M&G Global Basics

 WKN:  797735 Typ:  Aktienfonds Domizil:  Großbritannien
 ISIN:  GB0030932676 Schwerpunkt:  Aktien Internatio... KAG:  M&G International Investment...

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Ratingmethode

Weniger als 20% der Fonds in jedem Sektor erhalten Fund Management Ratings.

SCHRITT 1. QUANTITATIVER FILTER

Zu Beginn des Ratingprozesses von Standard & Poor's werden diejenigen Fonds herausgesucht, die innerhalb der letzten drei Jahre beständige und im Verhältnis zu ihrer Vergleichsgruppe überdurchschnittliche Erträge aufweisen können. Rund 80% aller Investmentfonds erfüllen diese anfänglichen Auswahlkriterien nicht. Die verbleibenden 20% werden in den Ratingprozess aufgenommen.
  • Die historische Performance wird auf ihre Beständigkeit hin überprüft.
  • Die Wertentwicklung wird anhand der einzelnen Zeiträume verglichen und nicht auf Basis der kumulierten Renditen.
  • Messungen erfolgen über drei einzelne Zwölfmonatszeiträume einschließlich eines gleitenden Sechsmonatsdurchschnitts.

SCHRITT 2. VORHERIGE HINTERGRUNDPRÜFUNG

Unsere Analysten sammeln und analysieren alle verfügbaren Informationen über einen Fonds, bevor sie ein Interview durchführen, darunter:
  • eine aktuelle Portfolio-Bewertung, das Fondsprospekt und Vermarktungsdokumente;
  • Kopien der geprüften Jahres- und Zwischenberichte eines Fonds und Lebensläufe der Mitglieder des Fondsmanagementteams;
  • die Performance-Benchmark des Fonds;
  • eine aktuelle Liste der Anteilseigner, Dokumente über Fondsregistrierung, Status und Domizil.

SCHRITT 3. QUALITÄTSORIENTIERTES PERSÖNLICHES INTERVIEW

Die Interviews vor Ort werden von zwei erfahrenen und fachlich qualifizierten Analysten durchgeführt, in erster Linie um die Fondsmanagementgesellschaft, die Portfoliomanager, das Team und Einzelheiten zum Fonds zu beurteilen. Zu den beurteilten Faktoren gehören:

A. Die Fondsgesellschaft

Status

Beteiligungsstruktur - börsennotiert oder in Privatbesitz, Bewertung der größten Anteilseigner. Schutz vor oder Auswirkungen von Übernahmen oder Zusammenschlüssen. Wirtschaftlichkeit und, insbesondere im Fall von Boutiquen, finanzielle Sicherheit. Geschäftsart (wiederkehrende Geldzuflüsse (Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften) oder reine Anlagegesellschaft (Investmentfonds)). Bedeutung der Kleinanleger im Vergleich zu institutionellen Anlegern.

Investmentkultur

Klares Investmentverfahren: Findet der Ansatz in allen Bereichen und über alle Produkte konsistent Anwendung? Ist der Ansatz glaubwürdig und angemessen – Fokus auf Bullen- oder Bärenmarkt? Investment- oder Marketing-Ansatz? "Star Manager" oder Teamansatz?

B. Fondsmanager und Team

Beständigkeit/Effizienz

Übereinstimmung des Investmentansatzes mit den Fondszielen und der Unternehmensphilosophie der Gesellschaft. Einheitlichkeit des Stils im Vergleich zum Vorjahr/zu früheren Jahren.
Ist die Einheitlichkeit auch bei erneuter Portfolio-Überprüfung, z.B. der Portfolio-Konzentration und Index-Abweichungen, noch gegeben?
Übereinstimmung der Portfoliozusammensetzung mit den genannten Zielen (entsprechen zum Beispiel Abweichungen von einem Vergleichsindex dem vom Fondsmanager definierten Investmentstil?).

Investmentdisziplin

Organisationsstruktur des Fondsmanagementteams. Reporting von Performance und Anlagestrategien.

Festlegung der Anlagestrategie

Umsetzung der vorgegebenen Entscheidungen des Hauses oder freies Ermessen des Managers. Verwendung interner Buy- und Sell-Aktienlisten. Risikokontrollen - Gebrauch von BARRA oder anderen Risikokontrollsystemen/-diensten, interne Überwachung der Performance/Performanceattribution. Qualität des leitenden Managements.

Anlagegeschick und Talent

Beurteilung der Haltung des Fondsmanagers und seines Investmentverfahrens im Rahmen einer subjektiven Bewertung seines Ansatzes, Risikobewusstseins und der Gesamtstrategie in Bezug auf Portfolioaktivitäten: Selbstvertrauen und Enthusiasmus für Anlagen. Klar durchdachter, gut umgesetzter und risikobewusster Ansatz. Selbständiges Denken/"Bescheidenheit"/übermäßiges Vertrauen oder Missachtung der Marktkräfte.

Investmenterfahrung

Vertraut mit vollständigen Marktzyklen/Bullen- und Bärenmärkten/Erfahrung mit Markteinbrüchen und -korrekturen. Beurteilung früherer Rollen, einschließlich der Berufserfahrung als Analyst und als Fondsmanager. Relevanz – abgedeckte Märkte/Sektoren, verwaltete Portfoliotypen relativ zum Vergleichssektor und zum Index.

Effektiver Ressourceneinsatz

Nutzung von Brokerinformationen sowie externen und internen Datenbanken und Research. Umfang des hauseigenen internen Research und angemessene Technologieressourcen.

Ausbildung und Stabilität des Teams

Abschluss, Zusatzqualifikationen (MBA, PhD, CFA etc.). Integration innerhalb des Unternehmens/Teams, Karriereaussichten und finanzielle Anreize. Wie lange arbeitet das Team schon zusammen?

Weitere Verantwortungsbereiche des Fondsmanagers

Anzahl der verwalteten Fonds. Ergänzen sie den zu überprüfenden Fonds? Wie lange wurden diese Fonds vom betreffenden Fondsmanager verwaltet und welche Wertentwicklung wurde dabei verzeichnet? Vom Fondsmanager verwaltetes Gesamtvermögen. Gefährdet dies den Investmentstil? Haben Verkaufs-, Marketing- und Geschäftsaufgaben einen Einfluss auf das Fondsmanagement?

Angemessene Erfahrung der Teammitglieder

Effizienter Einsatz des für den zu prüfenden Fonds zuständigen Teams. Grad und Bedeutung der Erfahrung der einzelnen Mitglieder, Größe des Teams. Dauer der Zusammenarbeit mit der beurteilten Managementgesellschaft – passen sie zur Unternehmenskultur und eignen sie sich für das jeweilige Verfahren? Arbeitsplatz – das Unternehmen wird vor Ort besucht, Einblick in die Atmosphäre vor Ort usw.

C. Fondsmerkmale

Um ein detaillierteres Bild der Fondszusammensetzung zu erhalten, muss man den Fonds in seine einzelnen Komponenten aufspalten. Dazu gehören Fondsvolumen, Portfolioumschlag (Turnover), Handel, Liquidität des Portfolios, Hebelfaktor/Warrants, Kundenstamm, Kostenstruktur, Gebühren und Total Expense Ratio (TER).

  • Wie hat sich das Fondsvolumen in den letzten 12 Monaten entwickelt? Hat es zu- oder abgenommen?
  • Kann der Investmentstil bei zunehmendem Fondsvolumen beibehalten werden?
  • Was verursacht den Portfolioumschlag und schwankt dieser von Jahr zu Jahr?
  • Kann die Fondsgesellschaft große Rücknahmen durchführen? Hat dies einen Einfluss auf den Investmentstil des Managers?
  • Wurde die relative Wertentwicklung durch die Nutzung von Warrants oder Instrumenten mit Hebelwirkung erzielt?
  • Könnte der Anteil des internen Kundenstamms Entscheidungen in Bezug auf die Vermögensaufteilung beeinflussen?

STEP 4. DER RATING-AUSSCHUSS und FUND MANAGEMENT RATING BERICHT

Die leitenden Analysten präsentieren dem Rating-Ausschuss ihre Ergebnisse und Analysen zum Fonds sowie zur Managementgesellschaft. Dieser Ausschuss prüft und bewertet die qualitativen Einschätzungen des Fonds, des Fondsmanagers und des Teams und verleiht dem Fonds ein Fund Management Rating. Rentenfonds erhalten überdies ein Volatilitätsrating, das von V1 bis V6 reicht. Anschließend wird ein ausführlicher Bericht veröffentlicht, der die durchgeführten Analysen und Standard & Poor's Einschätzung zum Fonds im Einzelnen erörtert.

STEP 5. FONDSÜBERWACHUNG

Standard & Poor's verfügt über ein spezialisiertes Team zur Fondsüberwachung, das alle mit einem Rating versehenen Fonds laufend verfolgt.

  • Jeder Sektor wird alljährlich einer vollständigen Überprüfung gemäß dem oben beschriebenen Verfahren unterzogen.
  • Halbjährlicher Sektorbericht für Fonds, die eine signifikante relative Wertentwicklung innerhalb einer Anteilskategorie oder eine signifikante qualitative Veränderung aufweisen.
  • Monatliche Überwachung der Performance.
  • Laufende Beurteilung bedeutender Ereignisse, die das Rating beeinflussen könnten.

Definitionen der Fund Management Ratings

Standard & Poor's Fund Management Ratings beruhen auf einer Bewertung quantitativer Faktoren (z.B. historische Performance, Volatilität und Portfoliozusammensetzung) und qualitativer Faktoren (z.B. Management, Stellung des Unternehmens und Anlageprozess), die zur langfristigen Performance beitragen. Standard & Poor's ist überzeugt, dass Fonds mit einem disziplinierten Prozess und einem starken Managementteam langfristig eher in der Lage sind, beständige, überdurchschnittliche Erträge relativ zu anderen Fonds desselben Sektors zu erzielen. Die Differenzierung in den Ratingkategorien basiert auf der qualitativen Bewertung des Investmentprozesses und des Managementteams.

Platinum (bisher AAA)

Der Fonds weist in seinem Sektor basierend auf dem Anlageprozess und der Beständigkeit der Performance im Vergleich zu Fonds mit ähnlichen Anlagezielen ein außergewöhnlich hohes Maß an Qualität auf.

Gold (vorher AA)

Der Fonds weist in seinem Sektor basierend auf dem Anlageprozess und der Beständigkeit der Performance im Vergleich zu Fonds mit ähnlichen Anlagezielen ein sehr hohes Maß an Qualität auf.

Silber (früher A)

Der Fonds weist in seinem Sektor basierend auf dem Anlageprozess und der Beständigkeit der Performance im Vergleich zu Fonds mit ähnlichen Anlagezielen ein hohes Maß an Qualität auf.

Bronze (früher TR)

Ein abgestufter Fonds, wo ein neu ernannter Fondsmanager oder ein Team noch nicht über die geforderten 12 Monate Erfahrung im Investmentmanagement verfügt, um ein Silber Grading oder höher zu erreichen.

Grading Removed (früher NR)

Fonds, die mit Grading Removed gekennzeichnet sind, erfüllen derzeit die erforderlichen Performancestandards und/oder die qualitativen Mindestkriterien nicht mehr.

Hold On (bisher UR)

Ein Rating wird ausgesetzt und der Fonds mit "Hold On" gekennzeichnet, wenn bedeutende Managementveränderungen stattgefunden haben und Standard & Poor's Capital IQ. noch nicht die Gelegenheit hatte, die Auswirkungen auf die qualitative Bewertung zu beurteilen.

Ein Rating von Standard & Poor's ist keine Empfehlung zum Kauf, Behalt oder Verkauf von Fondsbeteiligungen, insoweit es keine Aussage über den Marktpreis oder die Eignung eines Fonds für den jeweiligen Anleger macht. Die Performance des Fonds trägt neben vielen Faktoren zu dem Rating bei; sie ist jedoch kein Indikator für zukünftige Erträge. Die Ratings beruhen auf aktuellen Informationen, die Standard & Poor's vom Fonds selber oder von anderen als zuverlässig erachteten Quellen erhalten hat. Standard & Poor's führt keine Prüfung dieser Informationen im Rahmen des Ratings durch und verlässt sich auf eventuell ungeprüfte Informationen. Änderungen solcher Informationen oder nicht zur Verfügung gestellte Informationen sowie andere Umstände, beispielsweise ein fehlender Zugang zum Fondsmanager, können in einer Änderung, Aussetzung oder einem Entzug des Ratings resultieren. Das Rating sagt nichts über das Markt-, Bonitäts- oder Kontrahentenrisiko eines Fonds oder die Eignung des Fonds als Kontrahent oder Schuldner aus.

Das Volatilitätsrating für Rentenfonds

Die Volatilitätsratings von Standard & Poor's zielen darauf ab, Rentenfonds entsprechend ihrer Anfälligkeit gegenüber Faktoren, die letztendlich Schwankungen des Anteilspreises und der Rendite verursachen, einzureihen oder zu bestimmen. Die Volatilitätsratings reichen von V1 (niedrigste Volatilität) bis V6 (höchste Volatilität) und spiegeln die gegenwärtige Einschätzung der Anfälligkeit eines Fonds gegenüber sich verändernden Marktbedingungen seitens Standard & Poor's wider. Das Volatilitätsprofil der ersten vier Kategorien (V1 bis V4) wird an Staatspapierindizes unterschiedlicher Laufzeiten gemessen (siehe Definitionen unten), um Anlegern Vergleiche zu Risiken und Erträgen anhand von Marktindizes zu bieten.

