DAX-Crash: Auf diese Zahlen musst du in den nächsten Wochen schauen

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DAX-Crash: Auf diese Zahlen musst du in den nächsten Wochen schauen
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Kommt der DAX-Crash auch in 2021? Vor beinahe genau einem Jahr stürzte der DAX-Kursindex (der DAX, bei dem die Dividenden nicht automatisch reinvestiert werden) um 40 % ab. Aus dem Nichts. Ohne Vorwarnung.

Der Schreck dürfte so manchem DAX-Investor noch in den Knochen sitzen. Obgleich tapfere Verteidiger jetzt noch jubeln. Der DAX tänzelt wieder um sein Allzeithoch herum (Stand für alle Zahlen: 03.03.2021).

Also alles in Butter? Mitnichten! Der Wind kann sich schnell in Richtung Crash drehen. Vor allem, wenn sich die folgenden Kennzahlen ungünstig entwickeln.

Der DAX ist auf der Makroebene verwundbar

Der DAX ist ein seltsamer Index. Dass hier die Dividenden automatisch reinvestiert werden, ist ein Sonderweg, den die meisten internationalen Kollegen nicht gehen.

Man könnte argumentieren, dass auch die Dividenden ein Teil der Wirtschaftsleistung sind. Doch letztendlich geht es doch um den inneren Wert der Unternehmen.

Den erkennt man nur, wenn man sich den DAX-Kursindex anschaut. Hier sieht man, dass sich die DAX-Unternehmen gerade wieder auf das Niveau von 2015 heranarbeiten. Große Sprünge hat man seit 2007 auch nicht gemacht. Zu viel Crash, zu wenig Substanz - schade!

Ein weiteres Kuriosum: 80 % vom Umsatz generieren die DAX-Unternehmen im Ausland (Stand: 2016).

Da wundert es nicht, dass der DAX sehr empfindlich auf Kennzahlen aus der Makroebene reagiert. Zwei Kennzahlen, die meiner Erfahrung nach besonders gerne den Crash auslösen, sind die Inflationsrate und der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar.

Diese Kennzahlen bringen den Crash

Was kümmert ein DAX-Unternehmen die Inflation? Die Preise sind doch schnell angepasst.

Das mag sein. Doch was der DAX am liebsten hat, sind tiefe Zinsen. Die bekommt er von den Europäischen Zentralbank seit Jahren serviert.

Wenn die Inflationsrate in der Eurozone stark anzieht, könnte sich das allerdings schnell ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist derzeit hoch. Insbesondere deshalb, weil es mit der Inflationsrate ab März 2020 deutlich in den Keller ging. Bereits im Mai 2020 wurde nur noch eine Inflationsrate von 0,1 % gemessen. Das zu überbieten ist nicht schwer.

Auch der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar verlief in den vergangenen Monaten nicht gerade crashfreundlich. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar im Jahresvergleich rund 10 % zugelegt. Das freut den Importeur, aber nicht den Exporteur.

Es gibt noch Spielraum

Diese beiden Kennzahlen werde ich in den nächsten Wochen scharf im Auge behalten. Trotz allem ist der Crash noch nicht in Stein gemeißelt.

Niemand rechnet ernsthaft damit, dass die EZB die Zinsen anhebt. Da müsste aus meiner Sicht schon ein echter Unfall passieren. Selbst Inflationsraten von deutlich über 2 % könnten die Notenbanker kalt lassen.

Auch ein starker Euro ist kein Naturgesetz. An den US-Terminmärkten verdichten sich die Signale, die eher für ein Wiedererstarken des US-Dollar sprechen. Auch andere Indikatoren deuten in diese Richtung.

Ein DAX-Crash ist jederzeit möglich. Ein stressfreies und rentables Aktienjahr 2021 ist jedoch weiterhin im Rahmen des Möglichen.

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