Stahlkonzern

Salzgitter vorsichtiger fürs 2025 - Preiserholung soll 2026 wirken

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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(dpa-AFX) - Der Stahlkonzern Salzgitter wird aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage vorsichtiger für das Gesamtjahr. Angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche blieben die Margen im gesamten Jahr 2025 unter Druck, teilte das Unternehmen am Montag mit. Deshalb wird nun die untere Hälfte der Spannen der bisherigen Jahresziele avisiert, was Analysten auch so erwartet hatten. Allerdings soll 2026 dann die Erholung der Verkaufspreise positiv auf Umsatz und Ergebnis durchschlagen. Die Aktie legte am Vormittag um 6,6 Prozent zu.

Zölle sollen Stahlindustrie helfen

"Zusätzlich bergen die von der EU-Kommission kürzlich vorgestellten neuen handelspolitischen Instrumente das Potenzial, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie zu stärken", sagte Finanzvorständin Birgit Potrafki. Sollte sich im kommenden Jahr darüber hinaus die Konjunktur erholen, "rechnen wir insgesamt mit einer Verbesserung der Ergebnissituation".

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die heimische Stahlindustrie mit deutlich höheren Zöllen vor billiger Konkurrenz aus Ländern wie China zu schützen. Zudem soll die Menge für zollfreie Importe nahezu halbiert werden.

Konkret soll der Zollsatz für Importe, die darüber hinausgehen, auf 50 Prozent verdoppelt werden. Das könnte Auswirkungen haben auf die schwierigen Verhandlungen mit den USA, die für Stahl und Aluminium Importzölle von 50 Prozent erheben.

Prognose zurückhaltender

Für das laufende Jahr peilt Salzgitter nun einen Umsatz leicht oberhalb von 9,0 Milliarden Euro an. Zuletzt waren hier 9,0 Milliarden bis 9,5 Milliarden Euro im Plan. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 300 Millionen bis 350 Millionen Euro erreichen, statt bis zu 400 Millionen Euro.

Für das Vorsteuerergebnis wird mit einem Verlust zwischen 100 und 50 Millionen Euro gerechnet. Die alte Spanne lag bei minus 100 Millionen bis zu einem ausgeglichenen Ergebnis.

Schwaches konjunkturelles Umfeld belastete

Im dritten Quartal ging der Außenumsatz um gut elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Weiterhin hohe Importmengen sowie ein anhaltend starker Wettbewerbsdruck durch Billigimporte belasteten das Geschäft, hieß es. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte hingegen auch dank des Sparkurses um mehr als ein Fünftel auf 107,2 Euro zu. Zudem hätten der Kupferkonzern Aurubis und die Anlagenbau-Tochter KHS zum Plus beigetragen.

Vor Steuern machte Salzgitter mit 11,1 Millionen Euro wieder einen Gewinn, nach einem Verlust von knapp 153 Millionen im Vorjahreszeitraum. In der ersten Jahreshälfte hatten ein schwaches konjunkturelles Umfeld und eine sinkende Stahlnachfrage auf die Ergebnisse gedrückt./mne/fjo/lew/mis

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