Kreml will Luftraumverletzung in Polen nicht kommentieren

dpa-AFX · Uhr
Artikel teilen:

MOSKAU (dpa-AFX) - Der Kreml möchte sich nicht zu den Vorwürfen einer Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen äußern. In diesem Fall sei das Verteidigungsministerium für Kommentare zuständig, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf Nachfrage von Journalisten. "Die Führung von EU und Nato werfen Russland täglich Provokationen vor, meist ohne zu versuchen, dafür irgendeine Argumentation vorzulegen", zog er dabei aber grundsätzlich die Glaubwürdigkeit westlicher Vorwürfe in Zweifel.

Die polnische Führung habe seines Wissens noch keinen Kontakt zu Moskau nach dem Vorfall aufgenommen. Zuvor hatte der Geschäftsträger der russischen Botschaft in Warschau, Andrej Ordasch, die polnischen Vorwürfe als "haltlos" zurückgewiesen. Das russische Verteidigungsministerium hingegen hat sich bislang nicht geäußert.

Polen hat erstmals als Reaktion auf eine schwere Verletzung des Nato-Luftraums russische Drohnen abgeschossen. Nach Angaben aus Warschau sind sie russischen Ursprungs. Russland hat zeitgleich auch den westlichen Teil der mit Polen benachbarten Ukraine mit Drohnen attackiert. Das polnische Innenministerium hat bislang Trümmer von sieben Flugapparaten sichergestellt. Die Überreste werden noch untersucht./bal/DP/stk

Premium-Beiträge
Inflation, Aktien, Anleihen
Was J.P. Morgan für den Rest des Börsenjahrs erwartetgestern, 13:45 Uhr · onvista
Chartzeit Marktbericht 29.03.2026
Märkte im Rückwärtsgang: Der März 2026 wird zum Warnsignal29. März · onvista