Ölpreise legen erneut zu

dpa-AFX · Uhr
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch erneut zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete 73,20 US-Dollar. Das waren 51 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 58 Cent auf 69,78 Dollar.

US-Präsident Donald Trump will Indien auch wegen Handelsbeziehungen mit Russland mindestens 25 Prozent Zölle und eine "Strafe" aufbrummen. Indien habe einen Großteil seiner Militärausrüstung von Russland gekauft und sei zusammen mit China der größte Abnehmer russischer Energie, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Das geschehe zu einer Zeit, in der die ganze Welt wolle, dass Russland das Töten in der Ukraine beende.

Der wachsende Druck der USA auf Russland und dessen Ölabnehmer trieb die Notierungen in den vergangenen Tagen stark nach oben. So hatte US-Präsident Donald Trump am Montag angekündigt, die Frist von 50 Tagen für deutlich höhere Zölle für Russlands Handelspartner auf "zehn oder zwölf" Tage zu reduzieren. Am Dienstagabend hieß es dann, die 10-Tage-Frist beginnt ab heute.

Mit seiner Zoll-Drohung will Trump die wirtschaftliche Basis des Kremls weiter schwächen, indem vor allem große Abnehmer wie China und Indien stärker unter Druck gesetzt werden. So sollen Länder, die Öl von Russland kaufen, sanktioniert werden

Die in den USA deutlich gestiegenen Rohöllagerbestände belasteten die Ölpreise nicht. Die Rohölvorräte kletterten laut Energieministerium in der vergangenen Woche um 7,7 Millionen auf 426,7 Millionen Barrel. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang um 2,6 Millionen Barrel gerechnet./jsl/he

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