Aktien Grundwissen für Anfänger

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Quelle: Bro Crock

1. Aktien einfach erklärt

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das ein Teilhaberrecht an einem Unternehmen verbrieft. Der Aktionär ist am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt, prozentual oder in Höhe des auf der Aktie ausgewiesenen Nennwertes.

Aktien werden von Aktiengesellschaften (AGs) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaAs) begeben um sich Eigenkapital zu verschaffen. Anschließend können die Aktien an verschiedenen Wertpapierbörsen gehandelt werden. Der Wert einer Aktie hängt von Angebot und Nachfrage der Aktie an den Börsen ab.

In der Satzung und im Aktiengesetzt sind die Rechte eines Aktionärs geregelt.

Verwaltungsrechte:

  • Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung
  • Auskunftsrecht
  • Stimmrecht

Vermögensrechte:

  • Anspruch auf Dividende
  • Bezugsrecht
  • Anspruch auf Berichtigungsaktien
  • Anteil am Liquiditionserlös

Aktien können je nach Art verschiedene Ausstattungsmerkmale aufweisen. Die Inhaberaktie und Namensaktie haben eine unterschiedliche Art der Übertragung. Die Stammaktie und Vorzugsaktie unterscheiden sich im Umfang des verbrieften Rechts.

2. Arten und Ausstattungsmerkmale von Aktien

Nach Art der Übertragung

Inhaberaktie:

Diese Aktien werden einfach durch Einigung und Übergabe übertragen. Die Aktiengesellschaft weiß nicht wer alles im Besitz der Aktien ist.

Namensaktie:

Die meisten Aktien sind mittlerweile Namensaktien. Hier werden die Aktionärsdaten in das Aktienregister der AG eingetragen. Gem. AktG §67 werden Name, Geburtsdatum und Adresse des Aktionärs gespeichert. Die Aktiengesellschaft kann dadurch gezielt ihre Aktionäre informieren und frühzeitig bei einer feindlichen Übernahme agieren.

Nach dem Umfang des verbrieften Rechts

Stammaktie:

Diese Aktien verbriefen alle satzungsgemäßen und gesetzlichen Aktionärsrechte (siehe Aktionärsrechte).

Vorzugsaktie:

Diese Aktien haben gegenüber den Stammaktien ein Vorrecht, dafür verzichten sie auf das Stimmrecht bei derHauptversammlung. In den meisten Fällen wird bei der Vorzugsaktie eine höhere Dividende gezahlt.

3. Dividende und Ausschüttung

Die Dividende ist eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre. Auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft wird die Höhe der Dividende pro Aktie festgelegt und einmal jährlich an die Aktionäre gezahlt. Entscheidend für die Höhe der Dividende sind der Bilanzgewinn und die zukünftigen Gewinnerwartungen des Unternehmens.

4. Bezugsrechte

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung erhalten Aktionäre mit dem Bezugsrecht das Recht, eine bestimmte Anzahl junger Aktien zu kaufen. Der Aktionär hat die Möglichkeit, seinen prozentualen Anteil am Grundkapital aufrecht zu erhalten, da es sonst durch die Kapitalerhöhung zu einem Verwässerungseffekt kommt. Bezugsrechte haben einen rechnerischen Wert, daher kann das Recht entweder innerhalb einer Frist ausgeübt werden oder an der Börse verkauft bzw. gehandelt werden.

5. Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft

Aktiengesellschaften können sich durch die Erhöhung des Grundkapitals finanzieren. Für eine Kapitalerhöhung ist der Beschluss der Hauptversammlung mit einer ¾ Mehrheit notwendig. Es wird zwischen einem direkten HV-Beschluss und genehmigtem Kapital unterschieden.

Beim genehmigten Kapital wird der Vorstand der AG ermächtigt, innerhalb einer bestimmten Zeit das Grundkapital um max. 50% zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung ist in diesem Fall nicht an einen bestimmten Finanzierungsanlass und exakten Zeitpunkt gebunden, somit können günstige Kapitalmarktsituationen ausgenutzt werden und es besteht eine hohe Flexibilität in der finanziellen Disposition.

