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Zukauf-Chance im Trend

Trading-Chance Platin: Mega-Rallye intakt

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Aus dem Dornröschenschlaf erwacht und mit einer fulminanten Rallye nahezu senkrecht auf ein neues Allzeithoch angestiegen ist das Edelmetall Platin. Wir hatten Platin bereits als top-saisonale Chance vorgestellt gehabt und somit von dem starken Trend profitieren können. Nun beleuchten wir genauer, warum diese enorme Preis-Rallye sich so hartnäckig hält, was den Trend so stabil hält und wie mit einem trendkonformen Zukauf weiterhin in diesem Trend profitiert werden könnte.

Quelle: onvista

Preistreiber bei Platin

Der Platinpreis erlebt derzeit eine massive Rallye, die durch ein Zusammentreffen von strukturellen Versorgungsengpässen und einer neuen industriellen Nachfragewelle getrieben wird. Während Platin jahrelang im Schatten von Gold und Palladium stand, hat sich das Blatt nun gewendet.

Hier sind die Hauptgründe für den aktuellen Preisanstieg:

1. Die "Wasserstoff-Wende" (PEM-Elektrolyse)

Platin ist das kritische Metall für die grüne Wasserstoffwirtschaft.

Elektrolyseure: In sogenannten PEM-Elektrolyseuren (Proton Exchange Membrane) dient Platin als Katalysator, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten.

Brennstoffzellen: In wasserstoffbetriebenen Lkw und Bussen wird Platin benötigt, um den Wasserstoff wieder in Strom umzuwandeln.

Effekt: Da weltweit massive Investitionen in die Wasserstoff-Infrastruktur fließen, antizipiert der Markt eine langfristige Knappheit.

2. Massive Versorgungsrisiken in Südafrika

Über 70 % der weltweiten Platinförderung stammen aus Südafrika. Das Land kämpft jedoch mit massiven internen Problemen:

Energiekrise: Der staatliche Energieversorger Eskom kann die Minen nicht zuverlässig mit Strom versorgen. Geplante Blackouts ("Load Shedding") führen zu Produktionsstopps. Wie lange dieser Zustand andauert ist ungewiss!

Tiefe & Kosten: Die Minen werden immer tiefer und damit teurer im Betrieb. Viele Minenbetreiber haben in den Vorjahren Investitionen aufgeschoben, was sich jetzt in sinkenden Fördermengen rächt. Dieses Phänomen sehen wir immer wieder. Zunächst wird die Produktion gedrosselt und es werden Einsparungen vorgenommen, wenn die Weltmarktpreise niedrig sind. Dann irgendwann kommt aufgrund der niedrigen Preise und neuer Entwicklungen (hier Wasserstoff) Nachfrage auf, die auf eine sehr geringe Angebotsseite trifft. Dann schießen die Preise durch die Decke. Ganz ähnlich war es zu Corona-Zeiten bei Bauholz, als ganze Sägewerke geschlossen wurden und den Betrieb vorübergehend einstellten. Irgendwann kam enorme Nachfrage nach Bauholz auf, weil die Leute auf die Idee kamen, die Zeit im Lockdown für Arbeiten am Haus zu nutzen, und schon schossen die Notierungen senkrecht gen Norden. 

3. Substitution von Palladium durch Platin

In der Automobilindustrie (Benzin-Katalysatoren) wurde lange Zeit fast ausschließlich Palladium verwendet., da es robuster ist und damit langlebiger. Da Palladium jedoch extrem teuer wurde und zu großen Teilen aus Russland stammt (Sanktionsrisiken), haben viele Hersteller ihre Technologie auf Platin umgestellt. 

Diese Substitution hat eine zusätzliche Nachfrage von mehreren hunderttausend Unzen pro Jahr geschaffen.

4. Das enorme Defizit am physischen Markt

Laut dem World Platinum Investment Council (WPIC) befindet sich der Platinmarkt in einem der größten Angebotsdefizite der Geschichte. Das bedeutet, dass weltweit deutlich mehr Platin verbraucht als gefördert wird. Die oberirdischen Lagerbestände schrumpfen rapide, was Spekulanten und Investoren anlockt.

Prozentuale Anteile an der weltweiten Produktion
Quelle: www.realmoneytrader.com

„Reiner Käufermarkt“!

Das langfristige Chart-Bild zeigt, dass Platin längst das bisherige Allzeithoch hinter sich gelassen hat. Es gibt keine Widerstände mehr. Und wie solche Rallyes dann vorübergehend ausufern können, haben wir in den vergangenen Jahren bei Märkten wie Bauholz (Lumber), Cocoa (Kakao) und Orange Juice (Orangensaft) gesehen.

Spannend an derartigen Situationen, die durch einen vorübergehenden Engpass verursacht werden, ist, dass man zunächst eine sehr stabile Rallye Long handeln kann. Die am Markt zu erzielenden hohen Preise führen aber unweigerlich zu Produktionsausweitungen, gleichzeitig wird es wieder unattraktiver viel von diesem Rohstoff nachzufragen, so dass der Preis irgendwann wieder senkrecht einbricht.

