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DAX - Kommt bald ein 1.000 Punkte Kursrutsch ?

DAX - WKN: 846900 - ISIN: DE0008469008 - Kurs: 9.315,29 Punkte (XETRA)
TecDAX - WKN: 720327 - ISIN: DE0007203275 - Kurs: 1.206,78 Punkte (XETRA)
MDAX - WKN: 846741 - ISIN: DE0008467416 - Kurs: 16.029,23 Punkte (XETRA)
Dow Jones Industrial Average - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 16.026,75 Punkte (NYSE)
Amex Biotech - WKN: 969682 - ISIN: XC0009696821 - Kurs: 2.374,01 Punkte (Indikation)
EURO STOXX 50 - WKN: 965814 - ISIN: EU0009658145 - Kurs: 3.102,00 Punkte (Deutsche Bank Indikation)

Der Titel dieser Analyse möge dazu dienen, dass die Alarmhormone Adrenalin und Noradrenalin aus Ihrem Nebennierenmark freigesetzt werden. Meines Erachtens zieht sich die charttechnische Großwetterlage zusehends zu. Die Folgen der Kursschwäche in den US Märkten sind noch nicht absehbar. Ich habe aber das ungute Gefühl, dass die massiven Sell Offs in den high-beta Sektoren wie Biotech und Internet den zuletzt festeren Value-Bereich beginnen zu infizieren. Aktien aus dem Pharma-Sektor beginnen ebenfalls zu schwächeln, ebenso Aktien aus dem US Bankensektor.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung ?

Meines Erachtens ist der Hauptgrund nicht China, auch nicht die Ukraine und auch nicht die schlechteren Quartalszahlen aufgrund des harten Winters in den USA, sondern das Tapering der US Notenbank FED. Das Ausmaß der Liquidität, das dem Markt zugeführt wird, wird konsequent verringert. Im ersten Halbjahr 2015 wird sogar die erste US Leitzinsanhebung erwartet. Die Kursmuster der letzten Monate zeigen in vielen US Indizes Übergänge in große Seitwärtsbewegungen und in einigen auch schon Ausbrüche aus diesen Seitwärtsbewegungen nach unten.

Der Markt geht wieder in US Staatsanleihen, die Renditen derselben beginnen unerwartet deutlich zu bröckeln. Meines Erachtens ist diese Entwicklung für Marktbeobachter nicht erwartungsgemäß.

Wenn Sie mich fragen, welche Sektoren/Regionen/Segmente weltweit bullisch aussehen ? Dann möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass hochkapitalisierte Value-Aktien zumindest deutlich fester tendieren als Growth-Aktien. Letztere erleben seit Wochen eine echte Bereinigung. Das sind nicht mehr nur partielle kurze Rücksetzer!

Auffällig ist aus Sicht der Charttechnik, dass der brasilianische Index an einer größeren Trendbewegung nach oben arbeitet, dass viele asiatische Indizes wie beispielsweise die von/aus Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Philippinen, Taiwan, Indien in großen bullischen Kursmustern verlaufen. Ebenfalls sehr stark ist der kanadische Leitindex und der israelische Leitindex.

DAX

Anbei der Kursverlauf des DAX seit 2004 im Monatschartintervall (1 Kerze = 1 Monat). Seit 5 Monaten läuft der deutsche Leitindex im Bereich einer wichtigen Preisprojektion in Höhe 9.550 Punkte seitwärts. Außerdem läuft in diesem Bereich auch eine wichtige parallel projizierte Widerstandslinie. Geht es alleine um die Auswertung der Signale in diesem Zeitfenster, wäre eine Korrektur von rund 1.000 Punkten locker drinnen. S. grauer gestrichelter Prognosepfeil.

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Es gilt für die eigentliche Prognose den Kursverlauf des DAX unter dem charttechnischen Elektronenmikroskop anzuschauen. Im Folgenden sehen Sie den DAX Kursverlauf seit Oktober 2013 (1 Kerze = 1 Tag).

Auf Basis von Intermarketfaktoren gehe ich hier davon aus, dass im DAX die Gefahr eines Rücklaufs bis 8.900 Punkte besteht. Ähnlich wie im Eurostoxx50 würde dies auf eine mehrmonatige Seitwärtskorrekturphase hinweisen. So einfach wie in den letzten Jahren dürfte der Markt nicht mehr zu handeln sein.

Sie finden mich täglich hier: http://go.guidants.com/de#c/harald_weygand

Ja, meine Damen und Herren. Der GodmodeTrader ist das eine große Projekt der BörseGo AG und Guidants ist das andere große Projekt.

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MDAX

Der MDAX topt. Gerade auch mit den negativen Vorgaben des gleichen Segments in den USA, gehe ich davon aus, dass der Index in der nächsten Zeit Gefahr läuft nach unten wegzusacken in Richtung 14.880 Punkte.

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TecDAX

Und auch der TecDAX sieht charttechnisch äußerst kritisch aus. Mögliche Korrekturziele liegen im TecDAX bei 1.150 und 1.100 Punkten

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Eurostoxx50

Der Eurostoxx50 ist in das mehrmonatige symmetrische Korrekturdreieck zurückgefallen. Damit liegt ähnlich wie im Dow Jones und S&P 500 Index ein kurzfristiger Fehlausbruch nach oben vor. Fehlausbrüche sind Warnsignale. Sie sind Symptome eines zunehmend nervösen Markts.

