UBS-Finanzchef: Fühlen uns mit Risiken im Private-Credit-Geschäft wohl

Reuters · Uhr
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Zürich, 17. ⁠Mrz (Reuters) - Die Schweizer Großbank UBS sieht sich trotz eines drohende Anstiegs der Ausfallraten gut aufgestellt im Markt für Privatkreditfonds (Private Credit). Man fühle sich mit dem Engagement in diesem Bereich wohl, sagte Finanzchef Todd Tuckner ‌am Dienstag auf einer Investorenkonferenz der US-Bank Morgan Stanley. Das Kreditvolumen an Private-Credit-Fonds mache lediglich etwa 0,5 Prozent der gesamten Bilanzsumme ⁠aus. Das ⁠eigene Buch der UBS sei konservativ aufgestellt. Die Kredite seien vorrangig besichert ("senior secured") und der Anteil des Kreditvolumens an den Marktwerten sei niedrig.

Gleichzeitig mahnte der Finanzchef zu Wachsamkeit. Das Volumen der Bankkredite an Private-Credit-Fonds habe sich seit der Corona-Pandemie wohl mehr als verdreifacht. "Wir ‌haben noch keine wirkliche Wende im Kreditzyklus ‌gesehen, um diese Volumina wirklich zu testen", sagte der Manager. Sollte es zu systemischem Stress kommen, könnten angesichts der starken Verflechtung zwischen Banken und ⁠Nicht-Banken-Finanzinstituten Probleme entstehen. Aktuell sehe er jedoch eher Einzelfälle als ein ‌systemisches Risiko.

Auf die geopolitischen Ereignisse der ⁠vergangenen Wochen reagierten die Privatkunden insgesamt vorsichtig, aber sie blieben aktiv, so Tuckner weiter. Angesichts der Ausschläge an den Finanzmärkten blieben auch die Profi-Kunden aktiv, was der Handelssparte des ‌Konzerns helfe. "Wir sehen nach wie ⁠vor Rahmenbedingungen, die unserem Handelsgeschäft zuträglich ⁠sind", erklärte der Finanzchef. Aber es gelte, die Entwicklung ganz genau im Auge zu behalten. Die Märkte preisten derzeit keinen nachhaltigen Dämpfer für das Wirtschaftswachstum ein. Sollten die Spannungen jedoch anhalten und das Wachstum abwürgen, könnte dies zu einem "Game Changer" für die Aktivitäten an den Finanzmärkten und auch in der Beratung der eigenen Kunden führen, so Tuckner weiter.

(Bericht von Oliver Hirt und ⁠Dave Graham, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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