Kraken Test 2026: Gebühren, Sicherheit & Erfahrungen im ausführlichen ReviewKrypto-Börse Kraken im Check
Kraken* gehört zu den ältesten Kryptobörsen der Welt. Seit der Gründung 2011 durch Jesse Powell in San Francisco hat die Plattform jeden großen Krypto-Crash überlebt – vom Mt.-Gox-Debakel 2013 über den Bärenmarkt 2018 bis zum FTX-Kollaps 2022. Doch Langlebigkeit allein macht noch keine gute Börse. In diesem Review bewerte ich Kraken in sieben Kategorien auf Basis meiner eigenen, langjährigen Nutzung und gebe eine klare Einschätzung, für wen sich die Plattform wirklich lohnt.
Kraken im Überblick
Kraken* hat seinen Hauptsitz in den USA und war die erste Krypto-Handelsplattform mit einer Banklizenz. Die Börse bedient Kunden weltweit, darunter den gesamten DACH-Raum. Besonders relevant für europäische Anleger: Über die irische Tochtergesellschaft Payward Ireland Limited verfügt Kraken über eine MiCA-Lizenz und darf alle Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums reguliert bedienen. In Zeiten zunehmender Regulierung ist das ein echter Wettbewerbsvorteil.
Das aktuelle Angebot umfasst über 500 handelbare Kryptowährungen, Spot-Handel, Sparpläne, Margin-Trading mit bis zu zehnfachem Hebel, Futures-Trading und Staking. Dazu kommt das Premium-Abonnement Kraken+, auf das ich später noch eingehe.
Gesamtbewertung auf einen Blick
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Sicherheit
Sicherheit ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl einer Kryptobörse – und hier setzt Kraken* Maßstäbe. Die Kernsysteme der Plattform wurden seit 2011 nie erfolgreich kompromittiert. Das ist in einer Branche, in der selbst Schwergewichte wie Binance, Bybit oder das berüchtigte Mt. Gox Opfer von Hacks wurden, ein beachtliches Alleinstellungsmerkmal.
Kraken* betreibt mit den Kraken Security Labs ein internes Sicherheitslabor, das aktiv Schwachstellen im gesamten Krypto-Ökosystem aufspürt. Das Team hat in der Vergangenheit sogar Sicherheitslücken bei Hardware-Wallet-Herstellern identifiziert und gemeldet. Ein Zeichen dafür, dass Sicherheit hier kein Marketing-Versprechen ist, sondern gelebte Praxis.
Zusätzlich setzt Kraken* auf Cold Storage für den Großteil der Kundenvermögen, verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Proof-of-Reserves-Audits – also kryptografische Nachweise, dass die Kundengelder tatsächlich vorhanden sind. Die MiCA-Lizenz stellt darüber hinaus sicher, dass europäische Regulierungsstandards eingehalten werden.
Einen halben Punkt Abzug gibt es für das Fehlen einer deutschen BaFin-Lizenz sowie einen Vorfall 2024, bei dem gutartige Sicherheitsforscher eine Schwachstelle im Einzahlungssystem aufdeckten. In meinen über zehn Jahren als Kraken-Nutzer habe ich persönlich nie ein sicherheitsrelevantes Problem erlebt.
Ich vergebe für das Kriterium Sicherheit daher 4,5 von 5 Punkten.
Gebühren
Bei den Gebühren zeigt sich Kraken zweigesichtig. Die Plattform unterscheidet zwischen einer benutzerfreundlichen Standard-Version und der Pro-Version, was für Transparenz nicht gerade förderlich ist.
Kraken Standard*: Hier fallen moderate 1 % Handelsgebühr an, zuzüglich eines Spreads von rund 2 % in meinen Tests. Effektiv sind Kauf und Verkauf über die Standard-Oberfläche damit vergleichsweise teuer.