Der Schwerpunkt der Volatilitätsrating-Analyse liegt auf der Messung quantifizierbarer Portfoliorisikofaktoren, darunter das Zinsrisiko, das Renditekurvenrisiko sowie das Kredit-, Liquiditäts-, Options- und Konzentrationsrisiko. Außerdem bewertet Standard & Poor's die historische Volatilität der Gesamtrendite des Portfolios. Diese Überprüfung erfolgt durch zwei Arten von Analysen. Zuerst werden das Volatilitätsniveau und die Verteilung der monatlichen Renditen des Portfolios über mindestens 36 Monate im Vergleich zu einer bestimmten festverzinslichen Anlagekategorie festgelegt, die Standard & Poor's kontinuierlich überwacht. Die Analyse wird dann darauf konzentriert zu verstehen, wie die Volatilität in der Vergangenheit mit den Anlagezielen des Portfolios, dem Portfoliokonstruktionsprozess (inklusive Risikokontrollen) und der Entwicklung des Fonds in Reaktion auf Marktentwicklungen zusammenhängt. Dieser Teil der Analyse beim schlussendlichen Volatilitätsrating hängt vom zweiten Schritt des Ratingprozesses bzw. der Portfolioanalyse ab.

Die Analyse des aktuellen Portfoliorisikos wird durchgeführt, um die Kontinuität der historischen Anlagerichtlinien und der damit verbundenen Risiken nachzuprüfen. Die Portfolioanalyse dient speziell dazu herauszufinden, ob der Fonds kurzfristig potenziell größeren Verlusten (d.h. stärkeren Schwankungen) unterworfen sein könnte als die historische Renditevolatilität dies nahe legen würde. Ein einmaliger Verlust wird dann als anormal betrachtet, wenn seine Höhe inkonsistent ist mit dem deklarierten Anlageziel, dem historischen Risikoniveau oder den aktuellen Marktbedingungen. Obgleich ein höheres Risiko oft mit der Hoffnung auf einen höheren Ertrag verbunden ist, bedeutet es auch eine höhere Unsicherheit über die Performance. Risiko und Volatilität können sich entweder kontinuierlich oder in diskreten Intervallen niederschlagen, was häufig zu einem über einen längeren Zeitraum vorherrschenden Eindruck einer niedrigen Volatilität führen kann. So weisen zinsempfindliche Fonds (die z.B. in Titel hoher Bonität investieren, etwa US-Treasury-Papiere) häufig eine höhere Volatilität auf als Fonds, die in Titel niedriger Bonität, in Hochzinstitel oder in illiquide Wertpapiere investieren. Aufgrund der Stimmung unter den Anlegern bezüglich erhöhter Ausfallraten oder Liquiditätsrisiken können diese Fonds jedoch zeitweilig von einer hohen oder äußerst hohen Volatilität gekennzeichnet sein. Die Portfolioanalyse umschließt häufig Stress-Testing-Techniken, welche die Portfolioerträge (oder erwarteten Renditen) unter verschiedenen Marktszenarios sowie für verschiedene Portfolios untersuchen. Der wichtigste Faktor für das Portfoliorisiko ist ein gutes Verständnis der Quellen oder Faktoren, die zum Risiko beitragen. Hierzu gehören bei den meisten Rentenfonds, die in marktgängige festverzinsliche Schuldtitel investieren, das Zins-, Kredit-, Liquiditäts- und Optionsrisiko.

Zinsrisiko

Das Zinssatzrisiko bezieht sich auf den Barwert der Cashflows eines Rentenpapiers, der umso unsicherer und damit umso riskanter wird, je weiter die Fälligkeit des Papiers in der Zukunft liegt. Zusätzlich sind Rentenpapiere mit ungewisser Fälligkeit (etwa kündbare Anleihen oder Anleihen mit eingebetteter Option, hypothekenbesicherte Wertpapiere) riskanter als Rentenpapiere mit festem Ablaufdatum. Von gleicher Bedeutung wie die Laufzeit ist die Verteilung der Cashflows eines Wertpapiers oder eines Fonds entlang des Fälligkeitsspektrums (oder der Renditekurve). Das Zinsrisiko einer Anleihe lässt sich am besten durch ihre Duration feststellen. Die Duration ist ein Maßstab für die Preissensitivität des Portfolios hinsichtlich Veränderungen des Zinssatzes.

Duration ist ein genaueres Maß für das Zinsrisiko als die Restlaufzeit, da sie alle Cashflows des Rentenpapiers mit einbezieht. Steigen die Zinsen beispielsweise um 0,5% (bzw. 50 Basispunkte), dann wird der Wert eines Portfolios mit einer Duration von vier Jahren um 2% fallen. Zur Berechnung der Duration gibt es verschiedene Techniken. Der von Standard & Poor's bevorzugte Maßstab ist die effektive Duration.

Kredit- und Liquiditätsrisiken

Kredit- und Liquiditätsrisiken sind zwei unterschiedliche Größten, gehen allerdings häufig eng miteinander einher. Das Kreditrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass ein Emittent zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zahlungsfähig oder -willig ist. Anleihen mit einem höheren Kreditrisiko verfügen im Vergleich zu Anleihen mit niedrigerem Kreditrisiko über eine höhere Rendite und die Abweichungen derartiger Renditespreads werden häufig als "Spreadrisiko" bezeichnet. Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf den möglichen Preisrückgang, der durch einen Liquiditätsengpass im Sekundärmarkt, auf dem Rentenpapiere gehandelt werden, entsteht. Die Liquidität eines Papiers kann auch daran gemessen werden, wie schnell es wieder auf dem Markt verkauft werden kann.

Standard & Poor's berücksichtigt die Auswirkungen dieser Risiken und anderer, wenn die Preissensitivität eines Fonds festzustellen ist. Dabei handelt es sich nicht um die Isolation eines einzigen Risiko-Elementes, sondern eine Analyse aller Faktoren, die den Gesamtertrag eines Fonds beeinflussen.

Das Volatilitätsrating für Rentenfonds bewertet die derzeitige Anfälligkeit eines Rentenfonds gegenüber sich verändernder Marktbedingungen, gemessen am Risiko eines Portfolios, das sich aus Staatspapieren* in der Fondswährung zusammensetzt. Das Rating gibt Auskunft über die Sensibilität des Fonds gegenüber Zinsbewegungen, Kreditrisiken, Diversifikation oder Konzentration der Investitionen, Liquidität, Hebelwirkung und anderen Faktoren.

V1

Rentenfonds mit einer geringen Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V1 bewertet. Das Gesamtrisiko solcher Fonds ist etwa so hoch oder aber niedriger als bei einem Portfolio aus Staatspapieren* in der Fondswährung mit einer Restlaufzeit von ein bis drei Jahren. Innerhalb dieser Kategorie werden bestimmte Fonds mit einem Pluszeichen (+) gekennzeichnet. Dies weist darauf hin, dass der Fonds eine außerordentlich niedrige Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen aufweist. Derartige Fonds weisen ein Risiko auf, das geringer oder gleich dem eines Portfolios ist, das aus Anleihen höchster Qualität mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von sechs oder weniger Monaten besteht.