6. Arten der Kapitalerhöhung

  • Kapitalerhöhung gegen Einlagen: Die Aktiengesellschaft erhält durch die Emittierung junger Aktien zusätzlich liquide Mittel in Höhe des Kurswertes. Die Altaktionäre erhalten für ihre Aktien entsprechend einem Bezugsverhältnis Bezugsrechte.
  • Bedingte Kapitalerhöhung: Die Aktiengesellschaft gibt Optionsanleihen/Wandelanleihen aus. Die Inhaber dieser Anleihe haben neben dem Forderungsrecht ein zusätzliches Bezugsrecht auf Aktien. Übt der Anleiheninhaber sein Bezugsrecht aus, erhöht sich das Grundkapital der Aktiengesellschaft. Auch hier haben die Altaktionäre ein gesetzliches Bezugsrecht auf die Optionsanleihe/Wandelanleihe.
  • Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln: Bei dieser Art der Kapitalerhöhung werden Kapital- und/oder Gewinnrücklagen in Grundkapital umgewandelt. Die Altaktionäre erhalten Berichtigungsaktien/ Gratisaktien, damit sich ihr prozentualer Anteil am Unternehmen nicht verringert.

7. Hauptversammlung

Die ordentliche Hauptversammlung (HV) findet einmal jährlich statt und wird vom Vorstand der AG einberufen. An ihr können die Aktionäre des Unternehmens teilnehmen und bei der Beschlussfassung mitbestimmen.

Themen der HV sind unter anderem die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalerhöhungen, Übernahmen, Satzungsänderungen, Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Die Aktionäre werden vom Vorstand über die aktuelle wirtschaftliche Situation und zukünftige voraussichtliche Entwicklungen der Aktiengesellschaft unterrichtet. Desweiteren können die Aktionäre Auskünfte über rechtliche und geschäftliche Angelegenheiten des Unternehmens verlangen.

Eine außerordentliche Hauptversammlung wird nur in dringenden Fällen, bei denen eine schnelle Entscheidung notwendig ist, einberufen.

8. Risiken bei der Anlage in Aktien

Unternehmerisches Risiko

Für den Anleger besteht die Gefahr, dass seine Erwartungen hinsichtlich der Kursentwicklung nicht erfüllt werden. Im Worst-Cast-Fall kann bei Insolvenz der Aktiengesellschaft ein Totalverlust entstehen.

Kursänderungsrisiko

Die Aktienkurse können durch eine Vielzahl von Faktoren unterschiedlich stark beeinflusst werden. Die Kursschwankungen der Aktienkurse sind meist unvorhersehbar. Einfluss auf den Aktienkurs haben beispielsweise Unternehmensnachrichten, Geschäftsberichte, Wirtschaft-, Währungs- und Geldpolitik oder andere bedeutende Ereignisse.

Beim Risiko kann zwischen dem allgemeinen Marktrisiko (systematischen Risiko) und dem unternehmensspezifischen Risiko (unsystematisches Risiko) differenziert werden. Das systematische Risiko besteht unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der AG, so kann der Kurs einer Aktie aufgrund der Tendenz am Aktienmarkt steigen oder fallen.

Dividendenrisiko

Die Höhe der Dividende hängt von dem Ergebnis der Aktiengesellschaft ab. Bei Verlustsituationen kann die Dividende an den Aktionär im Vergleich zum Vorjahr gekürzt oder komplett gestrichen werden. Es werden zwar Prognosen über die erwartete Dividende erstellt, aber der exakte Wert wird erst am Tag der Hauptversammlung festgelegt.

9. Die wichtigsten Kennzahlen bei Aktien

Gewinn je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist eine für die Beurteilung der Ertragskraft einer Unternehmung wichtige Kennzahl, die angibt, welcher Teil des gesamten Unternehmensgewinns auf eine Aktie entfällt.

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Beim KGV (engl.: Price-Earnings-Ratio (PER)), dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, handelt es sich um eine Rentabilitätskennziffer, die im Rahmen der Aktienanalyse errechnet wird. Mit dem KGV wird zum Ausdruck gebracht, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns eine Aktie an der Börse bewertet wird (d.h. wie oft der Gewinn im Aktienkurs enthalten ist).

KGV = Aktienkurs (in EUR) / Gewinn pro Aktie (in EUR)

Der Gewinn je Aktie setzt sich zusammen aus dem Gesamtgewinn der Aktiengesellschaft (AG) bezogen auf eine Aktie. Zur Berechnung des Gewinns je Aktie hat die DVFA (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung) eine feste Gewinndefinition zum Zweck der Analyse entwickelt. Der Grund dieses festen Gewinnbegriffs ist es, periodenfremde, außerordentliche und sonstige Sondereinflüsse auszuschalten.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eines der am gebräuchlichsten Instrumente bei der Beurteilung von Aktien. Mit ihm ist es möglich, Aktien mit verschiedenen Kursen zu vergleichen. Mit dem KGV hat man eine Kennziffer, die es erlaubt, Aussagen über die Preiswürdigkeit einer Aktie zu machen. Hierbei vergleicht man das Einzel-KGV (KGV je Aktie) mit dem Gesamtmarkt-KGV. Aktien, die ein geringeres KGV haben als der Durchschnitt des gesamten Aktienmarktes, werden als preiswert eingestuft.

