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New York Ausblick: Erholung kaschiert mäßigen Monat - Verkürzter Handel

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Marek Masik/Shutterstock.com

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am "Black Friday" ihren Erholungstrend fortsetzen. Der dortige Aktienhandel endet nach dem gestrigen Feiertag "Thanksgiving" wie üblich früher als sonst. Mangels wichtiger Konjunktur- und Unternehmensnachrichten könnten vor allem stundenlange technische Probleme an der Options- und Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) für Gesprächsstoff sorgen. Von dort gab es zuletzt allerdings Meldungen, dass der Betrieb in Kürze wieder aufgenommen wird.

Über eine Stunde vor dem Startschuss taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial am Freitag 0,3 Prozent höher auf 47.565 Punkten. Den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 sieht IG 0,4 Prozent im Plus bei 25.341 Punkten.

Während sich damit Wochengewinne von 2,9 und 7,5 Prozent abzeichnen, sieht die Bilanz für den traditionell guten Börsenmonat November mit einer Stagnation beziehungsweise einem Abschlag von zwei Prozent mau aus. Etwas trösten dürfte die Anleger, dass die US-Indizes nach einem schwachen ersten Halbjahr den Rückstand auf Europas Börsen weitgehend aufgeholt haben. Insbesondere an der Tech-Börse Nasdaq stehen für 2025 inzwischen deutliche Gewinne zu Buche.

"Die Risikostimmung der Finanzmarktakteure dreht dieser Tage im Wochenrhythmus", schrieb Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg am Freitag. Derzeit sei wieder "Risk on" angesagt, denn die Anleger stellten ihre vorherigen Sorgen bezüglich der Kursrisiken im KI-Sektor offenbar einstweilen zurück. Zur Stimmungsaufhellung am Markt dürften die jüngsten Äußerungen aus der Führungsriege der US-Notenbank Fed, welche die Hoffnungen auf eine weitere Leitzinssenkung im Dezember wiederbelebten, maßgeblich beigetragen haben.

Bei den schon jüngst klar erholten Micron -Aktien zeichnen sich aktuell weitere Gewinne von 2,9 Prozent ab. Die japanische Regierung beschloss vor dem Wochenende einen Sonderhaushalt in Höhe von umgerechnet 1,6 Milliarden US-Dollar, um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Halbleitern weiter zu fördern. Seit 2021 reservierte der Inselstaat erhebliche Summen für die Wiederbelebung der heimischen Chipindustrie und die Förderung spezifischer Projekte wie etwa eine neue Micron-Fertigungsstätte in Hiroshima.

Die Papiere von Amazon verzeichneten vorbörslich ein Plus von 0,8 Prozent. Die sogenannte "Black-Friday-Woche" des Online-Handelsriesen mit zahlreichen Rabattaktionen hat bereits am 20. November begonnen und läuft noch bis zum 1. Dezember. Auch viele andere Branchenunternehmen locken mit Preissenkungen. Nach Einschätzung von Marshal Cohen, Chefberater für den Einzelhandel beim Forschungsunternehmen Circana, gibt es aber wenig Grund zur Euphorie. So dürften die Gesamtausgaben etwa auf Vorjahresniveau liegen, wogegen der Absatz schrumpfen sollte./gl/he

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