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Deutsche Bank: „Unsere Bilanz ist solide wie selten zuvor.“

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Deutsche Bank: „Unsere Bilanz ist solide wie selten zuvor.“

Feiert die Deutsche Bank 2019 ihr großes Comeback am Aktienmarkt? Aktuell notiert das Wertpapier des größten deutschen Finanzinstituts fast 92 Prozent unter seinen All-Time-High aus dem Jahr 2007. Vor etwas mehr als 12 Jahren lag der Kurs leicht über 91 Euro. Die Finanzkrise, zahlreiche Skandale und noch einige andere unangenehme Dingen drückten den Kurs in den folgenden Jahren bis auf den traurigen Tiefpunkt unter 7 Euro. Nach zuletzt eher leiseren Tönen wird die Deutsche Bank jetzt wieder etwas forscher.

„Wir haben unsere Kosten im Griff“

Diesen Satz sagte am Freitag Finanzchef James von Moltke bei einem Neujahrsempfang des Instituts in Düsseldorf. Die Deutsche Bank scheint wohl im vergangenen Jahr ihr Sparziel eingehalten zu haben. „2018 haben wir in einem solchen Umfang nachhaltig die Kosten gesenkt, dass wir selbstbewusst sagen können: Wir sind überzeugt, dass die Zeiten vorbei sind, in denen die Deutsche Bank Ziele gesetzt hat, die sie dann nicht einhält,“ ließ von Moltke weiter durchblicken.

Ein Problem gelöst?

Schon seit Jahren kämpfen die Frankfurter mit ausufernden Kosten. An der Herkules-Aufgabe, die Kosten-Seite der Bank nachhaltig in den Griff zu bekommen, war schon der frühere Vorstandsvorsitzende John Cryan letztendlich gescheitert. Der neue Chef, Christian Sewing, scheint hier wohl einen Schritt weiter zu sein. Die Deutsche Bank hatte angekündigt, dass die Kosten 2018 rund 23 Milliarden Euro nicht überschreiten sollen. 2019 sollen sie dann auf 22 Milliarden Euro sinken.

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Bleiben noch die Skandale

Die hohen Kosten sind allerdings bei weitem nicht das einzige Problem der Deutschen Bank. Nach der Bewältigung zahlreicher teurer Skandale waren im vergangenen Jahr die Staatsanwälte wieder häufiger zu Gast in der Frankfurter Zentrale. So wurden zum Beispiel die Geschäftsräume der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche durchsucht und zudem ist das Finanzinstitut als Korrespondenzbank in den Geldwäsche-Skandal der Danske Bank verwickelt.

Deutsche Bank ist sich keiner Schuld bewusst

„Es ist offensichtlich, dass die teilweise verzerrten Diskussionen über diese Themen unserem Geschäft schaden“, beklagte von Moltke. „Wir wollen diese Vorwürfe schnellstmöglich aufklären und ausräumen und kooperieren vollumfänglich mit den Behörden“, sagte er mit Blick auf die Razzien im November. „Bisher haben wir keine Hinweise auf ein Fehlverhalten unserseits“, bekräftigte er.

„Wir können wieder kontrolliert wachsen“

Die Deutsche Bank sei nach den Turbulenzen der Vergangenheit in den vergangenen drei bis vier Jahren stabilisiert worden, bekräftigte der Finanzchef. „Unsere Bilanz ist solide wie selten zuvor.“ Das Geschäft mit ihren Kunden wolle die Bank nicht mehr nur stabilisieren – vielmehr solle dieses nun ausgebaut werden. „Wir können wieder kontrolliert wachsen.“ Zu den anstehenden Jahreszahlen für 2018 wollte sich Moltke aber nicht äußern. „Prognosen sind riskant, aber eines wage ich vorauszusagen: 2019 wird wieder ein sehr spannendes Jahr“, sagte von Moltke.

Aktie gut ins neue Jahr gestartet

2019 liegt die Aktie der Deutschen Bank mal nicht als schwächster Wert am Dax-Ende. Seit dem Handelsstart ins neue Jahr hat die Aktie um die 8 Prozent zugelegt. Sicherlich ist es noch etwas verfrüht dies als eine Wende im Kurs einzuordnen, aber es ist immerhin ein Silberstreif am Horizont. Am 1. Februar veröffentlichen die Frankfurter ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Die erste Chance für die Deutsche Bank wieder etwas mehr Vertrauen bei den Anlegern zu wecken. Sollte ihr das gelingen, dann könnte am Ende des Jahres 2019 vielleicht ein größeres Plus stehen als die aktuellen 8 Prozent.

Von Markus Weingran

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Bild: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

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