Im Eurostoxx50 besteht die Gefahr eines Rückfalls bis 3.000 Punkte. "Alles" bis 3.000 Punkte wäre eine überschaubare Korrektur. Seit Oktober 2013 würde sich eine Seitwärtskorrektur ergeben. Sollte der Eurostoxx50 unter 3.000 Punkte fallen, müßte das Chartbild neu bewertet werden.

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Anbei der Eurostoxx50 im Wochenchartintervall (1 Kerze = 1 Woche).

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Dow Jones

Nach dem Fehlausbruch in den zurückliegenden 2 Wochen und dem Rückfall der letzten Handelstage, ist nun auch im Dow Jones der Übergang in eine breite Seitwärtsbewegung wahrscheinlich. Die untere Begrenzung dieser Bewegung liegt bei 15.350 Punkten. Ab jetzt kann klar festgehalten werden: Erst wenn der Index über das Fehlausbruchshoch bei 16.600 Punkte ansteigen kann, würde ich wieder forciert bullisch werden.

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Anbei die Makro-Muster des Dow Jones (1 Kerze = 1 Woche). Es ist möglicherweise schon zu weit vorausgedacht, aber die Möglichkeit einer Doppeltop-Trendwende ist gegeben.

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NYSE Arca Biotech Sectorindex

Wie mehrfach berichtet, stehen in den USA die Sektoren und Marktsegmente unter Abgabedruck, die hoch bewertet sind. Stichwort "Growth".

Im Biotechsektor liegt nach meiner charttechnischen Lesart seit dieser Woche eine echte SKS Trendwendeformation vor. Die Nackenlinie dieser Formation bei 2.450 Punkten wird direkt wie Butter durchschlagen.

Der Biotechsektorindex hat diese SKS Wendeformation unterhalb meines finalen Projektionsziels von 3.000 Punkten ausgebildet. Ich gehe davon aus, dass der Biotechsektor sein Hoch gesehen hat. Das könnte es gewesen sein. Gut möglich, dass sie hier und da nochmals nach oben spiken, aber der Bullenmarkt könnte hier ersteinmal (?) Vergangenheit sein. Im Verlauf der Korrektur dürfte der Sektorindex bis 2.230, eventuell auch bis 2.000 Punkte abfallen.

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Anbei der langfristige Verlauf des US Biotechsektorindex. Der Chart veranschaulicht recht eindrucksvoll, in welche Regionen das billige Geld der US Notenbank auch diesen High-Beta Sektor geschossen hat.

NYSE Arca Securities Brokers/Dealers Index

KBW Bank Index

Im Folgenden die Charts vom NYSE Arca Securities Brokers/Dealers Index und KBW Bank Index seit Mitte 2008. Im erstgenannten Index sind Aktien wie die von Goldman Sachs, Morgan Stanley, Nomura, Interactive Brokers, etc. gelistet. Im zweitgenannten Index sind Aktien wie die von J.P.Morgan, Citigroup, Bank of America, State Street, Wells Fargo, etc. gelistet.

Der NYSE Arca Securities Brokers/Dealers Index hat ein mittelfristiges Doppeltop ausgebildet. Das spricht für mittelfristig fallende Kurse. Der KBW Bank Index hat ein finales projiziertes Ziel bei 73 Punkten erreicht und könnte ebenso wie Dow Jones und S&P 500 Index zunächst in eine größere Seitwärtsbewegung übergehen.

Nikkei225

Das Chartbild sieht nicht gut aus.

Das große steigende Fortsetzungsmuster des Jahres 2013, wird durch ein SKS Muster mit Sell Trigger bei 13.880 Punkten abgelöst. Diese SKS ist potentiell bärisch. Sie kann sich natürlich auch als Falle entpuppen. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die BoJ die Geldschleusen noch weiter öffnen wird. Das wiederum würde den Yen wieder auf Sinkflug bringen und damit den Nikkei wieder ansteigen lassen.

Ein Unterschreiten der 13.880er Marke würde ein Verkaufssignal einleiten würde mit Zielen von 14.469 und möglicherweise sogar 11.569 Punkten. Es stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, diese mögliche Bewegung zu handeln, wenn das Damoklesschwert weiterer Interventionen durch die BoJ über dem Markt schwebt. Für den Nikkei werde ich dann wieder bullisch, wenn der Index über 15.430 Punkte ansteigen kann.

nikkei-w

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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

(© BörseGo AG 2014 - Autor: Harald Weygand, Head of Trading bei GodmodeTrader)

Hinweis: Die Inhalte der Kolumnen dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Für den Inhalt der Kolumne ist allein der jeweilige Autor verantwortlich.

Expertenprofil

Harald Weygand

Harald Weygand

Head of Trading bei GodmodeTrader.de

Harald Weygand entschied sich nach dem Zweiten Staatsexamen in Medizin, einer weiteren wirklichen Leidenschaft, dem charttechnischen Analysieren der Märkte und dem Trading, nachzugehen.

Nach längerem, intensivem Studium der Theorie ist Weygand als Profi-Trader seit 1998 am Markt aktiv. Im Jahr 2000 war er einer der Gründer der BörseGo AG und des Portals www.GodmodeTrader.de . Dort ist er für das charttechnische Coverage von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Devisen und Anleihen sowie die fachliche Führung des Traderteams zuständig.

Über die Branche hinaus bekannt ist der Profi-Trader für seine Finanzmarktanalysen sowie aufgrund seiner Live-Analysen auf Anlegerveranstaltungen und Messen. Weygand ist zudem gern gesehener Interviewgast bei N24, n-tv und dem Deutschen Anlegerfernsehen.

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