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Fonds-Perlen: Das Patriarchen-Portfolio von Hauck & Aufhäuser

DAS INVESTMENT

Mit dem H&A Unternehmensfonds Europa kaufen Investoren in inhabergeführte Firmen ein.

"Der Alte ist noch mit 95 Jahren ins Büro gekommen und hat nie den Fahrstuhl benutzt", erzählt Volker Riehm. Der Manager des H&A Unternehmerfonds Europa von Hauck & Aufhäuser erinnert sich noch gut an Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller.

Seit dem Tod seines Vaters Arnold Peter Møller 1965 leitete er die Geschäfte der dänischen Reederei A.P. Møller Mærsk. "Er hat den familieneigenen Betrieb zum größten Unternehmen in Skandinavien und zur größten Containerschiff-Reederei der Welt ausgebaut", so Riehm.

Erst 1993, mit 80 Jahren, wechselte er als Vorsitzender in den Aufsichtsrat und blieb bis 2003. Auch danach hatte er bei Entscheidungen immer noch ein wichtiges Wort mitzureden: Als Chef der Mærsk-Familienstiftung, die rund 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien hält.

Als er 2012 im Alter von 98 Jahren starb, übernahm seine jüngste Tochter Ane Uggla die Leitung der Stiftung. Vorstandschef der Firma ist seit 2007 Nils Smedegaard Andersen.

"Die Nachfolge im Unternehmen wurde bei Mærsk gut geregelt", sagt Riehm. Die Reederei ist mit 5,6 Prozent derzeit die größte Position in seinem Portfolio.

Mindestens 25 Prozent in Privathand

Riehm kauft ausschließlich Aktien inhabergeführter Unternehmen. Die Firmen müssen einen oder mehrere private Großaktionäre haben, die eine Sperrminorität von mindestens 25 Prozent der Stimmrechte direkt oder indirekt halten.

Riehm: "Besteht über die Präsenz in Vorstand oder Aufsichtsrat ein nachweislicher Einfluss auf die Unternehmensstrategie, genügt ausnahmsweise auch ein Anteil von 20 Prozent."

Der Firmensitz muss zudem in Westeuropa sein. Rund 550 Titel kommen damit infrage, 30 bis 50 davon schaffen es in Riehms Portfolio.

Bei der Auswahl achtet er auf die klassischen Finanzkennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Kurs-Buchwert-Verhältnis. "Inhaberkontrollierte Aktiengesellschaften haben in der Regel eine überdurchschnittliche Wachstums-, Margen- und Finanzstärke", so Riehm.

Der Grund: "Die bewusste Konzentration auf die Kernkompetenzen und die meist langfristigere und vorsichtigere Ausrichtung." Inhabergeführte Firmen haben aber auch spezifische Risiken.

"Eine wirksame Kontrolle des Firmenchefs durch Aufsichtsgremien bleibt gern mal auf der Strecke", so Riehm und weiter: "Außerdem kann der Übergang auf die nächste Generation zu einem Problem werden. Ich muss darum deutlich stärker auf die Personen achten."

Wann er verkauft? "Wenn der faire Wert des Unternehmens an der Börse erreicht ist, wenn sich das Geschäftsmodell ändert. Møller also plötzlich in Mode machen würde. Oder aber, wenn sich im Management etwas ändert, Stichwort schlechte Nachfolgeregelung", so Riehm.

Draghi hat die Rendite verhagelt

Seit Auflegung liegt der Fonds rund 30 Prozentpunkte vor dem Aktienindex Euro Stoxx 50 bei einer deutlich niedrigeren Volatilität. 2013 lief es allerdings nicht so gut. Riehm: "Bis Juli 2012 war alles perfekt. Ich hatte immer Outperformance. Dann kam Draghi."

Die Geldflut des EZB-Chefs habe alles gerettet, vor allem auch südeuropäische Banken. "Weil in Euroland keine inhabergeführten Finanzinstitute an der Börse notiert sind, bin ich da nicht investiert, der Euro Stoxx aber schon."

Doch die aktuelle Euro-Schwäche komme den Unternehmen in seinem Portfolio zugute. Was seinen Fonds von anderen Europa-Fonds abgrenzt? "Er ist strukturell in einer anderen Ecke. Er ist internationaler ausgerichtet, hat mehr Konsumgüter und Maschinenbau im Portfolio und keine Finanzen", so Riehm.

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Quelle: Bloomberg

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