Marktbreite ist kein gutes Zeichen
Mehr Aktien steigen – eigentlich ein gutes Zeichen, oder? Aktuell trägt nicht mehr nur Big Tech den Markt, sondern die breite Masse. Doch genau diese neue Marktbreite könnte Anleger täuschen: Historisch folgten auf solche Phasen oft schwache Börsenzeiten. Warum ein gesünder wirkender Markt ausgerechnet zum Warnsignal wird.
Stefan Riße

Lange wurde bezüglich des Aktienaufschwungs der vergangenen Jahre die mangelnde Marktbreite kritisiert. Diese, so die allgemein verbreitete Theorie, sei kein gutes Omen für den weiteren Aufschwung, hieß es. Als Analogie kann man sich ein Haus vorstellen, das nur auf wenigen Säulen steht und damit einsturzgefährdeter ist als eines, das von vielen Wänden getragen wird. Tatsächlich wurden all diejenigen, die dieses Argument anführten und warnten, Lügen gestraft. Über lange Zeit wurden die großen Indizes wie der S&P 500 in den USA oder der globale MSCI World primär von den großen Technologiewerten in den USA nach oben getrieben. Dem Markt konnte diese mangelnde Breite also nichts anhaben. Denn – um im Bild zu bleiben – es waren mit den Magnificent Seven sieben sehr starke Säulen, die die Indizes nach oben brachten, denn hinter den Kursanstiegen standen extrem starke Gewinnsteigerungen. Die Bewertungen legten gar nicht extrem zu.
Dein Vorsprung an der Börse
- Alle Plus-Artikel im Web & App
- Wissensvorsprung durch exklusive Analysen und Marktberichte
- Trading-Setups & Investmentideen von Experten
- Monatlich nur 14,90 € - jederzeit online kündbar
- Sicher per Kreditkarte, Lastschrift, Apple Pay oder Google Pay zahlen
- Neukundenangebot: 7 Tage kostenlos testen



