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Anleger setzen auf frische Geldspritzen der Notenbanken

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die Hoffnung auf neue Konjunkturhilfen der großen Notenbanken hat die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag angetrieben.

Einige Anleger setzten auf eine spätere US-Zinswende und zusätzliche Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB). Dax und EuroStoxx50 gewannen jeweils gut 1,4 Prozent auf 10.059 und 3233 Punkte. "Die jüngsten Daten aus den USA geben Anlass zur Sorge", sagte Aurelija Augulyte, Devisenstrategin der Nordea Bank. "Sollte sich die Lage in Europa nicht verbessern und auch China nicht erholen, stehen die Chancen gut, dass wir bald über eine Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed sprechen."

Neue Nahrung erhielten die Spekulationen über die US-Geldpolitik vom durchwachsenen Konjunkturbericht der Notenbank Fed - im Börsenjargon "Beige Book" genannt. "Es sieht danach aus, als ob einige Fed-Mitglieder eher früher als später eingestehen müssen, dass das wirtschaftliche Umfeld eine Veränderung der Zinsen derzeit nicht rechtfertigt", sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Investoren gehen mehrheitlich davon aus, dass die US-Zinserhöhung frühestens 2016 kommt.

Aussagen von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny schürten bei vielen Investoren die Erwartung zusätzlicher Geldspritzen der EZB. Der Österreicher betonte, dass das Inflationsziel der Notenbank von knapp zwei Prozent "deutlich verfehlt" werde. "In meinen Augen ist es offensichtlich, dass wir eine Reihe von zusätzlichen Instrumenten brauchen". Der Euro gab seine anfänglichen Gewinne ab und verbilligte sich nach US-Inflationsdaten auf 1,1407 Dollar.

ZALANDO STÜRZEN NACH ZAHLEN AB

Bei den deutschen Aktienwerten standen Zalando mit einem Kurssturz von knapp 13 Prozent auf 26,55 Euro im Fokus. Hohe Investitionen und mangelnde Zahlungsmoral haben Europas größtem Online-Modehändler einen Verlust eingebrockt. Die Firma war im vergangenen Herbst mit einem Ausgabekurs von 21,50 Euro an die Börse gegangen.

Unerwartet starke Umsatzzahlen trieben die Aktien des Lebensmittel- und Konsumgüterkonzerns Unilever an. Die Titel stiegen in Amsterdam in der Spitze um 5,2 Prozent auf ein Zwei-Monatshoch von 39,53 Euro. Die Lust auf Eis hat die Geschäfte des britisch-niederländischen Magnum-Herstellers im heißen Sommer beflügelt.

In London brachen Burberry um bis zu 13 Prozent ein, nachdem der für seine Karomuster bekannte Luxusgüter-Hersteller einen Umsatz unter Markterwartungen bekanntgegeben hatte. Wegen eines schwächelnden Absatzes in China und Hongkong lagen die Einnahmen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015/2016 bei 774 Millionen Pfund (1,05 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt 818 Millionen Pfund vorhergesagt.

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