V2

Rentenfonds mit einer niedrigen bis moderaten Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V2 bewertet. Diese Fonds weisen ein Gesamtrisiko auf, das geringer oder gleich dem eines Portfolios ist, das aus Staatspapieren in der Fondswährung mit einer Restlaufzeit von drei bis sieben Jahren besteht.

V3

Rentenfonds mit einer moderaten bis hohen Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V3 bewertet. Diese Fonds weisen ein Gesamtrisiko auf, das geringer oder gleich dem eines Portfolios ist, das aus Staatspapieren in der Fondswährung mit einer Restlaufzeit von sieben bis zehn Jahren besteht.

V4

Rentenfonds mit einer moderaten bis hohen Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V4 bewertet. Das Gesamtrisiko solcher Fonds ist etwa so hoch oder niedriger als bei einem Portfolio aus Staatspapieren in der Fondswährung mit einer Restlaufzeit von mehr als zehn Jahren.

V5

Rentenfonds mit einer hohen Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V5 bewertet. Solche Fonds können einer Reihe von wesentlichen Risiken ausgesetzt sein, so z.B. hohes Konzentrationsrisiko, hohe Hebelwirkung oder Investitionen in komplexe strukturierte Anlagen und/oder illiquide Papiere.

V6

Rentenfonds mit der höchsten Anfälligkeit gegenüber sich verändernden Marktbedingungen werden mit V6 bewertet. In diese Kategorie fallen Fonds mit hochspekulativen Anlagestrategien und vielfältigen wesentlichen Risiken sowie wenigen oder keinerlei Diversifizierungsvorteilen.

* Für die Kategorien V1 bis V4. Hinweis: Staatspapiere gelten als die liquidesten, qualitativ hochwertigsten Wertpapiere, die von einer souveränen Regierung emittiert werden. Die Ratings beruhen auf aktuellen Informationen, die Standard & Poor's von der Fondsgesellschaft selber oder anderen als zuverlässig erachteten Quellen erhält. Standard & Poor's führt keine Prüfung dieser Informationen im Rahmen des Ratings durch und kann sich auf ungeprüfte Finanzinformationen verlassen. Darüber hinaus kann das Rating aufgrund von geänderten Informationen, nicht zur Verfügung gestellten Informationen oder anderen Umständen abgeändert, ausgesetzt oder entzogen werden. Ein Rating von Standard & Poor's ist keine Empfehlung zum Kauf, Behalt oder Verkauf eines von dem Fonds gehaltenen oder emittierten Wertpapiers, insoweit es keine Aussage über seinen Marktpreis, seine Rendite oder die Eignung für den jeweiligen Anleger macht.

Definitionen des Fund Management Ratings - Indexfonds

Indexfonds in den Ratingkategorien Platinum bis Silber demonstrieren die Fähigkeit, über einen langfristigen Zeitraum eine Wertentwicklung zu erzielen, die nah an dem jeweiligen Vergleichsindex liegt. Die Differenzierung im Ratingprozess basiert auf quantitativen Faktoren und der Bewertung des Investmentprozesses und des Fondsmanagements durch Standard & Poor's.

Platinum (bisher AAA)

Ein Indexfonds, der einen extrem niedrigen Tracking Error relativ zu seinem Vergleichsindex, sehr wettbewerbsfähige niedrige Gesamtkosten, eine minimale Geld-Brief-Spanne relativ zu Fonds mit ähnlichen Zielen und extrem starke Managementfähigkeiten aufweist.

Gold (vorher AA)

Ein Indexfonds, der einen niedrigen Tracking Error relativ zu seinem Vergleichsindex, niedrige Gesamtkosten, eine enge Geld-Brief-Spanne relativ zu Fonds mit ähnlichen Zielen und sehr starke Managementfähigkeiten aufweist.

Silber (früher A)

Ein Indexfonds, der starke Managementfähigkeiten aufweist, aber nur zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt: niedriger Tracking Error, wettbewerbsfähige Gesamtkosten und eine enge Geld-Brief-Spanne.

Hold On (bisher UR)

Fonds, die mit Hold On gekennzeichnet sind, erfüllen derzeit die erforderlichen Performancestandards und/oder die qualitativen Mindestkriterien nicht.

Wir sind bei der Bewertung von Indexfonds von den Vorzügen einer anderen Methode als zur Bewertung aktiv verwalteter Fonds überzeugt. Der Ansatz berücksichtigt hausinterne Überwachungssysteme, das Managementteam, die Fondsgesellschaft, die Anlageprozesse und Anlagedisziplin sowie die folgenden drei quantitativen Faktoren:

  • Interner Tracking Error
  • Total Expense Ratio
  • Geld-Brief-Spanne

Ein dreidimensionaler Matrixansatz, der die obigen Kategorien einbezieht, wird angewendet. Die Ergebnisse gestatten einem Fonds mit geringem Tracking Error, niedrigen Gesamtkosten (jährliche Gebühren bis zu 0,5%) und niedrigem oder keinem Ausgabeaufschlag, ein Platinum-Rating zu erreichen. Die Ratings basieren auf den eigenständigen Fonds ohne assoziierte Produkte wie Sparkonten. Der Tracking Error wird von den Fondsgesellschaften geliefert, weil unabhängige Datenanbieter nicht in der Lage sind, den Bewertungszeitpunkt für die Fonds mit dem des Vergleichsindexes abzustimmen. Die große Mehrheit der Fondspreise bezieht sich auf eine Zeit zwischen 10:00 und 12:00 Uhr, während die Vergleichsindizes bei Geschäftsschluss um 16:30 Uhr bewertet werden. Die resultierende Zeitdifferenz kann zu einem größeren Tracking Error führen als der Fonds tatsächlich aufweist. Die Tracking Error-Daten, die genutzt werden, beziehen sich auf die Preisentwicklung der letzten zwölf Monate vor Gebühren und werden zur selben Uhrzeit mit dem Vergleichsindex verglichen. Der durchschnittliche Tracking Error wird auf Basis der absoluten Differenzen zwischen der durchschnittlichen Fondsperformance und der durchschnittlichen Performance des Vergleichsindexes über die letzten drei Jahre berechnet.

Definitionen der Fund Management Ratings - Absolute Return Funds

Klassifizierung

Absolute Return, d. h. die Zielsetzung, unter allen Marktbedingungen positive Erträge zu erzielen, ist als Konzept nicht neu. Bis vor kurzem konnten regulierte Fonds mit einem Absolute-Return-Ziel dies nur durch den Einsatz liquider Mittel oder anderer Vermögenswerte mit geringem Risiko-/Ertragsverhältnis in Bärenmärkten erreichen. Wir erachten derlei Fonds als “Vermögenserhaltungsfonds” und ordnen sie unseren existierenden Vergleichsgruppen zu, je nachdem ob sie in der Regel in eine einzige oder mehrere Anlageklassen investieren; im zweiten Fall teilen wir sie üblicherweise der Managed-Vergleichsgruppe zu.

