Delisting: "Kalte Enteignung von Aktionären"

DER AKTIONÄR TV · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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"Das ist eine kalte Enteignung von Aktionären", kritisiert Klaus Schlote, Head of Research und Geschäftsführer der Solventis Wertpapierhandelsbank, die auf das Thema Übernahmen und Squeeze-out spezialsiert ist. Jedes Jahr veröffentlicht Solventis eine Studie zu Übernahmen und dem schönen Namen "Endspiele". Dazu gehören Unternehmensverträge, Squeeze-outs und Verschmelzungen, bei denen Aktionäre nicht das erste Übernahmeangebot annehmen sollten. "Oft ergibt sich in dem Prozess eine deutliche Nachbesserung, vor allem wenn es zu einem Spruchverfahren kommt", berichtet Schlote. Im vergangenen Jahr habe 29 solcher Fälle gegeben, mit denen dann geduldige Aktionäre eine Rendite von 12,5 Prozent erzielen konnte. Dabei habe sich nach einem Gerichtsurteil als Trend herausgestellt, dass die Zahl der Delistings zunimmt. "Das führt oft zu einem Kursverfall, so dass entnervte Kleinaktionäre aufgeben und Großaktionäre billig einkaufen können", klagt Schlote. Oft sei es für Anleger besser zu warten. Der wer ein Angebot abgibt, kenne in der Regel den wahren Wert sehr gut, er wolle ja verdienen." In der Studie werden 13 Favoriten für das Endspiel 2015 aufgezählt. In der Sendung werden Agrob Immobilien, Joyou und MAN besprochen.

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