Schweizer Börse verdaut Vortagesgewinne - Finanzwerte unter Druck

Zürich (Reuters) - Nach einem kräftigen Anstieg in den beiden vorangehenden Sitzungen ist der Schweizer Börse am Freitag die Puste ausgegangen.
Unter Druck standen vor allem Finanzwerte. Händler erklärten, die sich in den USA abzeichnende Zinssenkung könnte bei den Erträgen von Banken und Versicherern Bremsspuren hinterlassen. Im August kamen in den USA 22.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Zuwachs von 75.000 Stellen erwartet. Damit erhielten die Zinssenkungserwartungen weitere Nahrung, so Händler. Der SMI verlor bis kurz vor Handelsschluss 0,2 Prozent auf 12.358 Punkte. Im Wochenvergleich steuerte das Börsenbarometer damit aber immer noch auf ein Plus von 1,4 Prozent zu.
Die größten Verluste unter den Standardwerten fuhren Swiss Life mit einem Minus von 1,5 Prozent ein. Mit Swiss Re stand ein zweiter Versicherer weit oben auf den Verkaufszetteln. Die Großbank UBS büsste 1,2 Prozent ein. Aktien des Bankensoftwareanbieters Temenos stürzten nach der überraschenden Absetzung des Konzernchefs um 15 Prozent ab. Die ZKB-Analysten erklärten, der Schritt erhöhe die Unsicherheit bezüglich der Investmenteinschätzung. Dagegen zogen die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont 1,9 Prozent an. Der Sanitärtechniker Geberit profitierte von einer Kurszielerhöhung durch die Bernstein-Analysten und gewann 1,5 Prozent.
(Bericht von Oliver Hirt, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



