zu prognostizieren sind. Auf der anderen Seite sind natürlich auch Wechselkursgewinne möglich. Das ist immer dann gegeben, wenn der Euro gegenüber Fremdwährung abwertet. In diesem Fall könnte neben dem höheren Zins auch noch einen Währungsgewinn erzielt werden.

Zum Festgeldvergleich

* Was das Sternchen bedeutet

Das Sternchen (*) hinter einem Link bedeutet, dass die onvista media GmbH mit dem verlinkten Partner kooperiert. Selten allein durch einen Klick, aber spätestens nach einem Kauf oder Abschluss, erhalten wir vom Partner eine Vergütung. Um unsere Services weiterhin kostenlos für Sie anbieten zu können, haben wir uns für diese Art der Vergütung entschieden. Im Allgemeinen wird diese Methode als „Affiliate-Modell“ bezeichnet. Sie ist im Internet in sehr vielen Bereichen verbreitet und erschließt sich dem Nutzer nicht immer. Wir haben uns daher für eine transparente Kennzeichnung entschieden.