Kraken Pro*: Deutlich günstiger. Einsteiger zahlen bei einem 30-Tage-Volumen unter 10.000 $ Maker-Gebühren (z.B. Limit Order) von 0,25 % und Taker-Gebühren (z.B. Market Order) von 0,40 %. Bei einem Bitcoin-Kauf über 5.000 € als Market Order fallen somit lediglich 20 € an – in der Standard-Version wären es über 150 € inklusive Spread.
Vieltrader profitieren von einem gestaffelten Modell: Ab 100.000 $ Monatsvolumen sinken die Gebühren auf 0,12 % (Maker) beziehungsweise 0,22 % (Taker). SEPA-Einzahlungen sind kostenlos, Auszahlungen kosten pauschal 1 €. Auch SEPA Instant steht für 1 € zur Verfügung. PayPal-Einzahlungen sind möglich, allerdings mit 2,40 % Gebühr.
Erwähnenswert ist Kraken+, ein Premium-Abo für 4,99 € monatlich, das gebührenfreies Trading bis 10.000 $ pro Monat ermöglicht. Für regelmäßige Trader kann sich das schnell rechnen.
Ich vergebe für das Kriterium Gebühren daher 3,5 von 5 Punkten.
Benutzerfreundlichkeit
Benutzerfreundlichkeit war traditionell nicht Krakens Stärke, auch wenn sich in den letzten Jahren einiges verbessert hat. Es gibt zwei mobile Apps (Standard und Pro), eine Web-Plattform sowie eine Desktop-App – allesamt mittlerweile gut auf Deutsch übersetzt.
Für erfahrene Trader lässt die Pro-Ansicht mit verschiedenen Ordertypen, Charttools und Orderbuch kaum Wünsche offen. Einsteiger können sich hingegen schnell überfordert fühlen. Zwar bietet Kraken* inzwischen eine vereinfachte Kaufansicht, doch der Übergang zwischen einfacher und fortgeschrittener Oberfläche ist nicht immer intuitiv.
Die KYC-Verifizierung entspricht dem Standard: Persönliche Daten und ein gültiges Ausweisdokument sind erforderlich, der Prozess läuft mittlerweile zügig ab. Anonymes Trading ist im Rahmen der MiCA-Regulierung nicht möglich.
“Mein Tipp: Als Einsteiger solltest du dir etwas Zeit nehmen, die Plattform zu erkunden, bevor du den ersten größeren Trade ausführst. Die Lernkurve ist steiler als bei manchem Wettbewerber – doch wer sich eingearbeitet hat, wird die Tiefe des Funktionsumfangs zu schätzen wissen.“
Ich vergebe für das Kriterium Benutzerfreundlichkeit daher 3,5 von 5 Punkten.
Krypto-Angebot
Mit über 500 handelbaren Kryptowährungen ist Kraken* breit aufgestellt. Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und Polkadot sind selbstverständlich verfügbar, dazu kommen zahlreiche kleinere Altcoins. Das Portfolio wird regelmäßig erweitert, wobei Kraken bei Listings selektiver vorgeht als manche Konkurrenten – fragwürdige Meme-Coins mit kurzer Lebensdauer finden hier seltener den Weg ins Angebot.
Besonders wertvoll für Anleger im DACH-Raum: Kraken* bietet zahlreiche direkte Euro-Handelspaare an, was sowohl bei Gebühren als auch steuerlich Vorteile haben kann. Für die allermeisten Investmentstrategien – ob regelmäßige Sparpläne, Swing-Trading oder langfristiges Halten – ist das Angebot mehr als ausreichend.
Ich vergebe für das Kriterium Krypto-Angebot daher 4,5 von 5 Punkten.
Zahlungsmethoden
SEPA-Überweisungen funktionieren bei Kraken zuverlässig, die Mindesteinzahlung liegt bei lediglich 1 €. Auszahlungen kosten pauschal 1 €, auch SEPA Instant ist für denselben Betrag verfügbar. Dazu kommen PayPal-Einzahlungen für alle, die es eilig haben – hier fallen allerdings 2,40 % Gebühren an.
