Autobauer Volvo verkauft deutlich mehr - Hohe Batteriekosten belasten weiter

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GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der schwedische Autobauer Volvo Cars hat im ersten Quartal trotz eines deutlichen Verkaufsanstiegs im Tagesgeschäft nur knapp mehr verdient. Der Umsatz zog zwar unter anderem dank angehobener Verkaufspreise im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 95,7 Milliarden schwedische Kronen (8,4 Mrd Euro) an, wie Volvo am Donnerstag in Göteborg mitteilte. Vor Zinsen und Steuern sowie Beteiligungsergebnisse an anderen Firmen herausgerechnet wuchs das Ergebnis aber nur um 7 Prozent auf 6,3 Milliarden Kronen. Die entsprechende Marge gemessen am Umsatz sackte um mehr als einen Prozentpunkt auf 6,6 Prozent ab. Unter dem Strich fiel der Nettogewinn sogar wegen geringerer Ergebnisbeiträge von Gemeinschaftsunternehmen um 12 Prozent auf 4 Milliarden Kronen.

Volvo hat in den ersten drei Monaten rund 162 900 Autos an Kunden ausgeliefert, rund zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Erfolg bei Elektroautos kommt Volvo dabei momentan aber teuer zu stehen: Fast jedes fünfte verkaufte Auto war vollelektrisch angetrieben. Die hohen Kosten unter anderem für den Batterierohstoff Lithium schlagen bei den Schweden daher stark ins Kontor. Vorstandschef Jim Rowan sprach von einer Preissteigerung bei Lithium von 800 Prozent über die vergangenen zwei Jahre. "Aber wir beginnen jetzt, sinkende Lithiumpreise zu sehen, wovon unsere grundlegende Profitabilität bei Elektroautos profitieren sollte", schrieb der Manager in der Quartalsmitteilung. Das werde aber erst in ein paar Monaten zu sehen sein.

Dennoch prüft der Manager weitere Kosteneinschnitte. Zwar zeigten eingeleitete Maßnahmen inzwischen in Einzelbereichen Wirkung, sagte Rowan. Da die Branche aber langfristig mit Gegenwind kämpfen dürfte, erwäge das Unternehmen weitere Schritte, die dauerhaft wirken und das Wachstum fördern sollen./men/lew/jha/

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