Passives Einkommen im Bärenmarkt: Diese 2 deutschen Dividendenzahler machen es jetzt möglich

The Motley Fool · Uhr
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Sell in May and go away? Wenn du passives Einkommen erzielen willst, kannst du diesen Tipp getrost ignorieren. Ich rate dir eher, deine Zeit im Markt zu erhöhen, statt den Markt timen zu wollen. Zwar zeigen viele Studien, dass die Wintersaison an den Börsen in der Tat besser läuft als die Sommersaison. Aber keine dieser Timing-Strategien schlägt Buy and Hold.

Und gerade im Mai startet wieder die Berichtssaison hierzulande. Jetzt schütten einige deutsche Unternehmen interessante Dividenden aus. Zwei dieser Aktien stelle ich dir heute vor.

5,3 % Dividendenrendite mit Tapeten

Kennst du A.S. Création Tapeten (WKN: A1TNNN)? Das Gummersbacher Unternehmen produziert und verkauft Tapeten auf der ganzen Welt. Zu seinen bekanntesten Marken gehören unter anderem Innova, A.S. Création, Livingwalls, Indes, Fuggerhaus und Architects Paper.

An der Börse ist das Unternehmen gerade einmal 46,9 Mio. Euro schwer (Stand aller Daten: 10. Mai 2022). Aber Dividendenjäger sollten es so langsam ins Visier nehmen. Nicht immer kam die Dividende in den vergangenen Jahren zuverlässig. Doch seit 2020 arbeitet das Management intensiver daran, die Aktionäre am Geschäftserfolg zu beteiligen.

Die Payout Ratio liegt aktuell bei 64 %. Das ist gesund, sollte aus meiner Sicht aber nicht weiter steigen. Die Produktion ist teuer. Zudem drücken Probleme bei Rohstoffen und Transport auf die Margen.

Durch die Coronakrise kam A.S. Création Tapeten recht gut. Beim Umsatz verzeichnete man keinen heftigen Dämpfer. Besonders gut gefällt mir jedoch die Bilanz. Der Cash-Berg ist deutlich höher als der Schuldenstand. In den vergangenen fünf Jahren sank der Verschuldungsgrad von 9,6 auf 8,4 %. Und der operative Cashflow ist deutlich höher als die Verbindlichkeiten. Mit dem laufenden EBIT hat das Unternehmen kein Problem damit, die laufenden Zinspflichten zu erfüllen.

Solltest du Interesse an der Dividende von 0,90 Euro je Aktie, musst du dich jedoch sputen. Ex-Dividenden-Tag ist bereits der 18. Mai. Ab dem 20. Mai landen die Gelder auf den Konten der Aktionäre.

Dieser Klassiker kommt langsam wieder auf die Beine

Am 17. Mai zahlt HeidelbergCement (WKN: A1W8DM) 2,40 Euro Dividende pro Aktie. Das bedeutet eine Dividendenrendite von fast 4,5 % auf den aktuellen Kurs.

Das Unternehmen glänzt mit einer stabilen Dividendenhistorie. Einzig im Frühjahr 2020, kurz nach Ausbruch der Coronapandemie, hat das Management um CEO Dominik von Achten die Dividende für 2019 drastisch gekürzt.

Auch auf die Bilanz können sich Investoren verlassen. Der Verschuldungsgrad sank in den vergangenen fünf Jahren von 62 auf 43 %. Große Sorgen mache ich mir hier nicht. Dafür ist der operative Cashflow zu stark. Er deckt immerhin 42 % der langfristigen Schulden. HeidelbergCement kann jederzeit seine Zinsen zahlen. Das EBIT liegt mehr als elfmal höher.

Dividende

Schwankend entwickelt sich seit jeher die Gewinnmarge. Die Baubranche ist zyklisch. Dennoch schafft es HeidelbergCement, aus jedem Euro Umsatz fast 10 Cent Gewinn herauszuholen.

HeidelbergCement bietet aber nicht nur eine gesunde Dividende, sondern auch das Potenzial auf Kursrendite. Meine optimistische Annahme für die Zukunft lautet wie folgt: HeidelbergCement steigert seinen Free Cashflow in den kommenden zehn Jahren um 10 % pro anno. Der faire Wert der Aktie liegt damit bei rund 100 Euro. Wer zum jetzigen Kurs einsteigt, bekommt also eine ordentliche Sicherheitsmarge. Ähnliches Potenzial sehe ich auch bei dieser Aktie.

Letztlich müssen es natürlich nicht solch zyklisch abhängige Titel sein. Aber ich bin überzeugt: Auch wenn die kommenden Monate noch holprig werden sollten, geht nichts über eine wohldurchdachte Buy-and-Hold-Strategie, die auch wirklich durchgehalten wird. Hektisches Traden dagegen spült nur noch mehr Geld in die Kasse deiner Depotbank.

Der Artikel Passives Einkommen im Bärenmarkt: Diese 2 deutschen Dividendenzahler machen es jetzt möglich ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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