Die OGAW III Richtlinie gibt Fondsmanagern die Möglichkeit, mittels Derivaten auf verschiedene Weisen Short-Positionen einzugehen und mit Hilfe des Leverage-Effekts sowohl in Baisse- als auch in Haussemärkten bedeutende Erträge zu erzielen. Einige Fondsmanager haben Fonds aufgelegt, die den LIBOR oder EONIA als Benchmark verwenden, und nutzen diese neuen Freiheiten dazu, deutlich höhere Erträge anzupeilen als konventionelle Geldmarktfonds. Ihre Risiko- und Ertragseigenschaften unterscheiden sich deutlich von denjenigen existierender Fonds, und wir haben sie daher in einem neuen Absolute-Return-Sektor zusammengefasst, um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen.

Unser Rating-Ansatz für konventionelle Fonds ist größtenteils auch für die Analyse von Fonds im Absolute-Return-Sektor (AR-Fonds) relevant. Allerdings sind einige Anpassungen erforderlich, um einige wesentliche Unterschiede zu berücksichtigen. Insbesondere die FRQ-Bewertung (Fund Research Quantitative Score), die zur Filterung gemäß der Beständigkeit der relativen Performance zum Einsatz kommt, muss durch eine Kennzahl ersetzt werden, die mit den unverkennbaren Eigenschaften von AR-Fonds kompatibel ist. Ferner muss dem Risikokontrollverfahren des Managers größere Beachtung geschenkt werden, da AR-Fonds Short-Positionen eingehen und den Leverage-Effekt einsetzen können.

Filterung

AR-Fonds konzentrieren sich in der Regel auf absolute Erträge, wenngleich ihre spezifischen Anlageziele zusehends stärker variieren. Wir müssen daher die Ziele des Fonds relativ zu seinem Verfahren und seinen Risikokontrollen – und nicht relativ zu einer Vergleichsgruppe – untersuchen, bevor wir seine Performance eingehender analysieren können.

Die Formulierung eines Absolute-Return-Ziels bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Fonds dem Absolute-Return-Sektor von S&P zugeordnet wird. Der Markt befindet sich in den Kinderschuhen, und die Klassifizierung beruht daher auf qualitativen Kriterien. Fonds in diesem Sektor dürften jedoch die folgenden Merkmale aufweisen:

  • Sie passen nicht ohne weiteres in existierende S&P-Vergleichsgruppen.
  • Wenn der Fondsmanager eine neutrale Position vertritt (d. h. seine Positionierung, wenn er keine bestimmte Marktansicht vertritt), hält er liquide Mittel und kurzfristige Instrumente, und wenn er eine Baisse-Haltung vertritt, fährt er, soweit die Aufsichtsbehörden dies zulassen, eine Short-Position (z. B. im Hinblick auf die Duration). Es handelt sich nicht um konventionelle Fonds, die auf Vermögenserhaltung abzielen, sondern auf jederzeit positive, oberhalb der Geldmarktrate liegende Erträge.
  • Die Fonds weisen ein explizites Renditeziel von LIBOR oder EONIA plus 100 Basispunkte vor Gebühren oder mehr auf.
  • Sie investieren wahrscheinlich in mehrere Anlageklassen.
  • Derivate sind wahrscheinlich fester Bestandteil des Anlageprozesses.
  • Die Fonds weisen angemessene Risikokontrollen/Stop-Loss-Limits auf, um anhaltende oder übermäßige Drawdowns im Jahresverlauf zu vermeiden. Unseres Erachtens erwarten Anleger, dass AR-Fonds mit einer an den Geldmarkt gebundenen Benchmark ein gewisses Maß an Kapitalstabilität aufweisen, die mit ihren Anlagezielen in Einklang steht.

Wir fordern vom Fonds eine mindestens dreijährige Performancebilanz oder aber die Performancebilanz eines Mandats, das den gleichen oder einen äußerst ähnlichen Prozess einsetzt. Der offizielle Fondsmanager sollte mindestens zwölf Monate Anlageerfahrung mit dem betreffenden Ansatz haben. Es ist unwahrscheinlich, dass wir neu oder vor weniger als drei Jahren aufgelegte Fonds für unser Ratingverfahren in Betracht ziehen, sofern sie nicht von einer bereits von uns bewerteten Gesellschaft verwaltet werden und nicht praktisch die Gesamtheit ihres erwarteten Alphas von einem Prozess ableiten, den wir bereits bewerten. Rückgetestete (simulierte) Erträge akzeptieren wir nicht.

Qualitative Analyse

Das Interview- und Scoring-Verfahren ist mit demjenigen für existierende konventionelle Fonds identisch. Wir schenken der Frage, ob der Anlageprozess und die Risikokontrollen für das formulierte Ertragsziel und die erwartete Volatilität geeignet sind, besondere Beachtung.

Ratings

Nach Abschluss des Interview- und Scoring-Verfahrens legen die leitenden Analysten ihre Ergebnisse einem Analystenausschuss zur Rating-Überprüfung vor. Die Rating-Kategorien für AR-Fonds entsprechen unseren existierenden Ratings.

AR-Fonds erhalten ein zusätzliches Rating-Kürzel (N1-N9), das unsere Einschätzung der potenziellen Kapitalstabilität des Fonds wiedergibt. Diese Einschätzung basiert auf der annualisierten wöchentlichen Downside Deviation seit Auflegung, die qualitativ um andere Faktoren, z. B. die Performance während außergewöhnlichen Marktbedingungen, angepasst wird. Wir greifen nicht auf monatliche, sondern auf wöchentliche Daten zurück, da Anleger in AR-Fonds unseres Erachtens an der kurzfristigen Kapitalstabilität interessiert sind und wir so für junge Fonds rasch eine angemessene Anzahl von Datenpunkten sammeln können.

Natürlich besteht zwischen höheren Ertragszielen und einer höheren Downside Deviation eine gewisse Korrelation, doch Fonds, die einen Großteil ihres Alphas aus ein und derselben Quelle erzielen, dürften eine höhere Downside Deviation aufweisen als stärker gestreute Fonds.

Berichte

Wir sind der Ansicht, dass die an konventionelle Fonds gestellten gesetzlichen Berichterstattungsauflagen nicht ausreichen, um ein wahrheitsgetreues Bild der Anlagepositionen von AR-Fonds zu liefern. Mangels aufsichtsrechtlicher Vorschriften haben wir versucht, eine Vorlage zusammenzustellen, die für alle Fonds in diesem Vergleichssektor herangezogen werden kann und die Informationen zu mindestens den größten Positionen bietet.