PEG (Price-Earnings to Growth-Ratio)

Die Kennzahl Price-Earning to Growth-Ratio (PEG) setzt das KGV eines Geschäftsjahres in Relation zum erwarteten Gewinnwachstum im kommenden Geschäftsjahr.

Die Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl zur Bewertung und zum Vergleich von Aktien. Die Dividendenrendite setzt die vom Unternehmen gezahlte Dividende mit dem Kurs der Aktien ins Verhältnis. Diese Kennzahl kann sowohl auf Basis der momentan gezahlten Dividende, als auch auf Basis von erwarteten künftigen Dividenden berechnet werden.

Cash-Flow pro Aktie

Der Cash-Flow pro Aktie errechnet sich durch Division des Cash-Flows durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien.

Cash-Flow pro Aktie = Cash-Flow : Anzahl ausgegebener Aktien

Für die Historie stammt der Cash-Flow pro Aktie aus den Cash-Flow-Berechnungen auf Basis der Angaben in den publizierten Unternehmensberichten, für die Zukunft auf Basis von Analystenschätzungen. Der Cash-Flow pro Aktie dient als Grundlage für die Vergleichskennzahl Kurs-Cash-Flow-Verhältnis.

KCF (Kurs-Cash-Flow)

Der Kurs-Cash-Flow ist der Quotient aus Cash-Flow je Aktie und dem Aktienkurs. Dabei wird der Aktienkurs durch den Cash-Flow je Aktie dividiert. Bei der indirekten Ermittlung werden diejenigen Erfolgsgrößen einbezogen, die von Bewertungsmaßnahmen herrühren und nicht zu periodengleichen Zahlungen führen.

KCF = Aktienkurs : Cash-Flow je Aktie

Der Kurs-Cash-Flow als liquiditätsorientierte Kennzahl dient zur Bewertung der Entwicklung der Ertragskraft einer Unternehmung in der Zukunft sowie zum Vergleich verschiedener Unternehmungen miteinander. Die Zunahme der Bedeutung des KCF kann u.a. darauf zurückgeführt werden, dass er wesentlich weniger anfällig ist gegen bilanzpolitische Manipulationen als die im Jahresabschluss ausgewiesene Gewinngröße.

KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis)

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) stellt den aktuellen Börsenkurs einer Aktie seinem bilanziell ausgewiesenem Buchwert pro Aktie gegenüber.

KBV = aktueller Börsenkurs : Buchwert je Aktie

Diese Kennzahl ermöglicht eine Aussage darüber, mit welchem Aufschlag das eingesetzte Kapital an der Börse bewertet wird. Je größer die Kennzahl ist, desto positiver sind die von den Marktteilnehmern erwarteten Zukunftsaussichten. Allerdings ist somit das Kurswachstumspotential nach oben möglicherweise begrenzter und das Rückschlagspotential größer als bei Unternehmen mit einem vergleichbar geringeren Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens.

Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Unternehmung. Unter dem Risiko- bzw. Sicherheitsaspekt kann man sagen: Je höher die Eigenkapitalquote, desto größer ist prinzipiell die Ausgleichsmöglichkeit von eingetretenen Verlusten der Unternehmung. Beim Unternehmensvergleich gilt grundsätzlich die Aussage, dass eine höhere Eigenkapitalquote unter dem Gesichtspunkt der Insolvenzsicherheit als positiv zu bewerten ist, was sich empirisch bewiesen hat.

Allerdings kann eine zu hohe Eigenkapitalquote (also Sicherheit im übertriebenen Sinne) auch für eine mangelnde Investitions- und Wachstumsbereitschaft eines Unternehmens sprechen. Hierbei wird die höhere Eigenkapitalquote bzw. Sicherheit zu Lasten einer geringeren Eigenkapitalrendite "erkauft".

Die Eigenkapitalquote sollte sowohl im historischen Zeitverlauf als auch im Branchenvergleich sowie in Kombination mit der Eigenkapitalrendite analysiert werden.

Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad eines Unternehmens berechnet sich aus dem Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital.

Grundsätzlich gilt, je höher der Verschuldungsgrad eines Unternehmens desto abhängiger ist das Unternehmen von externen Gläubigern. Wird bei der Beurteilung des Verschuldungsgrades bzw. der Eigenkapitalquote eines Unternehmens der sogenannte Leverage-Effekt berücksichtigt, so zeigt sich, dass unter bestimmten Voraussetzungen aus Rentabilitätsgründen ein höherer Verschuldungsgrad bzw. eine geringere Eigenkapitalquote positiv beurteilt werden können.

