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Deutsche Bank-Aktie – Immer mehr Analysten legen sich fest: Kurs bald einstellig!

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Deutsche Bank-Aktie – Immer mehr Analysten legen sich fest: Kurs bald einstellig!

Ende September 2016 war es schon einmal soweit. Nach monatelangen Turbulenzen beim größten deutschen Bankhaus erreichte die Aktie ihren bisherigen Tiefpunkt bei etwa 9,40 Euro. Damals war das Geschrei groß. Namhafte Adressen aus Politik und Wirtschaft sprangen damals der Deutschen Bank zur Seite. Einen Tag nach dem Abtauchen unter 10 Euro legte zum Beispiel Daimler-Boss Dieter Zetsche für beide Finanzinstitute aus Frankfurt seine Hand ins Feuer: „Ich glaube, dass die genannten Banken sehr solide sind und dass wir uns da keine Gedanken machen müssen.“

Kurz vor der anstehenden Hauptversammlung taumelt die Aktie der Deutschen Bank wieder Richtung 10 Euro. Seit Jahresanfang ist die Aktie mit einem Minus von an die 30 Prozent der schwächste Titel im deutschen Leitindex. Dabei haben die Frankfurter schon einiges unternommen, um dem Kursverfall zu stoppen. Anfang April musst John Cryan seinen Chefposten räumen und wurde durch Christian Sewing ersetzt.

Wirklich Ruhe kehrte mit dem Wechsel in der Chef-Etage aber nicht ein. Nachdem der Vorstand aus der Schusslinie war, richtete sich die Kritik gegen den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Paul Achleitner. Nicht wenige Aktionäre und Experten sehen das eigentliche Problem der Deutschen Bank im Chef des Aufsichtsrates. Die Art und Weise wie Achleitner John Cryan aus dem Amt befördert hat, stößt vielen Sauer auf.

Nach der Kritik an dem Führungswechsel, der Diskussion um die Boni-Zahlungen und den drohenden Abstufungen durch die Ratingagenturen, legen jetzt die Analysten nach. Barclays ist heute die dritte internationale Adresse, die das Kursziel der Deutschen Bank unter 10 Euro sieht. Barclays-Analyst Amit Goel gab heute ein Kursziel von 8 Euro aus und riet den Anlegern in seiner Studie die Deutsche Bank entsprechend im Depot zu gewichten.

Bereits Ende April kam die Société Générale in einer Studie beim Kursziel zum gleichen Ergebnis. Klar, dass hinter dem Kursziel die Einschätzung „Sell“ steht. Schon im Oktober vergangenen Jahres sorgte eine Analyse von der Citibank für Aufsehen. Andrew Coombs stufte die Aktie mit „Sell“ ein und gab ein Kursziel von 9,50 Euro aus. Mittlerweile hat Coombs bei der Deutschen Bank noch zweimal nachgelegt und hat das Kursziel über 8,60 auf 8,30 gesenkt.

Die zahlreichen Abstufungen zeigen Wirkung im Kurs. Obwohl der sich der DAX heute recht freundlich präsentiert, zählt die Aktie der Deutschen Bank zu den schwächsten Titeln im deutschen Leitindex. Mit einem Minus von 3 Prozent fällt sie auch unter die Marke von 11 Euro.

Der Abstand zu einstelligen Kursen wird damit immer kleiner. Sollten die Analysten weiterhin ihre Kursziele senken, dann dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie wieder unter 10 Euro notiert. Aktuell springt der Deutschen Bank niemand zur Seite wie noch vor fast zwei Jahren. Diesmal sind die Frankfurter auf sich alleine gestellt.

In gut einer Woche steht die Hauptversammlung der Deutschen Bank auf dem Programm. Sollte der Kurs bis dahin nicht schon unter 10 Euro gefallen sein, dürfte dies die letzte Möglichkeit sein, einen Kursrutsch unter 10 Euro zu verhindern. Dafür müsste es aber wohl einen Paukenschlag geben, zum Beispiel die Abwahl von Paul Achleitner.

Von MWe

Foto: 360b / Shutterstock.com

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