Trading-Chance S&P 500: Korrektur im 1. Halbjahr 2026?
Gestern hatten wir die Intermarkets als treffsicheres Instrument zur Entscheidungsfindung im Britischen Pfund gegenüber dem US-Dollar ins Feld geführt. Heute knüpfen wir dort an und betrachten den marktbreiten US-Aktienindex S&P 500 aus Sicht der Intermarkets. Im bald endenden Jahr 2025 blieben, von dem Trump-Crash Ende März/Anfang April abgesehen, Korrekturen Mangelware. Unser Forecast zeigt nun eine neuerliche Chance für eine Korrektur auf. Was es genau damit auf sich hat und wie diese gehandelt werden kann, erläutern wir im heutigen Artikel.

Was sind Intermarkets?
Märkte bewegen sich nicht zufällig, sondern stets aufgrund von fundamentalen Einflüssen. Das können Wettereinflüsse bei Rohstoffen sein, politische Entscheidungen, Knappheits- oder Überproduktions-Situationen. Für viele Märkte sind aber auch die Zinsen ganz wesentliche Einflussfaktoren.
Nun wirken diese Einflussfaktoren aber mehrheitlich zeitversetzt auf den Preis des Referenzmarktes. Wir haben also eine Ursache/Wirkungs-Verzögerung zwischen zum Beispiel dem veränderten Zinsniveau und dem Ankommen der Zinsveränderung in der Wirtschaft oder bei den Rohstoffpreisen. Am Beispiel von Leitzinsen lässt sich dies recht gut veranschaulichen. Wenn heute die US-Notenbank die Zinsen senkt, wie gestern erst wieder getan, dann werden mitnichten sofort die Kreditzinsen bei den Banken günstiger. Und es gibt auch nicht schlagartig mehr Kreditangebote seitens der Banken. Allein die Entscheidungsprozesse benötigen eine Weile. Leihen wir uns bei der Notenbank günstiges Geld? Wenn ja, welche Art von Krediten bieten wir an und mit welchem Zins? Anschließend muss das Kreditangebot kommuniziert werden, und dann muss es Interessenten aus der Wirtschaft, sowie private Kreditnehmer geben, die einen Antrag stellen. Es folgt ein Prüfungs- und Bewilligungsprozess, und DANN erst ist der Zinseffekt auch in Form von einer Investition auch realwirtschaftlich angekommen.
Bei Rohstoffen veranschaulicht die fundamentale Kausalität zwischen zum Beispiel Mais und Magerschwein (Lean Hogs) das Intermarket-Verhältnis und den Zeitversatz ausgezeichnet. Mais ist das Haupt-Futtermittel bei der Schweinemast. Es ist folgerichtig ein Kostenfaktor für den Preis von Magerschwein. Verteuern sich die Futtermittel, wird sich im Normalfall auch der Fleischpreis verteuern. Nun kaufen die Mastbetriebe jedoch die Futtermittel nicht täglich in kleinen Mengen im Supermarkt, sondern vorab für die jeweilige Mast-Saison. Ergo: der Fleischpreis vom Dezember beinhaltet den Mais-Preis vom Sommer. Denn die Mastzeit beläuft sich auf zirka fünf Monate. Anhand dieser Beispiele können Sie sehen, wie wir uns Intermarket-Zusammenhänge zu Nutzen machen können, wenn wir diese kennen. Und genau das machen wir selbstverständlich auch bei Indizes, wie dem S&P 500.
Hier gibt es gleich mehrere Faktoren, anhand derer wir die potenzielle künftige Schwungrichtung des Aktienmarktes antizipieren können. Eine Variante ist zinsbasiert. Dabei werden die Veränderungen der Renditen am Anleihenmarkt herangezogen und daraus eine Prognose-Kurve für den Aktienmarkt erstellt. Die andere Variante ist, Kupfer als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung zu betrachten und aus dem Ursache/Wirkungs-Zeitversatz eine Prognose für den Aktienmarkt herzuleiten.
Die fundamentale Basis für diesen Forecast
Der Aktienmarkt bildet die wirtschaftliche Entwicklung ab. Genau genommen bildet die Entwicklung der Aktien die Erwartung bezüglich der künftigen Wirtschafts-Entwicklung ab. Darum funktioniert es erstaunlich gut, wenn man Kupfer zur Prognose heranzieht. Warum das? Nun, Kupfer wird nahezu überall in unserem Alltag und in der Wirtschaft benötigt. Bei Rohren, Leitungen, in Elektro-Geräten, auf dem Bau. Weil Kupfer ein derart breites Verwendungs-Spektrum hat taugt es ausgezeichnet als Frühindikator für die Entwicklung der Wirtschaft. Wenn Sie die Entwicklung der Fleischpreise antizipieren wollen (um auf das obige Beispiel zurück zu kommen) macht es auch Sinn, an die Basis zurück zu reisen, sprich zu den Futtermittelpreisen. Bei der Wirtschaft sind Rohmaterialien, wie Kupfer früh-indikativ.
Die Prognose: Abwärts bis Juli 2026?
Werfen wir zunächst einen Blick zurück bei unserem Forecast auf den S&P 500. Dieser hat zweieinhalb Jahre Prognose-Horizont, wie Sie im Chart sehen können. Die Schwünge, die für 2024 und 2025 als rote Prognose-Linie unter dem Chart des S&P 500 zu sehen sind, wurden also bereits 2021/2022 vorgezeichnet. Macht man sich diesen enormen Vorlauf bewusst, so sind Timing und Korrektheit doch erstaunlich hoch. Den Beginn der Rallye im Jahr 2022 kündigte unser Prognose-Instrument punktgenau an. Bis Oktober 2024 lautete die Prognose aufwärts, anschließend abwärts bis März/April 2025. Sogar der Zoll-Crash (wir erinnern uns an Donald Trump mit den Moses-artigen Tafeln) wurde also antizipiert. Anschließend zeigte die Prognose steigende Kurse bis Ende Juli. Soweit so gut.
Die Intermarkets zeigen seitdem abwärts. Noch hält sich der Markt jedoch wacker und bestätigt die zu erwartende Tendenz aus der Intermarket-Prognose nicht. Doch wir kennen das aus der Vergangenheit: Effekte setzen manchmal verspätet ein, doch oft treffen die Prognosen am Ende doch ein. Die aktuelle Prognosewelle zeigt bis Juli 2026 abwärts. Das bedeutet freilich nicht, dass es in einer Tour fallen wird. Aber es zeigt uns Potenziale auf.
Wer nicht blind auf die Prognose vertraut kann entweder antizyklisch am bisherigen Allzeithoch auf ein mögliches Doppeltopp spekulieren und vergleichsweise eng absichern. Alternativ würde sich ein prozyklischer Short-Einstieg anbieten, falls der Kurs unter das letzte Zwischentief bei 6525 Zählern abgleitet.

Fazit
Die Intermarkets sind bereits seit August negativ und kündigen ein schwaches erstes Halbjahr 2026 an. Die Trefferquote des Forecasts liegt bei 75%. Das macht es einerseits natürlich attraktiv für entsprechende Spekulationen in die prognostizierte Richtung, muss gleichzeitig aber auch zur Vorsicht mahnen. Intermarkets sind keine Hellseherei, sondern einfach nur fundamentale Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit für ein Szenario erhöhen. Nicht mehr und nicht weniger! Ob eine einzelne Prognose sich als richtig oder falsch erweist hat eine 50/50-Chance. Wenn wir dutzende dieser Prognosen handeln oder uns davon inspirieren lassen, sind wir weit weg vom Münzwurf. Es ist eine Trading-Chance von vielen hundert, die sich in einem Jahr ergeben. Darum ist es uns wichtig zu betonen, dass man sich nicht aufgrund einer Prognose und einer Trading-Chance bei seinen Aktien-Engagements von seinem eigentlichen Konzept abbringen lässt. Für diese Trading-Gelegenheit haben wir ein geeignetes Produkt ausgesucht, welches wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten.
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den S&P 500
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat seinen Knockout , wie auch den Basispreis gleichauf bei 8112,06 Punkten. Bei einem aktuellen Preis von 6901 Zählern ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 5,67. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UN144F.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 6953 Pkt
Unterstützungen: 6525 Pkt
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den S&P 500
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