Unsere Berichte zu AR-Fonds folgen dem gleichen Muster wie unsere Berichte zu konventionellen Fonds, unter Anwendung folgender Ausnahmen:

  • Alle Portfolioangaben spiegeln den Effekt von Derivaten wider.
  • Hierzu gehören:
  • Korrelation und Beta des Fonds gegenüber dem S&P 1200 und dem Citigroup World Government Bond Index (abgesichert in der Basiswährung des Fonds), falls zutreffend
  • Information Ratio des Fonds relativ zum LIBOR oder EONIA
  • annualisierte wöchentliche Downside Deviation
  • Performance des Fonds relativ zum LIBOR oder EONIA.
  • Wir listen die zehn größten Positionen nicht auf. Unserer Meinung nach entsprechen die nominell größten Positionen nicht zwangsläufig den größten Risikoallokationen. Stattdessen enthalten unsere Berichte eine Aufstellung der Long-, Short- und Netto-Durationsallokation, des Long-, Short- und Netto-Betas relativ zum S&P 1200 sowie der Netto-Währungsallokation (untergliedert in US-Block, Euro-Block, Großbritannien, Japan und Schwellenmärkte).
  • Wir nehmen keine Analyse von AR-Fonds relativ zu einer Vergleichsgruppe vor und führen keine Performancedaten relativ zu einer Vergleichsgruppe auf.

Überwachung

Sobald der Ausschuss dem Fonds ein Rating verliehen hat und ein Bericht veröffentlicht worden ist, wird der Fonds fortlaufend überwacht, um sicherzustellen, dass die Grundlage für ein Rating weiterhin gegeben ist.

Das spezielle Fondsüberwachungsteam von Standard & Poor's überwacht und beurteilt täglich alle Veränderungen in der Branche, die sich auf einen bewerteten Fonds auswirken oder die Aufhebung und/oder Änderung eines Ratings erfordern könnten.

  • Fonds mit einer starken positiven oder negativen Wertentwicklung werden in einem vierteljährlich erscheinenden Sektorbericht aufgegriffen.
  • Monatliche Überwachung

Das Managementteam wird jährlich in einem persönlichen Treffen einer ausführlichen Überprüfung unterzogen. Die Management-Überprüfung umfasst eine Aktualisierung und Überprüfung der Managementgesellschaft und ihrer Ressourcen, eine Überprüfung des Fondsmanagers sowie eine Beurteilung der Performance-Attribution, der aktuellen Portfoliokonstruktion, der Anlagestrategie und der Risikokontrollen.

Zur Einleitung des Fondsrating-Verfahrens sind die folgenden Angaben erforderlich:

  • institutionelle Fondsvermarktungsunterlagen oder eine andere ausführliche Beschreibung der Prozesse, Risikokontrollen und Ziele
  • neustes monatliches Fonds-Factsheet
  • Verkaufsprospekt
  • aktuelle Portfoliozusammensetzung (einschließlich einer detaillierten Auflistung von Derivatbeständen)
  • geprüfte Jahresabschlüsse und Halbjahresberichte der zwei letzten Jahre
  • Lebensläufe der Mitglieder des Fondsmanagementteams
  • ausgefüllter Fonds-Fragebogen
  • Registrierung, Status und Domizil des Fonds
  • an Standard & Poor's Fund Services unterbreitete Performancebilanz.

Anmerkungen zur Risikomatrix

ANHANG I - RISIKOFAKTOREN

Definition und Interpretation von Risiken

Das Thema Risiko ist komplex und gefühlsgeladen. Im Sinne einer zunehmenden Gefahr kann Risiko als inhärent negativer Faktor betrachtet werden, im Sinne von Chance und Ertrag aber ebenso sehr als positiv. Standard & Poor's hat einige Eigenschaften identifiziert, die Fonds aufweisen und je nach individuellen Bedingungen Vermögensberatern helfen können, die potenzielle Gefahr exzessiver Risiken zu erkennen. Diese Eigenschaften lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:

  • Portfoliomerkmale, die in erster Linie mit der Portfoliokonstruktion zu tun haben,
  • Eigenschaften hinsichtlich der Volatilität, die mit der historischen Performance zusammenhängen.

Die Eigenschaften eines jeden Fonds sind im Anhang über die Risikofaktoren aufgeführt. Jeder Faktor gilt für das Verständnis eines Portfolios und des potenziellen Risikos als nützlich. Allerdings raten wir dazu, dass jeder Faktor im Kontext des jeweiligen Fonds und nicht für sich betrachtet werden sollte. Ebenso sehr raten wir von sektorübergreifenden Vergleichen ab. Die Definitionen und Bemerkungen bezüglich der Faktoren, die unten aufgelistet werden, sollen Denkanstöße sein und nicht als definitive Sicht von Standard & Poor's betrachtet werden. Von Bedeutung ist, dass “überdurchschnittliche”, “durchschnittliche” und “unterdurchschnittliche” Tabellenpositionen zwar identifiziert werden, diese jedoch als Fakten und nicht als Interpretation von Risiken dargestellt werden.

Portfoliomerkmale

Die von Standard & Poor's festgestellte durchschnittliche Sektorabweichung soll einen Maßstab dafür bieten, wie sehr ein Portfolio mit den Sektorgewichtungen innerhalb seiner Vergleichsgruppe übereinstimmt. Der Durchschnitt wird unter Bezugnahme auf die durch Fund Research abgedeckten Fonds in der Matrixtabelle errechnet. Die Abweichung wird dann durch Aufsummierung der Differenzen, ob positiv oder negativ, zwischen den Sektor-/Ländergewichtungen des Fonds und denen der Vergleichsgruppe festgestellt. Ein hohes Maß an Übereinstimmung bzw. eine niedrige Abweichung lässt auf einen Fonds mit weniger “Risiken” schließen. Das “Risiko” versteht sich im Vergleich zu Konkurrenzfonds. Während dies der Richtwert vieler Manager ist, betrachten andere die Wertentwicklung in absoluten Zahlen oder verglichen mit einem Index, welche wiederum andere Risikomerkmale aufweisen. Ein Fonds, der die gleichen Sektorgewichtungen wie der durchschnittliche Fonds aufweist, könnte daher als risikoarm eingeschätzt werden, allerdings könnte dieser selbe Fonds stark von seinem Vergleichsindex abweichen und sich damit in der Kategorie überdurchschnittlicher Risiken befinden.

Eine hohe Sektorabweichung gilt als überdurchschnittlich.

Sektorabweichung gegenüber dem Index

Die Sektorabweichung gegenüber dem Index zeigt, wie sehr ein Portfolio mit dem relevanten Index übereinstimmt. Ein hohes Maß an Übereinstimmung bzw. eine niedrige Abweichung lässt auf einen Fonds mit weniger “Risiken” schließen. Das “Risiko” versteht sich im Vergleich zum Index. Während dies der Richtwert vieler Manager sein mag, betrachten andere die Wertentwicklung in absoluten Zahlen und den Index selbst als mit hohem “Risiko” behaftet, während wiederum andere die Wertentwicklung relativ zu Konkurrenzfonds betrachten. Dies ist vor allem bei Regionen oder einzelnen Märkten von Bedeutung, in denen ein Land oder Sektor einen sehr großen Anteil des Indexes ausmacht, etwa im Falle von Japan innerhalb des Pazifiksektors.

Der Grad der Abweichung wird durch Aufsummierung der Differenzen, ob positiv oder negativ, festgestellt.

