'Unpersönlicher Abschied': BVB-Aus stimmt Hummels traurig

dpa-AFX · Uhr

DORTMUND (dpa-AFX) - Mats Hummels hat sich nach seinem Aus beim BVB mit einem "Liebersbrief" an die Fans von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gewendet. Darin sprach der 35 Jahre alte Ex-Weltmeister unter anderem davon, dass er sich einen anderen Abschied gewünscht hätte und das in der jüngsten Zeit einige "Un- und Halbwahrheiten" über ihn verbreitet wurden. Der BVB hatte am Freitag mitgeteilt, dass Hummels nach insgesamt 13 Jahren keinen neuen Vertrag erhalten werde.

"Vor allem die Art und Weise macht mich sehr traurig, denn dieser unpersönliche Abschied wird unserer gemeinsamen Zeit nicht gerecht. Aber so ist das Geschäft leider manchmal", schrieb der Ex-Nationalspieler. "Ich habe mir diesen Abschied ein Stück weit selbst ausgesucht, weil ich ganz bewusst eine frühzeitige Entscheidung über meine Zukunft treffen wollte."

Einfluss "sicher nicht so groß"

Vor zwei Wochen stand der formstarke Hummels noch im Finale der Champions League, dann folgte eine bittere Zeit. Erst die Endspiel-Niederlage gegen Real Madrid, dann die Nichtberücksichtigung für die Heim-EM durch Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das Ende beim BVB reihte sich in diese Enttäuschungen ein.

Hummels ging in dem Schreiben zudem auf diverse Spekulationen um seine Person ein. "Glaubt nicht alles, was die letzten Tage so zu lesen war. Da waren sehr viele Un- und Halbwahrheiten dabei", teilte der Abwehrspieler mit. "Der Einfluss eines 35 Jahre alten Spielers, der nicht weiß, wie seine Karriere ab dem Sommer weitergeht, war sicher nicht so groß, wie er medial teilweise gemacht wird."

Hummels hatte in einem Interview in der "Sport Bild" kurz vor dem Spiel gegen Real Madrid (0:2) deutliche Kritik an der Arbeit von Trainer Edin Terzic geäußert. Der Coach hatte am Mittwoch seinen Rücktritt verkündet. Als Nachfolger ist Nuri Sahin im Gespräch. Wie es mit Hummels weitergeht, ist offen. In seinem Brief äußerte er sich dazu nicht./bat/DP/ngu

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