Chamenei will Straße von Hormus für längere Zeit schließen

Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat die Bevölkerung zur Einheit aufgerufen und eine längere Schließung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus angedroht. Zugleich kündigte er in einer am Donnerstag im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung Vergeltung für die im Krieg Getöteten an. Der Iran werde nicht davor zurückschrecken, das Blut seiner Märtyrer zu rächen, hieß es in der ersten öffentlichen Stellungnahme Chameneis seit seiner Wahl zum geistlichen und politischen Oberhaupt der Islamischen Republik am Montag.
Zudem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, da sie vom Iran angegriffen würden, forderte Chamenei. "Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärte er. "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."
Krieg im Nahen Osten stürzt Ölmarkt ins Chaos
Die USA und Israel haben am 28. Februar begonnen, den Iran aus der Luft zu bombardieren. Der Iran hat seinerseits mit Angriffen auf Israel reagiert und auch Ziele in den Golfstaaten mit der Begründung beschossen, dass dort US-Militärstützpunkte sind. Der Krieg hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gebracht. Weil diese Meerenge vor der iranischen Küste überaus wichtig für die Ölexporte der Golfanrainer ist und sich die Tanker seit Kriegsbeginn stauen, stürzten die globalen Energiemärkte ins Chaos.