Anzahl der Positionen

Die Anzahl der Positionen soll einen Anhaltspunkt über das spezifische Portfoliorisiko liefern. Grundsätzlich gilt, je niedriger die Anzahl der Fondspositionen, desto höher das spezifische Risiko. Die moderne Portfoliotheorie lässt vermuten, dass eine sehr geringe Anzahl von rund 20 Positionen das spezifische Risiko adäquat verringern könnte. Die meisten Fondsmanager erachten eine derart niedrige Anzahl an Portfoliotiteln aber intuitiv als unvorteilhaft. Eine große Anzahl an Positionen kann das spezifische Risiko mindern. Die meisten Fondsmanager sind jedoch der Meinung, dass es ein Gleichgewicht zwischen einem diversifizierten Portfolio und performancerelevanten Titeln zu finden gilt. Eine sehr große Anzahl von Positionen kann als Schwächung des Wertentwicklungspotenzials durch allzu große Diversifizierung erachtet werden.

Die Anzahl der Positionen sollte zudem relativ zur Struktur des zugrunde liegenden Marktes betrachtet werden, in dem das Portfolio investiert ist. Kleinere, illiquide Märkte haben in der Regel Portfolios mit weniger Titeln zur Folge, als Fonds, die in äußerst liquide, ausgereifte Märkte investieren.

Eine kleine Anzahl von Positionen gilt als überdurchschnittlich.

Prozentualer Anteil der Positionen, die 90% des Portfolios ausmachen

Der prozentuale Anteil der Positionen, die 90% des Portfolios ausmachen, soll einen Eindruck über den so genannten "Tail" eines Fonds vermitteln. Ein hoher Anteil deutet auf einen kurzen "Tail", also ein kurzes "Rumpfende" hin, während ein niedriger Anteil auf eine relativ hohe Anzahl von Positionen hindeutet, welche die unteren 10% des Portfolios ausmachen. Ein langes "Rumpfende" könnte als mangelnde Verkaufsdisziplin oder Kaufüberzeugung gedeutet werden. Einige Fondsmanager halten jedoch absichtlich ein langes "Rumpfende". Damit möchten sie sicherstellen, dass sie potenziell interessante Unternehmen kontinuierlich im Auge behalten, die zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Meinung nach einen größeren Portfolioanteil ausmachen könnten. In einigen Ländern (z.B. in Japan) kann es aufgrund der Notwendigkeit von Wertpapierverkäufen in Round Lots zu langen "Rumpfenden" kommen. Dies führt dazu, dass Odd Lot-Bezugsrechte oder Gratisaktien im Portfolio verbleiben, während die Position an und für sich verkauft wurde. Ein kurzes “Rumpfende” deutet auf eine gleichmäßige Verteilung der Portfoliogewichtungen hin.

Ein langes “Rumpfende” gilt als überdurchschnittlich.

Prozentualer Anteil der zehn größten Positionen

Der prozentuale Anteil des Fonds, der in den zehn größten Positionen investiert ist, gibt Aufschluss über die Portfoliokonzentration und kann auf das Ausmaß eines “spezifischen” Risikos hinweisen, das ein Fondsmanager mit Einzelaktien einzugehen bereit ist. Ein hoher Portfolioanteil in den zehn größten Positionen gilt intuitiv als höheres Risiko. Diese Zahl muss jedoch im Kontext der geführten Wertpapiere betrachtet werden. Wenn ein Portfolio zum Beispiel zu 30% in den zehn größten Titeln investiert ist und diese 30% des Indexes ausmachen, dann könnte ein Anleger dies als relatives geringes “Risiko” erachten. Handelt es sich bei den zehn größten Positionen um kleinere Unternehmen, die zusammengenommen weniger als 2% des Indexes ausmachen, dann könnte dies als aggressivere Anlagestrategie bewertet werden.

Ein hoher prozentualer Anteil des Portfolios in den zehn größten Positionen gilt als überdurchschnittlich.

Prozentualer Anteil der fünf größten Positionen

Hierfür gelten die gleichen Bemerkungen wie unter “% in zehn größten Positionen”. Ein hoher prozentualer Anteil des Portfolios in den fünf größten Positionen gilt als überdurchschnittlich.

Portfolioumschlag

Der Portfolioumschlag gibt Aufschluss über die Handelsaktivität in einem Portfolio.

Er wird unter zwei Gesichtspunkten festgestellt: ob ein Fonds wächst oder abnimmt. Im Falle eines wachsenden Fonds, ergibt sich der Portfolioumschlag aus dem Wert der Wertpapiere, die während eines Geschäftsjahres des Fonds verkauft werden, ausgedrückt als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Fondsvermögens während des Geschäftsjahres. Bei einem Fonds mit rückläufigem Volumen ergibt sich der Portfolioumschlag aus dem Wert der Wertpapiere, die während eines Geschäftsjahres gekauft werden, ausgedrückt als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Fondsvermögens. Der Portfolioumschlag wird von dem Ausmaß der Mittelzu- oder -abflüsse bestimmt. Umfangreiche Mittelzuflüsse können genutzt werden, um Sektorgewichtungen anzupassen, ohne dafür Wertpapiere verkaufen zu müssen. Ein hoher Portfolioumschlag gilt als überdurchschnittlich.

Charakteristika der Performancevolatilität

Der Fund Research Quantitative Score (FRQ) von Standard & Poor's misst die Performance relativ zu Konkurrenzfonds und errechnet sich aus der durchschnittlichen Dezilplatzierung eines jeden Fonds innerhalb des durch Fund Research abgedeckten kombinierten Universums über jeden der vergangenen drei Zwölfmonatszeiträume (oder weniger, falls ein Fonds vor weniger als drei Jahren aufgelegt wurde). Je höher die Zahl, desto besser die Performance. Dies deutet aber nicht unbedingt auf eine über- oder unterdurchschnittliche Volatilität der relativen Performance bzw. Schwankungsbreite hin.

Die überdurchschnittliche, durchschnittliche und unterdurchschnittliche Anmerkung spiegelt das Ausmaß der Schwankung des Perzentils eines jeden Fonds verglichen mit dem Durchschnitt wider und wird unter Bezugnahme auf das ereichte minimale und maximale Perzentil verzeichnet. Das Drittel des Universums mit den höchsten Schwankungen erhält die überdurchschnittliche Anmerkung.

Volatilität

Volatilität ist ein Maß der historischen Performance eines Portfolios. Sie ergibt sich aus der Standardabweichung der monatlichen Fondserträge der letzten 36 Monate (thesauriert).

Je höher die sich ergebende Zahl, desto stärker schwankt die absolute monatliche Performance des Fonds. Die Volatilität gibt Aufschluss über die absolute Beständigkeit im Gegensatz zu Balkendiagrammen zu den einzelnen Jahresperioden, welche die relative Beständigkeit eines Fonds visualisieren. Zu beachten ist jedoch, dass es sich hier lediglich um ein Maß der absoluten Volatilität eines Fonds handelt, d.h. die Abweichung von seiner eigenen mittleren Wertentwicklung, das keinerlei Aufschluss über die Abweichung von einem Index oder Sektordurchschnitt gibt. Eine hohe Volatilitätszahl könnte auf eine beständige Outperformance oder eine beständige Underperformance gegenüber allen Konkurrenzfonds hinweisen. Eine niedrige Volatilität könnte aber ebenso sehr auf eine beständige Outperformance oder eine beständige Underperformance der Konkurrenzfonds hindeuten.

