Produktion in Euro-Zone steigt - "Bremsspuren" könnten sich aber bald verstärken

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Berlin (Reuters) - Die europäischen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli etwas hochgefahren.

In der Euro-Zone fiel sie um 0,3 Prozent höher aus als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 0,4 Prozent erwartet, nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im Juni. In allen Sparten starteten die Betriebe mit einem Produktionsplus ins zweite Halbjahr - nur bei der Energiegewinnung gab es ein Minus von 2,9 Prozent zum Vormonat. Binnen Jahresfrist stellten alle Unternehmen 1,8 Prozent mehr her als im Juli 2024.

"Die Erholung bei der Industrieproduktion setzt sich fort, aber man sieht bereits die Bremsspuren, die sich möglicherweise im Laufe des zweiten Halbjahres noch stärker bemerkbar machen werden", sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank (HCOB). "Denn insbesondere der Schwung des ersten Quartals kam vor allem von den zollbedingten vorgezogenen Importen aus den USA zustande." Dieser Effekt laufe jetzt aus. Dennoch dürfte die Dynamik in den kommenden Monaten moderat nach oben gerichtet sein, erklärte der HCOB-Analyst. "Höhere Verteidigungsausgaben, das deutsche Ausgabenprogramm für die Infrastruktur – auch wenn es weniger kräftig anlaufen dürfte als gedacht – und der globale Aufwärtstrend im Verarbeitenden Gewerbe, sollten dabei helfen."

Besonders starke Produktionsanstiege im Juli zum Vormonat meldeten in der EU Kroatien mit 2,6 Prozent, Ungarn und Slowenien (jeweils +2,1 Prozent) sowie Deutschland, Lettland und Polen mit je 1,5 Prozent.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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