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Aktie von Hugo Boss nach Gewinnwarnung im Sturzflug

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Und der nächste: Mit Hugo Boss muss erneut ein Konzern eine Gewinnwarnung aussprechen. Der Aktienkurs der Modefirma bricht ein.

Aktie von Hugo Boss nach Gewinnwarnung im Sturzflug

Abermals lässt eine Gewinnwarnung eine Aktie abstürzen. Diesmal ist es der Modekonzern Hugo Boss, der Anleger verscheckt. Die Aktie bricht am Freitag um rund 10 Prozent auf weniger als 92 Euro ein. Damit waren die Papiere im freundlich tendierenden MDax mit großem Abstand Tabellenletzter. Seit Montag dieser Woche summiert sich das Minus bereits auf gut 14 Prozent.

Die meisten Experten wurden von der Gewinnwarnung kalt erwischt, hatten sie doch damit gerechnet, dass sich die Dynamik aus dem zweiten Quartal fortsetzt. In ersten Reaktionen setzten die Analysten von JPMorgan, Deutscher Bank, Societe Generale, Barclays und DZ Bank ihre Kursziele herab. Einige kündigten an, ihre Einstufung der Aktie zu überprüfen.

Sinkende Nachfrage belastet Ergebnis

Hugo Boss kämpft mit einer schwächeren Nachfrage aus Asien und Einbußen in Amerika. Zwar stieg der Umsatz im dritten Quartal um 4 Prozent, einige Branchenkenner hatten jedoch mit einem prozentual zweistelligen Zuwachs gerechnet. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebitda) fiel um 8 Prozent. Dies stimmte die Schwaben auch für das Gesamtjahr 2015 pessimistischer: Hugo Boss senkte seine Wachstumsprognose für Umsatz und operativen Gewinn.

Der Modekonzern reiht sich mit der Gewinnwarnung in eine Riege von deutschen Unternehmen ein, die in dieser Woche ihre Prognose kappen mussten. Zuvor hatten bereits der Autozulieferer Leoni, der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk und der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson eine Gewinnwarnung herausgegeben. Der Kurs aller drei Aktien brach daraufhin massiv ein.

Analysten bleiben zuversichtlich

Bei Hugo Boss glaubt die Mehrheit der Experten trotz der Enttäuschung über die jüngsten Zahlen allerdings an eine positive Geschäftsentwicklung. Barclays-Analyst Julian Easthope reduzierte zwar seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2015 bis 2017, betonte aber die hervorragenden langfristigen Aussichten des Modekonzerns, vor allem bei Damenmode. Sein Kollege Warwick Okines von der Deutschen Bank kürzte wegen negativer Währungseffekte ebenfalls seine Gewinnprognosen, sieht den eingetrübten Ausblick auf das restliche Jahr jedoch nicht allzu pessimistisch.

Analyst Thierry Cota von der Societe Generale SocGen schraubte seine Schätzungen für 2015 und die Folgejahre zurück. Die Gewinnwarnung des Modekonzerns werfe einige Fragen hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Unternehmensziele auf, schrieb er in einer Studie vom Freitag.

Deutlich positiver gestimmt zeigte sich hingegen der Experte Guillaume Gauvillé von der Credit Suisse. Er glaubt daran, dass die Bruttomarge der Metzinger im zweiten Halbjahr dennoch steigen wird und hob den ungebrochenen Sparwillen des Vorstands hervor.

OnVista/dpa-AFX
Foto: 360b/shutterstock.com

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09.12.2016, 17:35, Xetra

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