Eine hohe Volatilität gilt als überdurchschnittlich.

BETA

BETA - Diese Zahl misst die Volatilität eines Fonds relativ zu einem für Vergleichszwecke angemessenen Index. (Es sei darauf hingewiesen, dass das in einzelnen Berichten aufgewiesene BETA die Volatilität relativ zum Sektordurchschnitt und nicht zu einem Index ausdrückt.) Ein BETA über 1,0 lässt vermuten, dass die Volatilität eines Fonds höher ist als die des Sektors. In der Praxis weist ein BETA von 1,2 darauf hin, dass der Fonds nach oben hin um 20% besser, nach unten hin aber um 20% schlechter abschneiden dürfte als der Sektor.

R2

R2 - Diese Zahl gibt Aufschluss über die Korrelation der Performance eines Fonds mit einem angemessenen Index. Je höher diese Zahl ist, desto größer die Korrelation. Sehr hohe Korrelationsniveaus deuten auf einen Indexfonds oder einen Fonds hin, der einen Index quasi abbildet. Eine niedrige Zahl kann, vorbehaltlich der unter “Sektorabweichungen gegenüber dem Index” aufgeführten Beobachtungen, auf ein Portfolio mit überdurchschnittlichem Risiko hindeuten.

Ein niedriges R2 gilt als überdurchschnittlich.

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio misst, wie gut ein Fonds unter Einbeziehung seines Risikos abgeschnitten hat, und errechnet sich aus der annualisierten durchschnittlichen Fondsrendite, abzüglich der risikolosen Rendite, welche mit 5% veranschlagt wird. Eine niedrige Zahl deutet auf eine enttäuschende Performance gegenüber dem Risiko hin. Eine negative Zahl deutet darauf hin, dass der Fonds nicht einmal die Verzinsung einer risikolosen Anlage erreichen konnte.

Eine niedrige Sharpe Ratio gilt als überdurchschnittlich.

Quantitative Score Ratings – Anmerkungen

Die innerhalb der Sektorüberprüfung erzeugte Tabelle repräsentiert den FRQ (Fund Research Quantitative Score (FRQ) von Standard & Poor's) für jeden Fonds innerhalb des relevanten Fondsuniversums. Der FRQ ist in erster Linie ausschlaggebend dafür, ob bei einem Fonds ein Interview durchgeführt wird. Der FRQ errechnet sich aus dem gleich gewichteten und kombinierten Durchschnitt der gleitenden Sechsmonatsdurchschnitte sowohl der nicht-adjustierten Standard & Poor's Consistency Ratio (FRCR) als auch der volatilitätsadjustierten Standard & Poor's Consistency Ratio (FRCRa).

Die FRCR ergibt sich aus der durchschnittlichen Dezilplatzierung eines jeden Fonds innerhalb des kombinierten Universums in den vergangenen drei Jahre (oder zwei Jahren, falls keine dreijährigen Daten existieren), die dann mit zehn multipliziert wird.

Die FRCRa wird auf ähnliche Weise errechnet wie die FRCR. Die Dezilplatzierung eines Fonds wird jedoch auf Basis seiner absoluten Performance, dividiert durch seine Volatilität, bestimmt und der Fonds entsprechend neu eingeordnet.

Ein Fonds mit einer nicht-adjustierten Dezilplatzierung in jedem der vergangenen drei Jahre von 6,7,9 hätte eine FRCR von 73 1/3 [((6+7+9)/3)x10]. Würde der gleiche Fonds über volatilitätsadjustierte Dezilplatzierungen von 5,3,7 verfügen, dann wäre seine FRCRa 50 [((5+3+7)/3)x10]. In diesem Falle wäre der gewichtete Durchschnitt 61,7 [(0,5x73 1/3)+(0,5x50)]. Der FRQ ergäbe sich aus diesem Ergebnis und den Berechnungen der vorherigen fünf Monate, geteilt durch sechs.

Die FRQs für Fonds mit lediglich zweijähriger Performancebilanz werden um einen “Neuauflage”-Effekt bereinigt, wobei eine für den Sektor durchschnittliche Volatilität für die Berechnung der FRCRa verwendet wird. Fonds mit einer Performancebilanz von weniger als zwei Jahren werden nicht aufgezeichnet und erklären die unten erscheinenden Lücken. Sie werden aber in alphabetischer Reihenfolge für Referenzzwecke beibehalten.

Consistency Ratio

Die Consistency Ratio ist entweder mit High (H), Medium (M) oder Low (L) angegeben. Die angemessene Bandbreite wird durch das Schwankungsausmaß des volatilitätsadjustierten Perzentil eines jeden Fonds gegenüber dem Sektordurchschnitt in den vergangenen drei Jahren bestimmt. Ist die Performancebilanz des Fonds kürzer als drei Jahre, dann wird eine durchschnittliche “Volatilität” veranschlagt. Die Consistency Ratio errechnet sich unter Bezugnahme auf das minimale verzeichnete und maximal verzeichnete Perzentil in jedem Sektor. Die Differenz zwischen minimalen und maximalen Wert wird durch drei geteilt.

Fonds mit Perzentilschwankungen im unteren Drittel werden mit L gekennzeichnet, was einer unterdurchschnittlichen Sektor-"Volatilität" entspricht. Diejenigen im mittleren Bereich werden mit M gekennzeichnet, was einer durchschnittlichen Sektor-"Volatilität" entspricht. Diejenigen im höchsten Drittel werden mit H gekennzeichnet, was einer überdurchschnittlichen Sektor-"Volatilität" entspricht. Wir betonen, dass die Bandbreiten die Kennzahl Volatilität im herkömmlichen statistischen Sinne nicht ersetzt. Allerdings sollen sie diejenigen Fonds hervorheben, welche die stabilsten bzw. instabilsten Performancebilanzen aufweisen.

Volatilitätsadjustierte Rangplätze - Anmerkungen

Die Anhänge beinhalten für jeden in diesem Bericht abgedeckten Fonds volatilitätsadjustierte Rangplätze auf Basis der kumulativen Dreijahresperformance. Die Rangplätze bieten einen Anhaltspunkt für die Volatilität eines jeden Fonds und ein nützliches zusätzliches Hilfsmittel zur Einschätzung eines Fonds. In einigen Fällen unterscheidet sich der volatilitätsadjustierte Rang deutlich vom nicht-adjustierten Rang. Der volatilitätsadjustierte Rang wird auf Basis einer Dreijahresperiode errechnet, indem die kumulative Gesamtrendite des Fonds durch seine monatliche Standardabweichung (nur auf Basis der Kapitalrendite) geteilt wird.