Langfristiger Chart von Platin mit Netto-Position der Produzenten
Quelle: www.barchart.com

Produzenten sind von Natur aus Futures-Verkäufer. Sie repräsentieren die sogenannte Sell-Side des Marktes, da sie den Rohstoff produzieren und an die Abnehmer verkaufen. Ein Kontrakt umfasst 50 Feinunzen Platin. Indem ein Future verkauft (Short) wird, verpflichtet sich der Halter der Short-Position zur physischen Lieferung des Kontraktumfangs (50 Unzen) in der Lieferperiode. Darum müssen auch die spekulativen Marktteilnehmer ihre Kontrakte vor dem First Notice Date, mit dem die Lieferperiode beginnt, schließen. In defizitären Situationen wechseln aber selbst die Produzenten auf die Kaufseite. Sie können mitunter ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen und treten dann selbst am Terminmarkt als Käufer in Erscheinung. Jetzt stellen Sie sich das Marktgeschehen wie ein Tauziehen vor. Einige Marktteilnehmer kaufen (z.B. Spekulanten/Fonds), andere verkaufen (im Normalfall die Produzenten). Das balanciert sich einigermaßen aus oder gerät zumindest nicht arg aus dem Gleichgewicht. Wie beim Tauziehen: Etwa gleichstarke Menschen stehen auf beiden Seiten in etwa gleicher Anzahl, sagen wir mal 10 Leute auf beiden Seiten. Nun lässt auf der einen Seite einer das Tau los. Damit gewinnt die andere Seite leicht die Oberhand. An der Börse würde ein Markt nun beginnen, zu tendieren. Wenn nun aber auf einmal von den verbleibenden neun Leuten weitere sechs das Seil loslassen, kippt es und die numerisch überlegene Seite gewinnt rasend schnell. Genau das passiert am Markt, wenn die Produzenten auf die Käuferseite wechseln. Es geht senkrecht gen Norden.    

5-Jahres-Chart von Platin mit aktuellen Käufen der Produzenten
Quelle: www.barchart.com

Jüngst haben die Produzenten erneut angefangen, in steigende Preise hinein zu kaufen. Das befeuert den vorherrschenden Trend nochmals zusätzlich. Erst, wenn sich das Marktverhalten der Produzenten wieder normalisiert, ist an eine Top-Bildung im Markt zu denken.

Die 3 Top-Unternehmen und ihre Förderschwierigkeiten

Es sind vor allem drei Giganten, die den Markt kontrollieren. Alle drei stehen derzeit vor massiven Herausforderungen:

1. Anglo American Platinum (Amplats)

Amplats ist der weltweit größte Primärproduzent.

Das Problem: Das Unternehmen leidet massiv unter den Stromausfällen in Südafrika. Da Platin in energieintensiven Schmelzöfen verarbeitet werden muss, führen "Load Shedding"-Maßnahmen (geplante Abschaltungen) sofort zu Produktionsausfällen. Sie mussten ihre Produktionsziele für 2025/2026 bereits mehrfach nach unten korrigieren.

2. Sibanye-Stillwater

Ein sehr diversifizierter Konzern, der auch in den USA (Stillwater-Mine) fördert.

Das Problem: In Südafrika kämpft Sibanye mit hohen Lohnforderungen der Gewerkschaften und Sicherheitsbedenken in den sehr tiefen Schächten. In den USA verursachten Flutereignisse in der Vergangenheit Produktionsstopps.

Die Kosten: Die All-In Sustaining Costs (AISC) – also die Gesamtkosten für eine Unze – steigen durch die Inflation bei Energie und Logistik rapide an.

3. Impala Platinum (Implats)

Das Problem: Implats hat in den letzten Jahren stark in Simbabwe investiert, um die Risiken in Südafrika auszugleichen. Doch auch hier sind die Stromversorgung und die politische Unsicherheit ein ständiger Bremsklotz für Expansionspläne.

Warum das Angebot nicht einfach erhöht werden kann

Lange Vorlaufzeiten: Es dauert 10 bis 15 Jahre, um eine neue Platinmine von der Exploration bis zur Förderung zu bringen. Bei Getreiden verhält sich das ganz anders. Sie werden a) dezentraler angebaut und sind b) viel reagibler bei vorübergehenden Defiziten, da man hier das Angebot schneller ausweiten kann, indem man Ackerland hinzu nimmt, das zuvor mit anderen Rohstoffen bepflanzt worden war. 

Die geologischen Grenzen sind zudem ein limitierender Faktor! Platinvorkommen sind nicht gleichmäßig verteilt. Fast alle "einfach" zu erreichenden Erze sind bereits erschöpft. Die Bergleute müssen nun in Tiefen von über 2.000 Metern arbeiten, wo die Hitze und der Druck die Kosten explodieren lassen.

Schließlich gibt es auch eine Recycling-Lücke. Ein großer Teil des Platins kommt aus dem Recycling von Autokatalysatoren. Da jedoch die Menschen ihre (Verbrenner-)Autos aufgrund hoher Preise länger fahren, kommen weniger Altfahrzeuge in den Recyclingkreislauf. Dies verschärft das Defizit am Primärmarkt.

Fazit

Die Angebotsseite ist "spröde". Jeder weitere Streik oder jeder längere Blackout in Südafrika wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf den Preis, da es keine nennenswerten Pufferkapazitäten im Rest der Welt gibt. Wir haben ein passendes Produkt ausgesucht, mit dem Sie an einer Fortschreibung des Bullen-Runs bei dem Edelmetall partizipieren können. Nachfolgend stellen wir das Produkt vor.

Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Platin

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited  Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 1923,094 USD. Bei einem aktuellen Preis von  2630 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 3,7. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PK5UR7.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  keine

Unterstützungen:  1800-2000 USD

Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Platin

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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