Devisen: Euro gerät nach US-Einzelhandelsdaten unter Druck

dpa-AFX · Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag wieder unter die Marke von 1,10 US-Dollar gefallen. Nach Konjunkturdaten aus den USA wurden im New Yorker Handel zuletzt 1,0978 Dollar bezahlt. Vor deren Veröffentlichung hatte die Gemeinschaftswährung noch über 1,10 Dollar notiert, nachdem sie am Vortag auf den höchsten Stand seit Jahresanfang gestiegen war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1011 (Mittwoch: 1,1019) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9081 (0,9075) Euro.

In den USA haben die Einzelhandelsumsätze im Juli stärker als erwartet zugelegt. Die Zahlen sollten Rezessionssorgen zurückdrängen, erwartet Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die noch immer erhöhten Zinssenkungserwartungen würden tendenziell gedämpft. Nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten war an den Finanzmärkten die Erwartung gestiegen, dass die US-Notenbank im September die Leitzinsen deutlich senken könnte.

Positiv überraschten auch die Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die in der vergangenen Woche unerwartet zurückgegangen waren. Daten zur Beschäftigung werden derzeit besonders stark beachtet, da der monatliche Arbeitsmarktbericht für den Juli enttäuscht hatte. Dies hatte zu heftigen Kursverlusten an den Aktienmärkten und einem schwächeren Dollarkurs beigetragen. Die im Juli stärker erwartet als gefallene Industrieproduktion belastete den Dollar nicht.

Aus der Eurozone kamen kaum Impulse. Es wurden hier keine marktbewegenden Daten veröffentlicht. In wichtigen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien ist zudem Feiertag./jsl/tih/he

onvista Premium-Artikel

onvista Trading-Impuls
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!02. Apr. · onvista
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!
Gold, Aktien, exotische ETFs
So schützt du dich vor Inflation01. Apr. · onvista
So schützt du dich vor Inflation
Chartzeit Wochenausgabe vom 30.03.2025
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte30. März · onvista
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte