Energietechnikkonzerne

Deutsche Kaftwerksstrategie treibt Siemens Energy und RWE an

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Profiteure der Energiewende und des KI-Ausbaus bleiben am deutschen Aktienmarkt gefragt. Rückenwind lieferte am Freitag auch die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung, zu der am Vortag nach Börsenschluss eine Grundsatzeinigung mit der Europäischen Kommission bekannt gegeben wurde.

Die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy stiegen zum Wochenschluss auf ein weiteres Rekordhoch und führten den Dax mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 132,40 Euro an. 2026 liegen sie mittlerweile zehn Prozent im Plus, nachdem sie 2025 bereits um fast 140 Prozent zugelegt hatten. Bei dem Konzern laufen die Geschäfte mit Gasturbinen ebenso rund wie die Netztechnik.

Der Durchbruch für neue Gaskraftwerke in Deutschland lieferte nun weiteren Rückenwind. In diesem Jahr soll der Startschuss für deren Bau fallen. Sie sollen im Zuge des geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten.

RWE-Aktie überspringt 15 Jahre alte Kursmarke

Mehrere Energiekonzerne stehen schon in den Startlöchern. So hat etwa RWE an drei Standorten in NRW Kraftwerke geplant. Insgesamt drei Gigawatt an neuer flexibler Kraftwerkskapazität in Deutschland könne man sich vorstellen, hatte RWE-Finanzchef Michael Müller im Herbst gesagt. Auch Uniper steht nach eigenen Angaben bereit, sich mit rund zwei Gigawatt wasserstofffähigen Kraftwerken einzubringen. Die Steag Iqony Group will sich ebenfalls an den Auktionen mit bis zu zwei Gigawatt beteiligen.

Die RWE-Aktien erreichten am Freitag ein weiteres Hoch seit 2011. Zuletzt notierten sie noch rund ein halbes Prozent im Plus bei 51 Euro - für 2026 bedeutet das ein Kursanstieg um fast 13 Prozent. Erst am Vortag war der Kurs erstmals wieder seit 15 Jahren über die Schwelle von 50 Euro gesprungen. So hatte der Zuschlag bei britischen Offshore-Windkraftauktionen schon zur Wochenmitte für frischen Schwung gesorgt. Insgesamt hatte RWE Zuschläge für eine Kapazität von 6,9 GW erhalten. Zudem hatte RWE mit der Beteiligungsgesellschaft KKR eine langfristige Partnerschaft vereinbart, um die Norfolk-Projekte gemeinsam zu realisieren. KKR beteiligt sich dafür mit jeweils 50 Prozent an den Windparks.

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Analysten sehen den Dax-Konzern damit als großen Gewinner der Ausschreibungsrunde und hoben ihre Kursziele an. Peter Bisztyga von der Bank of America und die Experten des Bankhauses Metzler etwa sind mit jeweils 59 Euro besonders optimistisch.

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