Kryptowährungseinzahlungen sind ebenfalls möglich, inklusive des Bitcoin Lightning Networks für nahezu sofortige Transaktionen. Kreditkarten, Apple Pay und Google Pay stehen zur Verfügung, sind aber mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Insgesamt eine solide Ausstattung, die für den SEPA-Raum gut funktioniert, bei alternativen Zahlungswegen aber nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten kann.
Ich vergebe für das Kriterium Zahlungsmethoden daher 4,0 von 5 Punkten.
Features
Krakens* Produktpalette ist beachtlich. Neben dem Kerngeschäft Spot-Handel bietet die Plattform Margin-Trading mit bis zu zehnfachem Hebel sowie Futures-Trading für fortgeschrittene Trader.
Das Staking-Angebot ist direkt in die Plattform integriert und bietet wettbewerbsfähige Renditen. Erträge werden wöchentlich gutgeschrieben, ein Transfer auf separate Plattformen ist nicht notwendig. Krypto-Sparpläne lassen sich automatisiert einrichten. Das ist eine attraktive Option für langfristige Investoren, die einen “Dollar-Cost-Average-Ansatz” verfolgen.
Mit Kraken+ gibt es zudem ein Premium-Abo für 4,99 € monatlich, das gebührenfreies Trading bis 10.000 $ in der Standard-Version ermöglicht und erhöhte Prämien auf USDG-Bestände bietet. Einziger Wermutstropfen: Funktionen wie Copy-Trading oder umfangreichere Earn-Programme, die einzelne Wettbewerber anbieten, fehlen noch.
Ich vergebe für das Kriterium Features daher 4,5 von 5 Punkten.
Support
Kraken* bietet rund um die Uhr Kundensupport. In meinen zahlreichen Kontakten über die Jahre waren die Erfahrungen überwiegend positiv: Die Antwortzeiten sind gut, die Qualität der Antworten ordentlich, und neben KI-gestützten Antworten stehen auch menschliche Support-Mitarbeiter zur Verfügung. Das ist nicht bei jeder Börse selbstverständlich.
Ein umfangreiches Hilfecenter ergänzt den direkten Support. Verbesserungspotenzial besteht bei den Antwortzeiten in Spitzenzeiten, während hektischer Marktphasen kann die Erreichbarkeit eingeschränkt sein. Telefon-Support und Live-Chat sind nicht durchgängig verfügbar.
Ich vergebe für das Kriterium Support daher 4,0 von 5 Punkten.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- Erstklassige Sicherheitsbilanz seit 2011 – Kernsystem nie gehackt
- MiCA-Lizenz für den europäischen Markt
- Günstige Gebühren in der Pro-Version (ab 0,25 %)
- Über 500 Kryptowährungen mit zahlreichen EUR-Handelspaaren
- Breites Feature-Set: Staking, Sparpläne, Futures, Margin-Trading
- 24/7-Support mit menschlichen Ansprechpartnern
Nachteile
- Standard-Version intransparent und durch hohen Spread teuer
- Lernkurve für absolute Einsteiger steiler als bei manchen Konkurrenten
- Keine BaFin-Lizenz, kein Sitz in Deutschland
- Neueste Meme-Coins teils verzögert gelistet
Fazit: Für wen lohnt sich Kraken?
Kraken* ist und bleibt eine der vertrauenswürdigsten Kryptobörsen am Markt. Die Sicherheitsbilanz sucht ihresgleichen, die Gebühren in der Pro-Version sind wettbewerbsfähig, und das Gesamtpaket aus MiCA-Lizenz, breitem Krypto-Angebot und soliden Features macht die Plattform besonders für sicherheitsbewusste Anleger im DACH-Raum attraktiv.
Ja, die Plattform Kraken* ist nicht die einsteigerfreundlichste Kryptobörse. Doch wer seine Krypto-Investments ernst nimmt und eine Kryptobörse sucht, der man seine Vermögenswerte anvertrauen kann, findet in Kraken* eine der besten Adressen. Besonders geeignet ist Kraken für Anleger, die Sicherheit und Regulierung priorisieren und das unabhängig davon, ob sie gerade erst einsteigen oder bereits erfahrene Trader sind.