Folglich dürfen die Kennzahlen Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote nie isoliert betrachtet werden, sondern sollten in Verbindung mit der Ertragslage der Unternehmung betrachtet werden. Generell lässt sich festhalten, dass einem höheren Ertragsrisiko durch einen höheren Eigenkapitalanteil Rechnung getragen werden sollte, da bei höherem Eigenkapitalanteil die finanzielle Stabilität eines Unternehmens größer ist.

Eigenkapitalrendite

Eigenkapitalrendite (Return on Equity) - Kapitalrentabilität eines Unternehmens. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Jahresüberschuss dividiert durch das eingesetzte Eigenkapital. Sie gibt die Verzinsung des Eigenkapitals an und ist deswegen vor allem aus Sicht der Aktionäre wichtig.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen einer Branche gilt grundsätzlich: Je höher die Eigenkapitalrendite desto positiver. Allerdings muss eine relativ geringe Eigenkapitalrendite für sich nicht unbedingt negativ interpretiert werden, falls z.B. die Gesellschaft diese in den letzten Geschäftsjahren sukzessive erhöhen konnte, der Trend also positiv ist. Dann lässt sich hieraus interpretieren, dass das Management die Ertragssituation in den Griff bekommt.

10. Ordertypen für den Aktienhandel

Billigst-Order

Bei dem Ordertyp Billigst wird kein Kaufkurs angegeben (unlimitiert) und der Kauf zum nächsten handelbaren Kurs (Briefkurs) ausgeführt. Während bei liquiden Wertpapieren ein derartiger Kauf kein Problem darstellt, sollte bei weniger liquiden Wertpapieren grundsätzlich ein Limit angegeben werden.

Bestens-Order

Eine unlimitierte Verkaufsorder wird mit dem Ordertyp Bestens beschrieben. Das Wertpapier wird zum nächsten handelbaren Kurs (Geldkurs) verkauft.

Limit-Order

Bei einer Limit Order wird vorher ein Kurs festgelegt, der für einen vorher bestimmen Zeitraum gilt. Limitierte Kauforders werden erst ausgeführt wenn der Wertpapierkurs gleich oder kleiner als das Limit ist. Limitierte Verkaufsorders werden erst ausgeführt wenn der Wertpapierkurs das Limit erreicht hat.

Stop Buy-Order

Beim Erreichen oder Überschreiten eines vom Anleger festgesetzten Aktienkurses (Limit) werden Kaufaufträge zum nächsten handelbaren Börsenkurs billigst ausgeführt, unabhängig davon, ob dieser aktuelle Kurs über oder unter dem vom Auftraggeber festgesetzten Kurs liegt.

Stop Loss-Order

Bei der Stop Loss Order wird ein Kurs unterhalb des aktuellen Börsenkurses festgelegt, das Wertpapier bestens zum nächsten handelbaren Kurs verkauft, sobald dieser Kurs erreicht oder unterschritten wird. Der Stop Loss dient der Verlustminimierung und kann daher sehr sinnvoll sein.

One Cancel the Other-Order

Bei der One-Cancel-the-Other-Order wird ein Verkaufslimit über dem aktuellen Börsenkurs festgelegt und gleichzeitig ein Stop Loss, um die Position nach unten hin abzusichern.

Bei Erreichung eines der Limits wird die Order ausgeführt und das andere Limit automatisch gelöscht. Es handelt sich also um eine Orderkombination, bei der entweder die Verkaufsorder ausgeführt wird um einen Gewinn mitzunehmen oder die Stop Loss-Order ausgeführt wird, um den Verlust zu begrenzen.

Trailing Stop Loss-Order

Die Trailing Stop Loss-Order ist eine Variante der normalen Stop Loss-Order und dient dem Schutz einer Wertpapierposition.

Hierbei wird ein Differenzwert in Prozent oder als absoluter Wert zum aktuellen Börsenkurs festgelegt. Steigt der Wertpapierkurs, wird der Trailing Stop Loss automatisch unter Beachtung des Differenzwertes nachgezogen um somit aktuelle Kursgewinne abzusichern. Fällt jedoch der Kurs, bleibt der Stop Loss an seiner aktuellen Position.

Der Trailing Stop Loss ist ein komfortabler Ordertyp, da der Stop Loss nicht manuell angepasst werden muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Ausführung kommt, ist jedoch bei zu geringem Differenzbetrag und hoher Kursschwankung sehr hoch.